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Volkswagen-Aktie: Auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen

Volkswagen ID. BUZZ study charged at a IONITY high power charging station.
Foto: Volkswagen AG

Volkswagen (WKN: 766403) versucht seit einiger Zeit, neue Geschäftsmodelle aufzutun. Insbesondere die zunehmende Digitalisierung des Autos bietet dafür diverse Möglichkeiten. Beispielsweise können sich Autofahrer nach dem eigentlichen Fahrzeugkauf zusätzliche Funktionen für ihr Auto kaufen oder diese nur für eine gewisse Zeit mieten. Aber auch an anderer Stelle finden sich mögliche neue Geschäftsmodelle.

Volkswagen hat beispielsweise vor Kurzem ein Abomodell für Autos gestartet. Zwar ist man sicherlich nicht der erste Anbieter in diesem Markt, aber aktuell vermutlich der finanzkräftigste.

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Werfen wir also mal einen Blick darauf, welche Vor- und Nachteile das für die Aktionäre haben kann.

Werden die neuen Geschäftsmodelle die Volkswagen-Aktie antreiben können?

Tatsächlich hat ein solches Autoabo eine ganze Menge Vorteile für einen Autohersteller wie Volkswagen. Da wäre zum einen die direkte Kundenbeziehung. Bisher werden die Autos der etablierten Hersteller größtenteils über Zwischenhändler verkauft. Die Autohäuser kaufen also die Autos von Volkswagen und verkaufen diese an die Kunden weiter, oder bestellen für die Kunden Fahrzeuge nach deren Wünschen.

Beim Autoabo scheint Volkswagen selbst die Regie übernehmen zu wollen. Das Autoabo wird als Alternative zum klassischen Leasing von der Tochter Volkswagen Financial Services angeboten und bleibt dabei im Besitz der Tochter. Der Kunde hat dann die Möglichkeit, sich ein Auto auszusuchen und das so lange zu behalten, wie er möchte. Mindestens aber für drei Monate. Der Kunde zahlt im Gegenzug nur eine monatliche Gebühr und kann nach Ablauf der drei Monate frei entscheiden, ob man das Auto einfach weiterfährt oder zu einem anderen Fahrzeug wechseln möchte.

Und genau hier könnte ein großes finanzielles Risiko für den Konzern liegen.

Großes finanzielles Risiko

Denn bisher ist nicht bekannt, wie lange die Kunden die Autos behalten werden. Innerhalb von drei Monaten wird Volkswagen zumindest nur einen winzigen Teil der Fahrzeugkosten durch das Monatsabo wieder reinholen können. Sollte sich ein signifikanter Teil der Kunden dafür entscheiden, in kurzen Abständen das Fahrzeug wechseln zu wollen, könnte Volkswagen plötzlich vor dem Problem stehen, eine große Zahl an gebrauchten Fahrzeugen verkaufen zu müssen. Zumindest sofern man das Fahrzeug nicht an einen anderen Abonnenten vermitteln kann.

Insbesondere in einer Rezession könnte das zum finanziellen Problem werden. Denn in Zeiten eines wirtschaftlichen Abschwungs geraten häufig auch die Gebrauchtwagenpreise unter Druck, da sich die Käufer zurückhalten. Wenn Volkswagen nun den Restwert der Fahrzeuge zu hoch eingeschätzt hat, könnte das zu hohen Abschreibungen führen.

Aber noch ist das sicherlich ein eher theoretisches Risiko. Denn Volkswagen startet das neue Angebot eher gemächlich. Bis Jahresende sollen Medienberichten zufolge vorerst 2.000 bis 3.000 Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Es bleibt daher abzuwarten, ob sich ein solches Geschäftsmodell finanziell rentiert.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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