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Valneva-Aktie: Warum sie um 41,57 % eingebrochen ist

Biotech
Quelle: Getty Images

Dass Impfstoffe-Aktien nicht immer ein Erfolg sein müssen, zeigt heute (13.09.2021) Valneva (WKN: A0MVJZ) sehr eindrucksvoll. Sie hat an nur einem Tag in Paris 41,57 % verloren. Viele Firmen haben sich an der Entwicklung eines wirksamen und sicheren Impfstoffes probiert, doch nur wenige waren am Ende erfolgreich.

Selbst viele Großkonzerne sind gescheitert, was zeigt, dass sie kein einfaches Unterfangen darstellt. Besonders problematisch sind die ständigen Virus-Veränderungen, die die Impfstoffwirksamkeit häufig herabsetzt.

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Großbritannien storniert Valneva-Bestellung

Besonders zuvor kleine Firmen wie Moderna (WKN: A2N9D9) und Biontech (WKN: A2PSR2) sind bisher am erfolgreichsten. Valneva schien ebenfalls in der Erfolgsspur zu sein. Im vierten Quartal 2021 werden die Ergebnisse der Massenstudie erwartet, in der viele Impfstoffe scheitern. Das französische Unternehmen wird durch den britischen Staat unterstützt. Er begleitet die Impfstoffentwicklung sehr nah und hatte bereits 100 Mio. Dosen bestellt.

Doch heute (13.09.2021) gab es für Valneva eine Schreckensmeldung: Der britische Staat kündigt seinen Liefervertrag. Sie weckt sofort Erinnerungen an Curevac (WKN: A2P71U), wo sich zunächst Politiker skeptisch äußerten und erst später der wahre Grund ans Licht kam.

Die Suche nach dem Grund beginnt

Weder Valneva noch die britische Regierung haben einen konkreten Kündigungsgrund genannt. Deshalb rückt nun der Vertrag in den Mittelpunkt. Er enthält eine lange Liste an Möglichkeiten. Sicherheitsbedenken, eine mangelnde Impfstoffwirksamkeit, Liefer- oder Produktionsschwierigkeiten, finanzielle Schwierigkeiten des Herstellers oder eine Unternehmensübernahme, kommen als Begründung infrage. Betrug oder der Verstoß gegen Umwelt-, Sozial-, Arbeits- oder Steuergesetze können ebenfalls Vertragskündigungsgründe sein.

Valneva bestreitet jedoch in seiner Erklärung, gegen Vertragsverpflichtungen verstoßen zu haben. Für den Aktienmarkt gibt es deshalb nur einen Grund für einen starken Abverkauf, und dieser könnte in der Impfstoffwirksamkeit liegen. So haben auch die Europäische Union und andere Regionen bereits plötzlich Verträge mit anderen Herstellern nicht fortgeführt, wenn ein Impfstoff in der Wirksamkeit zurückfiel.

Alle anderen Vertragskündigungsmöglichkeiten könnten leicht durch andere Käufer aufgefangen werden. In diesem Fall hätte der Markt nicht in dieser Stärke reagiert. Investoren gehen davon aus, dass der britische Staat aufgrund der engen Zusammenarbeit mit Valneva wichtige Insiderinformationen besitzt, die wahrscheinlich erst in einigen Wochen bekannt werden.

Der Valneva-Impfstoff sollte im schottischen Livingston-Werk produziert werden, weshalb die Region nun enttäuscht ist. Schottland verlangt nun ebenfalls eine Erklärung für die Kehrtwende.

Valneva forscht an Todimpfstoff

Der französische Impfstoffhersteller entwickelt einen Todimpfstoff, der viele ungeimpfte Menschen überzeugen sollte. In vorherigen Studien erwies sich VLA2001 als sicher und rief bei 90 % der Teilnehmer eine starke Antikörperbildung hervor.

Sollte es am Ende doch andere politische Gründe für die Vertragskündigung gegeben haben und sich der Impfstoff als wirksam herausstellen, könnten die Valneva-Aktien auch schnell wieder steigen. Die heutige Meldung ist jedoch zunächst sehr negativ.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Moderna.

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