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Ist Royal Dutch Shell jetzt eine günstige Qualitätsaktie?

Pferdekopfpumpe bei Sonnenuntergang langfristig
Foto: Getty Images

Ist Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) jetzt eine günstige Qualitätsaktie? Diese Frage ist ohne Zweifel ziemlich vielschichtig. Auch wenn sie lediglich acht Wörter besitzt, wovon drei Wörter sich alleine auf den Namen der Aktie beziehen, erhalten wir damit einen weitaus größeren Auftrag, als es dir vielleicht bewusst ist.

So können wir mit Blick auf die Aktie von Royal Dutch Shell zunächst die fundamentale Bewertung und das Wörtchen günstig überprüfen. Im Anschluss geht es darum, zu bestimmen, ob es sich bei der Aktie noch um eine Qualitätsaktie handelt.

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Ausgemachte Sache: Stellen wir heute beide Faktoren auf den Prüfstand und ziehen ein kritisches Fazit. Es könnte sein, dass es an der einen oder anderen Stelle grundsätzlich ein wenig hapert.

Ja, die Aktie von Royal Dutch Shell ist günstig!

Eine erste Sache, die wir unzweifelhaft feststellen können, ist: Die Aktie von Royal Dutch Shell ist günstig. Wenn wir die B-Aktie in den Vordergrund rücken, erkennen wir das sogar noch am Aktienkurs. Gemessen an den derzeitigen 17,28 Euro, die zuletzt sogar aufgrund der hohen Ölpreise solide gestiegen sind, erkennen wir: Die Rekordhochs alter Tage sind in weite Ferne gerückt. Kaum zu glauben, dass die Aktie vor zwei, drei Jahren noch an der Marke von 30 Euro gekratzt und sie teilweise übersprungen hat.

Wie auch immer: Der Aktienkurs ist natürlich nicht entscheidend für die Bewertung von Royal Dutch Shell. Aber auch die hohen Ölpreise könnten andere klassische Kennzahlen günstig erscheinen lassen. Wenn der britisch-niederländische Öl- und Erdgasmulti wieder auf ein Ergebnis je Aktie in Höhe von ca. 2,00 US-Dollar kommen sollte, läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis derzeit bei knapp über 10. Von teuer dürfte nicht die Rede sein. Vor allem nicht, wenn dieses Bewertungsmaß auch operativ konstant gedeckt bliebe.

Gemessen an einem 2020er-Buchwert je Aktie in Höhe von 20,31 US-Dollar läge das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei ca. 1. Das könnte zumindest ein faires Bewertungsmaß sein. Mit einer Dividendenrendite von 4,7 % besitzt Royal Dutch Shell außerdem die Möglichkeit, ein solides passives Einkommen zu bieten. Zumal das Dividendenwachstum zuletzt ein wichtiges Zünglein an der Waage und ein Treiber beim Aktienkurs gewesen ist.

Aber noch eine Qualitätsaktie …?

Günstig ist die Aktie von Royal Dutch Shell daher noch. Aber können wir die Anteilsscheine etwa als Qualitätsaktie bezeichnen? Ohne Zweifel ist das etwas, das mehr Fokus verdient. Im Öl- und Erdgas-Segment ist der Konzern jedenfalls bekannt. Auch die Shell-Tankstellen kennt jeder in fast jedem Stadtbild. Wir können daher zumindest von einem etablierten Geschäftsmodell sprechen. Sowie einem, das sich durch mehr Nachhaltigkeit verbessern dürfte.

Aber worin liegt die Qualität bei dem britisch-niederländischen Öl- und Erdgasmulti? Mal abgesehen von der bekannten Marke und vielen Tankstellen? Das eher zyklische und von Ölpreisen abhängige Geschäftsmodell ist es wohl eher nicht. Vor allem nicht, wenn wir die niedrigen Notierungen von Brent und WTI in den Jahren 2014 bis 2016 sowie auch im letzten Jahr 2020 bedenken.

Die eigentliche Qualität von Royal Dutch Shell dürfte daher die Dividende gewesen sein. Bis zum letzten Jahr hat das Management seit 1945 die eigene Ausschüttungssumme nicht mehr gekürzt. Für mich zumindest ist das der Zeitraum gewesen, an dem die vermeintliche Qualität aus dieser Aktie entwichen ist. Aber immerhin: Günstig ist die Aktie noch mit Blick auf fundamentale Kennzahlen.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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