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BioNTech-Aktie: Valneva-Debakel sorgt für Beunruhigung

Crash: Blick in den Abgrund Korrektur Börsencrash Aktiencrash
Foto: Getty Images

Die BioNTech-Aktie (WKN: A2PSR2) wurde vor Kurzem von der katastrophalen Entwicklung des Konkurrenten Valneva (WKN: A0MVJZ) mit in die Tiefe gerissen. Ursache war die Mitteilung, dass die britische Regierung ihren Liefervertrag mit der französischen Valneva gekündigt hat. Die genauen Gründe für die Stornierung des Vertrages sind nicht bekannt. Es ist aber zu vermuten, dass einer der Gründe die nachlassende Impfbereitschaft sein könnte. Angesichts des drohenden Überangebots an Impfstoffen kommt natürlich jede Gelegenheit, einen Vertrag kündigen zu können, sehr gelegen.

Denn inzwischen ist in vielen Ländern ein Großteil der impfbereiten Bevölkerung bereits vollständig geimpft. In den kommenden Monaten dürfte der Bedarf an Impfstoffen daher spürbar nachlassen. Das sind schlechte Nachrichten für Firmen wie BioNTech, die einen Großteil ihrer Umsätze mit diesem einen Produkt erzielen.

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BioNTech-Aktie wird durch Valneva-News mit in die Tiefe gerissen

Sollte sich diese Entwicklung auf die gesamte Branche ausweiten und auch Firmen wie BioNTech keine weiteren Lieferverträge mehr abschließen können, könnte das zu einem dramatischen Kurssturz führen. Denn die BioNTech-Aktie war einer der besten Performer des laufenden Jahres! Allein innerhalb des letzten halben Jahres hat sich der Aktienkurs auf aktuell 279,40 Euro (Stand: 14.09.2021) mehr als verdreifacht.

Bei diesem Kursniveau ist BioNTech an der Börse mit mehr als 70 Mrd. Euro bewertet! Was eine schwindende Nachfrage nach Impfstoffen finanziell für BioNTech bedeuten würde, lässt sich leicht an den Zahlen des ersten Halbjahres ablesen. In dem Zeitraum hat BioNTech einen Umsatz von 7,3 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 3,9 Mrd. Euro erzielt. Und das fast ausschließlich mit dem Verkauf des COVID-Impfstoffes Comirnaty.

Drohen die Umsätze in Kürze zu versiegen?

Tatsächlich hat BioNTech noch mehr Verträge in der Tasche, als man abarbeiten kann. Um die hohe Nachfrage decken zu können, arbeitet BioNTech daran, die Fertigungskapazitäten weiter zu steigern. Bis Jahresende will man in der Lage sein, drei Milliarden Impfstoffdosen pro Jahr herzustellen. Im nächsten Jahr soll es dann noch um ein Drittel auf bis zu vier Milliarden raufgehen. Offenbar rechnet BioNTech damit, dass der Bedarf auch in den kommenden Jahren weiter hoch bleiben oder sogar noch weiter steigen wird.

Aber aktuell wirkt das weniger sicher als je zuvor. Zwar ist nicht damit zu rechnen, dass die Verträge mit BioNTech einfach storniert werden. Die Verträge enthalten sicherlich Klauseln, die eine einseitige Kündigung ohne triftigen Grund unmöglich machen. Aber schon die ersten Anzeichen, dass die Nachfrage in den kommenden Jahren einbrechen könnte, könnte den Aktienkurs empfindlich treffen. Denn derzeit sieht es nicht danach aus, als könnte BioNTech in naher Zukunft einen ähnlichen Blockbuster auf dem Niveau von Comirnaty aus dem Ärmel schütteln. Die aktuelle milliardenschwere Bewertung zu rechtfertigen dürfte deshalb schwerfallen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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