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Siemens Gamesa und Nordex im Sturzflug – was ist hier los?!

Schokierter Mann vor rotem Chart Börsencrash
Foto: Getty Images

Die Nordex-Aktie (WKN: A0D655) und auch die Siemens Gamesa Renewable Energy-Aktie (WKN: A0B5Z8) kommen mal wieder so richtig unter die Räder. Aktuell verliert die Siemens Gamesa-Aktie ganze 14 % und auch die Nordex-Aktie kostet 6 % weniger als noch vor einem Tag (Stand: 15.07.2021).

Grund dafür ist, dass Siemens Gamesa eine Gewinnwarnung veröffentlicht und die Prognose für das Gesamtjahr gesenkt hat. Sehen wir uns die Zahlen deshalb einmal genauer an, um herauszufinden, wie groß die Auswirkungen sind und ob Nordex das gleiche Schicksal droht.

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Siemens Gamesa macht 150 Mio. Euro Verlust

Im Ende Juni zu Ende gegangenen Quartal, das bei Siemens Gamesa dem dritten Geschäftsquartal entspricht, sehen die Zahlen insgesamt sehr durchwachsen aus. Auf der einen Seite konnte der Umsatz um etwa 12 % auf knapp 2,7 Mrd. Euro gesteigert werden. Auf der anderen Seite steht aber ein Verlust von etwa 150 Mio. Euro vor Zinsen, Steuern und diversen Sondereffekten. Gegenüber dem Vorjahr, als der Verlust auf gleicher Basis bei 161 Mio. Euro lag, ist hier also praktisch keine Verbesserung erkennbar.

Auch im Gesamtjahr ist nun nicht mehr mit einem Gewinn zu rechnen. Denn auf dieser Basis wird aktuell eine Gewinnmarge von 0 bis -1 % erwartet. Bisher sollte ein Wert von 3 bis 5 % erreicht werden.

Positiv zu erwähnen ist aber die Tatsache, dass der Orderbacklog leicht auf 32,5 Mrd. Euro gestiegen ist. Man sammelt also weiterhin mehr neue Aufträge ein, als abgearbeitet werden. Das ist ein gutes Zeichen für die zukünftige Preisentwicklung und den Umsatz. Aber um auch wieder Gewinne zu schreiben, muss Siemens Gamesa die Probleme im Zusammenhang mit der Produkteinführung in den Griff bekommen.

Aber kann man daraus jetzt auch schließen, dass bei Nordex eine Gewinnwarnung vor der Tür steht?

Muss Nordex auch die Prognose senken?

Schauen wir uns dazu noch einmal genauer an, auf welche Faktoren der Verlust bei Siemens Gamesa zurückzuführen ist: Das Unternehmen nennt drei wesentliche Einflüsse, die das Ergebnis in erheblichem Umfang belastet haben. Zum einen sind da die stark gestiegenen Rohstoffpreise, die die Produktionskosten erhöht haben. Ein weiterer Punkt sind gestiegene Kosten für eine neue Produkteinführung. Und zu guter Letzt haben auch noch Lieferschwierigkeiten, insbesondere in Brasilien, das Ergebnis belastet.

Insgesamt klingt es so, als wäre ein guter Teil der Probleme hausgemacht! Zwar werden die steigenden Rohstoffpreise auch Nordex belasten, aber je nachdem, wie die Lieferverträge dort aussehen, könnten die Auswirkungen auch sehr viel geringer ausfallen als beim Konkurrenten Siemens Gamesa. Auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Nordex erst vor zwei Monaten die Prognose noch einmal bestätigt hat, ist wohl nicht mit einer ähnlich drastischen Gewinnwarnung zu rechnen.

Bei Nordex hat der Trend in den letzten Quartalen eher in die andere Richtung gezeigt. Der Konzern hatte jahrelang mit hohen Verlusten zu kämpfen und erwartet in diesem Jahr endlich die Rückkehr in die Gewinnzone. Die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll wieder auf 4 bis 5 % steigen und im nächsten Jahr sogar auf 8 %. Vielleicht wird die Prognose auch noch leicht gesenkt, da die Rohstoffkosten das Ergebnis belasten. Aber mit so einer dramatischen Anpassung rechne ich aus heutiger Sicht nicht.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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