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Disney könnte 15 Milliarden US-Dollar pro Jahr für Inhalte ausgeben: Kann Netflix mithalten?

Walt Disney Shop Disney-Aktie
Foto: The Motley Fool

Die wichtigsten Punkte

  • Netflix hat im Jahr 2019 14,6 Milliarden US-Dollar für Inhalte ausgegeben.
  • Streaming ist immer noch ein kleiner Teil der US-Bildschirmzeit im Vergleich zum linearen Fernsehen.

Die Walt Disney Company (WKN:855686) ist dafür bekannt, hervorragende Inhalte zu produzieren und einige der wertvollsten Medienwerte der Branche zu beherbergen. Das Haus der Maus macht einen Vorstoß in Streaming-Inhalte, was Netflix (WKN:552484) unter Druck setzen könnte.

Der Streaming-Pionier hat einen mehrjährigen Vorsprung vor Disney und hat bereits über 200 Millionen Abonnenten. Aber Disney holt schnell auf. Disney+ startete im November 2019 und hat bereits über 100 Millionen Abonnenten. Der anfängliche Erfolg gab Disneys Management das Selbstvertrauen, mehr zu riskieren und sich zu verpflichten, bis 2024 15 Milliarden US-Dollar für Inhalte auszugeben. Kann Netflix da mithalten?

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Content-Kriege

Netflix sagt oft, dass die Konkurrenz durch andere Streaming-Dienste den eigenen Ergebnissen nicht schadet. Auf den ersten Blick ist das vielleicht nicht leicht zu glauben. Der Streaming-Markt ist in den letzten paar Jahren mit frischen Alternativen explodiert. Wenn du jedoch bedenkst, dass die Hinzufügung mehrerer Streaming-Anbieter es wahrscheinlicher macht, dass Kunden ihren Kabelfernseh- oder Satellitenservice kündigen, macht das Argument von Netflix mehr Sinn. Infolgedessen macht Streaming laut Nielsen nur 27 % der Bildschirmzeit in den USA aus, während lineares Fernsehen 63 % hält.

Die Basismitgliedschaft von Netflix kostet 8,99 US-Dollar. Disneys Bundle, das Disney+, Hulu und ESPN+ beinhaltet, ist für 13,99 US-Dollar pro Monat zu haben. Angesichts dieser niedrigen Preise könnte ein Haushalt auch mehrere Streaming-Abonnements haben.

Disneys Ankündigung, bis 2024 15 Milliarden US-Dollar für Inhalte auszugeben, kombiniert mit beliebten Medienwerten wie Star Wars und Marvel, macht das Unternehmen zu einer beeindruckenden Option für Verbraucher. Infolgedessen sind sieben der 10 umsatzstärksten Filme aller Zeiten im Besitz von Disney. So groß ist die Beliebtheit von Disneys Vermögenswerten.

Aber Netflix ist auch bei den Ausgaben für Inhalte nicht zu unterschätzen. Im Jahr 2019 gab Netflix 14,6 Milliarden US-Dollar für Inhalte aus, 2018 waren es 12 Milliarden US-Dollar. Der Streaming-Pionier hat 209 Millionen Abonnenten und im letzten Quartal einen Umsatz von 7,3 Milliarden US-Dollar erzielt. Diese große Basis an Einnahmen gibt Netflix viel Feuerkraft im Wettbewerb. Der Unterschied wird sein, dass Netflix nicht über eine so hohe Qualität an Medienwerten verfügt, auf die es bauen kann.

Was das für die Investoren bedeuten könnte

Am Ende sollte dieser Kampf zwischen den Streaming-Giganten großartig für die Zuschauer sein. Mehr Ausgaben für Inhalte werden wahrscheinlich dazu führen, dass es viele großartige Filme und Shows zu sehen gibt. Wenn das mehr Leute zu den Diensten lockt, dann werden auch die Investoren gewinnen. Das Ziel dieser Streaming-Anbieter sollte nicht sein, gegeneinander zu konkurrieren. Vielmehr sollten sie mit anderen Unterhaltungsoptionen konkurrieren. Es gibt Platz für mehrere Gewinner in diesem schnell wachsenden Markt.

Disney und Netflix würden gerne die Aufmerksamkeit von Alphabets YouTube und sogar von Facebook abziehen. Die Leute haben nur eine begrenzte Zeit und wenn du dir Videos auf YouTube ansiehst, bist du nicht auf Netflix. Ähnlich verhält es sich, wenn du auf Facebook browst, schaust du nicht Disney+.

Daher können Investoren die Ausgaben für Inhalte als eine gute Sache für die gesamte Branche ansehen.

Dieser Artikel stellt die Meinung des Verfassers dar, der mit der „offiziellen“ Empfehlungsposition eines The Motley Fool Premium-Beratungsdienstes nicht übereinstimmen kann. Eine Investitionsthese zu hinterfragen – sogar eine eigene – hilft uns allen, kritisch über das Investieren nachzudenken und Entscheidungen zu treffen, die uns helfen, klüger, glücklicher und reicher zu werden.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Randi Zuckerberg, eine ehemalige Direktorin für Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook und Schwester des CEO Mark Zuckerberg, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Parkev Tatevosian auf Englisch verfasst und am 11.08.2021 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Facebook, Netflix und Walt Disney. 

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