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Diese 3 Neuzugänge hängen alle anderen DAX 40-Aktien ab

Frische Lebensmittel
Foto: Getty Images

Lange angekündigt, ist der DAX 40 nun endlich Realität! Vier starke Performer haben sich sofort an die Spitze gesetzt: HelloFresh (WKN: A16140), Airbus (WKN: 938914) und Sartorius (WKN: 716560). Was zeichnet diese Aktien aus und wird das Momentum anhalten?

HelloFresh (+115 %): Der überraschend nachhaltige Weg zu besserer Ernährung

Als HelloFresh vor einigen Jahren bekannt wurde, war ich nicht sonderlich begeistert von dem Geschäftsmodell. Frische Lebensmittel an die Haustür zu liefern, das erschien kaum effizient realisierbar.

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Mittlerweile zeigt sich jedoch immer deutlicher, dass der Anspruch des Unternehmens, seinen Kunden Zeit, Geld und Stress zu sparen, tatsächlich in den meisten Fällen zutrifft.

Und die Vorteile des Systems gehen noch weit darüber hinaus. Dass ein großer Teil des Obstes und Gemüses auf dem Weg vom Bauern bis zum Endkunden verdirbt, ist ein vieldiskutiertes Problem, für das HelloFresh eine Lösung bietet. Je größer die Plattform wird, desto besser kann sie die Warenströme lenken, angefangen bei der Aussaat bis hin zur genau kalkulierten Portionsgröße, die Abfälle minimiert.

Und HelloFresh weiß natürlich im Gegensatz zu den meisten Verbrauchern auch genau, welche Produkte gerade Saison haben. Damit bekommt HelloFresh günstige Einkaufspreise und kann diesen Vorteil mit den Kunden teilen.

Während der Pandemie war HelloFresh eine beliebte Alternative. Jetzt, wo die Beschränkungen weniger werden, hält der Trend an. Und das ist ein gutes Zeichen. Im laufenden Jahr erwartet das Management ein Plus von rund 50 %. Durch den Eintritt in weitere Regionen, die Steigerung der Wertschöpfungstiefe und Zukäufe wie etwa Factor75 im November 2020 kann HelloFresh noch sehr lange schnell wachsen.

Trotz der hohen Investitionen in die Expansion ist das Unternehmen solide profitabel. Eine Marktkapitalisierung von 15 Mrd. Euro scheint weiterhin Luft nach oben zu lassen, wenn man bedenkt, dass der Umsatz noch in diesem Jahrzehnt voraussichtlich über die Marke von 10 Mrd. Euro hinausschießen wird.

Airbus (+63 %): Nach dem Stillstand zieht das Geschäft wieder an

Airbus wird oft von äußeren Bedingungen getrieben. Bis zum Jahr 2020 profitiere der Flugzeugbauer von einem außerordentlichen Boom der Luftfahrtindustrie. Zudem sorgten teures Kerosin, höhere Umweltauflagen und wachsende Ansprüche der Fluggäste für eine beschleunigte Erneuerung der Flotten.

Dann folgte der völlige Einbruch. Wegen der Pandemie stand monatelang der weltweite Flugbetrieb still. Die Aktie verlor in kürzester Zeit zwei Drittel ihres Spitzenwertes.

Doch nun ist sie zurück in der Spur. Die Umsätze ziehen wieder an und das Ergebnis dreht dank verbesserter Kostenbasis ins Plus. Ein operativer Gewinn von 2,7 Mrd. Euro im ersten Halbjahr kann sich sehen lassen und die Aussichten sehen zunächst ausgezeichnet aus.

Als einer der wichtigsten Kunden von Hightechmaterialien und fortschrittlicher Fertigungstechnik dürfte Airbus künftig massiv von Industrie 4.0 und 3D-Druck profitieren. Von der Ersatzteilversorgung und dem Lieferantenmanagement über die hochautomatisierte Lagerhaltung und Fertigung bis hin zur Qualitätskontrolle sind erhebliche Verbesserungen möglich.

Zudem sucht Airbus aktiv neue Geschäftsfelder wie etwa Pseudo-Satelliten oder Flugtaxis. Die Potenziale für eine weiterhin gute Entwicklung sind zweifellos da. Dennoch muss man jederzeit mit Rückschlägen rechnen, egal, ob durch eigene Fehler oder durch neue externe Herausforderungen.

Sartorius (+62 %): Mehr als ein großer Gewinner der Pandemie

Sartorius brilliert nicht nur auf Jahressicht, sondern schon seit Jahren. Das 5-Jahres-Ranking führt das Unternehmen mit einem beeindruckenden Plus von 647 % an. Als Laborausrüster und Partner der biopharmazeutischen Industrie war es zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Biotechnologie erfreute sich sowieso schon seit Jahren einer wachsenden Bedeutung. Mit der Coronapandemie erlebte sie noch einen zusätzlichen Schub. Labore weltweit setzen auf die vielfältigen Lösungen von Sartorius.

Und dem Unternehmen stehen mehrere Wege offen, um sein Wachstumstempo hochzuhalten. Sartorius investiert in den Ausbau seiner Kapazitäten im Kerngeschäft, ergänzt regelmäßig neue Produktlinien, erschließt neue Anwendungsfelder und übernimmt gelegentlich spezialisierte Mitbewerber wie etwa im ersten Halbjahr CellGenix.

Gewinne werden zum allergrößten Teil reinvestiert und das zahlt sich aus. Vor wenigen Jahren lag der Umsatz noch im Bereich von 1 Mrd. Euro. Schon mittelfristig könnten es mehr als 5 Mrd. Euro sein.

Dennoch könnte die Aktie eine Verschnaufpause gebrauchen. Denn eine Marktkapitalisierung von 41,6 Mrd. Euro (Vorzugs- und Stammaktien!) ist schon eine Hausnummer, in die man erst einmal hineinwachsen muss.

Der DAX 40 holt Schwung

Dass sechs der zehn besten Performer über die letzten zwölf Monate Neumitglieder sind, ist natürlich kein Zufall. Die meisten davon sind gerade deshalb reingekommen, weil sie sich über die letzten Monate und Jahre so stark entwickelt hatten. Besteht also ein erhöhtes Absturzrisiko wie damals bei Wirecard (WKN: 747206)?

Eher nicht. Vielmehr sehe ich eine Reihe von Unternehmen, die Zuverlässigkeit mit einer starken Plattform kombinieren, die langfristiges Wachstum verspricht. Davon gab es bisher im DAX nicht so viele. Solche Aktien werden schwanken, aber auf lange Sicht ihren Anlegern noch viel Freude bereiten. Vor allem HelloFresh traue ich noch eine Menge zu.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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