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Softbank Group: Dieser Investor hat bereits genug!

Frank Thelen Technologie Fonds
Foto: Getty Images

Länger als 1,5 Jahre hielt die Beziehung zwischen der Softbank Group (WKN: 891624) und dem Hedgefonds Elliott Management wohl nicht an. Denn wie nun berichtet wurde, verkaufte der von Paul Singer betriebene Fonds bereits einen Teil der Softbank-Position.

Für Elliott Management dürfte sich das Engagement dennoch gelohnt haben. Denn mit einem Gewinn von über 500 Mio. US-Dollar hätte es schlechter laufen können. So gibt es viele Anleger, die sich nach den jüngsten Kursverlusten noch in der Verlustzone befinden.

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Elliotts Forderungen

Grundsätzlich war der Einstieg des Hedgefonds im März 2020 äußerst positiv zu bewerten. Denn der Fonds ist dafür bekannt, Druck auf das Management auszuüben, um aktionärsfreundliche Maßnahmen zu erzwingen. Auf den ersten Blick schien das auch zu funktionieren.

Denn bereits wenige Wochen nach dem Einstieg verkündete die Softbank Group, dass man ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Wert von 20 Mrd. US-Dollar starten werde. Des Weiteren wurde versprochen, dass die Unternehmensführung transparenter und die Kompetenzen des Aufsichtsrates erhöht werden.

Knapp 1,5 Jahre später scheinen viele dieser Versprechen noch wenig umgesetzt worden zu sein. Dies trifft vor allem auf die Aktienrückkäufe zu. Denn diese müssten dem Kapitalmarkt regelmäßig gemeldet werden. Bis dato gab es jedoch keine Meldung.

Softbank und das China-Problem

Des Weiteren kann ich mir vorstellen, dass die jüngste Turbulenzen in China dem US-amerikanischen Hedgefonds sauer aufgestoßen sind. Denn neben vielen kleinen chinesischen Technologieunternehmen im Softbank Vision Funds hat der Beteiligungskonzern auch große Positionen in Alibaba und Didi Global.

Die jüngsten Maßnahmen der chinesischen Regierung gegen Technologieunternehmen sind somit für die Softbank Group ein Desaster. So büßte die Aktie seit dem Jahreshoch bei 81,80 Euro bereits über 38 % ein und notieren nun auf 50,37 Euro pro Anteilsschein (Stand: 22.09.2021).

Einer der wenigen Lichtblicke ist und bleibt jedoch der Wert des Portfolios der Softbank Group. Denn abzüglich Schulden betrug der Wert zum 01.07.2021 über 120 Euro pro Aktie. Da jedoch seitdem die Kurse vieler asiatischer Unternehmen purzelten, wird es spannend, wenn die Softbank Group den Wert des Portfolios im Oktober erneut veröffentlicht. Jedoch ist weiterhin davon auszugehen, dass der Aktienkurs deutlich unter dem Wert des Portfolios notiert. Daher könnte man beispielsweise über die Softbank Group Alibaba-Aktien mit einem „Rabatt“ erwerben. 

Conclusio

Die Transaktion von Elliott Management ist zweifelsohne negativ zu bewerten. Jedoch nicht, weil dadurch die Kurse sinken können. Vielmehr zeigt der Verkauf, dass Paul Singer bereits nach 1,5 Jahren genug von den nicht eingehaltenen Versprechen des Softbank Group Managements hat.

Daher würde ich nicht davon ausgehen, dass es in naher Zukunft aktionärsfreundliche Maßnahmen wie Aktienrückkäufe oder eine Erhöhung der Dividendenausschüttungen gibt. Offensichtlich treibt die Softbank Group andere Ziele voran. Nichtsdestotrotz bleibt die Aktie der Softbank, gemessen am Marktwert des Portfolios, unterbewertet. Jedoch ist zu bedenken, dass das China-Risiko hoch bleibt.

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Michael besitzt Aktien der Softbank Group und Alibaba. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alibaba Group Holding Ltd.

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