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Wie Snowflake den Datensturm zu Geld macht

Cloud Computing
Foto: Getty Images

Snowflake (WKN: A2QB38) definiert neu, wie Unternehmen ihre Daten abrufen. Das Unternehmen hat die traditionellen Speicherbarrieren durchbrochen, indem es die Bedeutung des Speicherortes von Daten verringert hat. Mit Snowflake sind große Unternehmen in der Lage, einfacher als je zuvor auf ihre Daten zuzugreifen.

Snowflake ist in der Lage, aus den riesigen Datenmengen, die seit vielen Jahren generiert werden, Kapital zu schlagen – und wenn wir heute in Snowflake investieren, können wir als Anleger daran partizipieren.

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Was genau macht Snowflake?

Snowflake ist ein cloudbasierter Datenmanager, in dem Unternehmen Rohdaten speichern können, die sie jetzt erhalten und auf die sie in Zukunft zurückgreifen können. Man kann sich diese Daten zum Beispiel als Festtagsdekoration vorstellen: Der Kauf von Halloween-Dekorationen ist im Oktober sinnvoll, aber zu anderen Zeiten im Jahr sind sie weniger nützlich. Snowflake hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Dekorationen – oder Rohdaten – zu speichern, bis sie am dringendsten benötigt werden.

Ein wichtiger Bestandteil von Snowflake ist seine Plattformneutralität. Um im Bild zu bleiben: Wenn einige unserer Dekorationen in einer Garage aufbewahrt werden, andere jedoch in einem örtlichen Lagerhaus, dann ist es mühsam, zum Lagerhaus zu fahren, um eine Dekoration abzuholen, und dann die Garage nach einer anderen zu durchsuchen. Es wäre viel einfacher, wenn jemand anderes Bescheid wüsste, wo sich welche Dekoration befindet, und sie bei Bedarf automatisch bringen würde.

Snowflake bezieht Daten aus verschiedenen Daten-Lagerhäusern – AWS von Amazon (WKN: 906866), Azure von Microsoft (WKN: 870747) und Google Cloud von Alphabet (WKN: A14Y6H) – und bringt sie zum Kunden. Das Unternehmen ermöglicht es seinen Kunden auch, die Daten innerhalb von Sekunden so umzuwandeln und aufzubereiten, dass sie für den Kunden verständlich sind.

Für große Unternehmen, die mehrere Data Warehouses nutzen, wird Snowflake immer wichtiger. Unternehmen sammeln mehr Daten als je zuvor; sie benötigen die meisten davon nicht unbedingt sofort, wenn sie sie erhalten, aber sie wollen sie für den Fall der Fälle aufbewahren. Aus diesem Grund erwartet Snowflake, dass die Cloud-Ausgaben von Unternehmen bis 2025 um 235 % auf 356 Mrd. US-Dollar jährlich steigen werden.

Was Snowflake vom Wettbewerb differenziert

Die Neutralität, Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit von Snowflake sind die starken Wettbewerbsvorteile, die dem Unternehmen im vergangenen Jahr ein starkes Wachstum beschert haben. Selbst wenn Microsoft und Amazon eine Partnerschaft eingehen würden, um eine Art Neutralität für Verbraucher zu bieten, könnten sie nicht dasselbe Angebot wie Snowflake bieten. Egal, ob die Daten eines Kunden bei Amazon, Microsoft oder kleineren Anbietern wie DigitalOcean (WKN: A2QRZ4) gespeichert sind, Snowflake kann sie alle unterbringen. Damit seine Konkurrenten das tun können, was Snowflake tut, müssten sie Partnerschaften mit allen anderen Data-Warehouse-Anbietern eingehen, die alle miteinander konkurrieren.

Snowflake konnte die Zahl seiner Kunden im letzten Quartal um 60 % auf fast 5.000 steigern, was beeindruckend ist, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen mit Datenmanagement-Titanen wie Amazon und Google konkurriert.

