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3 Gründe, die jetzt für die CureVac-Aktie sprechen

Biotech Forschung
Foto: Getty Images

Autsch! Das tat weh. Nach dem schönen Aufbäumen im August rasselte die CureVac-Aktie wieder deutlich unter die Marke von 50 Euro. Manch einer fürchtet nun einen noch viel schlimmeren Absturz angesichts der wegschwimmenden Felle rund um das Geschäft mit COVID-19. Aber drei gute Gründe sprechen dafür, dass CureVac (WKN: A2P71U) sich stabilisieren wird.

1. Die gute Kapitalisierung der CureVac-Aktie

Übel wäre, wenn CureVac auf die Einnahmen aus dem Verkauf von COVID-Impfstoffen angewiesen wäre, um seine Projekte stemmen zu können. Dann müsste man jetzt mit weiteren Eigenkapitalerhöhungen rechnen, mit entsprechender Verwässerung für die Aktionäre. Aber das droht nicht.

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Geschickt sammelte das Management im Februar eine gute halbe Mrd. US-Dollar ein. Da der Ausgabepreis damals bei 90 US-Dollar lag, war dafür nur eine geringe Verwässerung erforderlich. Wer damals zugegriffen hat, wird sich heute ärgern. Doch aus heutiger Sicht ist es eine gute Sache, die den Kurs stützt.

Zum 30. Juni meldete das Unternehmen 1,36 Mrd. Euro an liquiden Mitteln. Damit sollte es möglich sein, ohne weitere Kapitalmaßnahmen die Unternehmensentwicklung voranzutreiben.

2. Die CureVac-Aktie verfügt weiterhin über Chancen mit COVID-Impfstoffen

Eine kurzfristige Umsatzausweitung wäre dafür natürlich trotzdem hilfreich. Die Kollegen von BioNTech (WKN: A2PSR2) haben nun so viel Barmittelzuflüsse, dass sie theoretisch sämtliche Projekte auf eigene Faust durchziehen könnten, ohne Partner aus der Pharmaindustrie finanziell zu beteiligen.

Bei CureVac werden die Zuflüsse selbst im besten Fall deutlich geringer ausfallen, sodass Kooperationsvereinbarungen zur Risikoreduzierung weiterhin erforderlich sein werden. Aber ich frage mich, ob die Aussichten der CureVac-Aktie nicht trotzdem besser sind als vor gut einem Jahr, als sie nach dem Börsendebut zu mehr als 50 Euro gehandelt wurde.

Damals war noch überhaupt nicht klar, ob das mRNA-Prinzip ausreichend gut funktionieren würde und die Anzahl der Rivalen war groß. Heute wissen wir hingegen, dass der mRNA-Technologie eine große Zukunft bevorsteht. Und obwohl CureVac seine Pläne mit COVID-Impfstoffen zuletzt deutlich zurückschrauben musste, ist das Unternehmen weiterhin im Rennen.

Zum einen könnte der Impfstoffkandidat der zweiten Generation (CV2CoV), der mit Varianten besser zurechtkommt, noch wichtig werden, falls es zu Rückschlägen in der Pandemieentwicklung kommt. Zum anderen ist CureVac gut im Booster-Geschäft positioniert, das trotz der jüngsten Relativierung sicherlich noch an Bedeutung gewinnen wird über die kommenden Jahre.

3. Die Entwicklungs-Pipeline ist stark

Als dritten Punkt festzustellen ist, dass CureVac über die letzten Quartale massiv in seine Strukturen investiert hat. Das Management-Team wurde verstärkt, leistungsfähige IT-Systeme eingeführt, die Marke international bekannt gemacht und neue Partnerschaften geknüpft. Darauf aufbauend sollte CureVac in der Lage sein, seine Entwicklungs-Pipeline beschleunigt voranzutreiben.

Und dort finden sich spannende Sachen, die der CureVac-Aktie Rückenwind verleihen könnten: neben weiteren aussichtsreichen Impfstoffen auch Krebsbehandlungen sowie proteinbasierte Therapien mit vielfältigen Anwendungsbereichen. Meine Zuversicht, dass dabei etwas herauskommt, ist heute größer als noch vor einem Jahr. mRNA hat sich bewährt und es ist trotz der Verzögerungen beim Corona-Impfstoff unstrittig, dass CureVac technologisch an der Spitze mitspielt.

Ein besonderer Faktor ist darüber hinaus der mRNA-Drucker, der in Zukunft ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal darstellen könnte. Es handelt sich dabei um eine „Lösung für die mobile, autonome und automatische Herstellung von RNA-Impfstoffen und -Therapeutika in GMP-Qualität“. Seit dem 1. Juli kümmert sich Mitgründer Dr. Florian von der Mülbe darum, die Entwicklung zur Marktreife zu beschleunigen.

Ich denke, dass schon allein deshalb eine Menge Übernahmefantasie besteht. Sobald sich über die kommenden Jahre deutlicher das Potenzial dieser strategisch wichtigen Technologie abzeichnet, werden die Biotech- und Pharmakonzerne dieser Welt sich die Finger nach der CureVac-Aktie lecken.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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