Snowflake hat außerdem im Laufe der Zeit Kunden in größere Kunden umgewandelt. Mit einer Nettoumsatzbindung von 168 % oder mehr in den letzten drei Quartalen – gegenüber 158 % im Vorjahreszeitraum – ist die Zahl der Kunden, die mehr als 1 Million US-Dollar zahlen, im Jahresvergleich um 107 % auf 116 gestiegen.

Angesichts dieses starken Kundenwachstums ist es nicht verwunderlich, dass auch der Umsatz von Snowflake schnell gestiegen ist. Seit Q2 2020 ist er in jedem Quartal um 18 bis 22 % gestiegen. In diesem Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 104 % und erreichte in den letzten zwölf Monaten 851 Mio. US-Dollar. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen, d. h. die Zusagen von Kunden zum Kauf von Dienstleistungen in der Zukunft, stiegen im Jahresvergleich um 122 % und erreichten in den letzten zwölf Monaten 5,2 Mrd. US-Dollar.

Auf der anderen Seite gibt es auch jede Menge Risiken

Selbst ein so starkes Unternehmen wie Snowflake könnte die Anleger noch kalt erwischen. Erstens konkurriert Snowflake mit Big-Data-Giganten wie Amazon, Microsoft und Alphabet. Alle diese Unternehmen verwalten Daten in ihren eigenen Data Warehouses, sodass die Kunden bei der Abfrage ihrer Daten möglicherweise mit jedem einzelnen Unternehmen zusammenarbeiten könnten. Diese großen Konkurrenten arbeiten jedoch nicht miteinander zusammen, was Snowflake die Oberhand verschafft.

Ein zweiter Risikofaktor ist, dass Snowflake ein Kunde von Amazon ist und sich verpflichtet hat, zwischen 2020 und 2025 1,2 Mrd. US-Dollar für die Datenspeicherung bei Amazon auszugeben. Dies stellt für Snowflake einerseits ein Problem dar, aber sichert andererseits die Marktposition ab: Durch die Zahlung an Amazon fließt dauerhaft Geld direkt an einen Konkurrenten. Das Gute dabei ist aber, dass es den Anreiz für Amazon verringert, Snowflake aus dem Geschäft zu drängen. Wenn die Verdrängung von Snowflake Amazon künftige Einnahmen in Milliardenhöhe kostet, wird sich der Tech-Gigant vielleicht zweimal überlegen, bevor er das tut.

Snowflake wird zum fast 80-Fachen der Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2022 gehandelt – ein astronomisch hoher Wert für jedes Unternehmen. Jede schlechte Nachricht vom Unternehmen oder eine größere Marktkorrektur könnte diesen Multiplikator dramatisch schrumpfen lassen und den Kurs von Snowflake zum Einsturz bringen.

Dennoch wächst Snowflake wie verrückt, und eine Kombination aus starkem Rückenwind und Wettbewerbsvorteilen deutet darauf hin, dass dieses Wachstum noch lange anhalten könnte. Das Unternehmen selbst peilt bis 2028 einen Jahresumsatz von 10 Mrd. US-Dollar an, verglichen mit 592 Mio. US-Dollar im Jahr 2020. All dies könnte darauf hindeuten, dass sich aus einer Schneeflocke ein mächtiger Sturm entwickeln wird, der Snowflake-Aktionären in den nächsten fünf Jahren massive Renditen bringen könnte.

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Dieser Artikel wurde von Jamie Louko auf Englisch verfasst und am 08.09.2021 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Verwaltungsrats von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Verwaltungsrats von The Motley Fool. Teresa Kersten, eine Angestellte von LinkedIn, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, ist Mitglied im Verwaltungsrat von The Motley Fool. Jamie Louko besitzt Aktien von Amazon und Snowflake Inc. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon, Digitalocean Holdings, Inc, Microsoft und Snowflake Inc.

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