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BioNTech-Aktie im Zickzack-Modus – wohin wird die Reise gehen?

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Foto: Getty Images

Die BioNTech-Aktie (WKN: A2PSR2) hat zur Wochenmitte ordentlich an Wert verloren. Um bis zu 15 % ist der Kurs zeitweise eingebrochen, hat sich aber in den letzten Tagen dann doch wieder bis auf 182,75 Euro erholt (Stand: 09.07.2021). Ist das ein Zeichen, dass die Zeiten der rasant steigenden Kurse vorbei sind? Nicht unbedingt!

BioNTech ist noch nicht am Zenit angekommen

BioNTech ist durch die Pandemie praktisch über Nacht zum Giganten geworden. Allein im ersten Quartal, in dem die Impfungen gerade erst begonnen haben, konnte BioNTech bereits einen Umsatz von mehr als 2 Mrd. Euro erzielen. Noch beeindruckender war aber der gigantische Gewinn!

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Satte 1,1 Mrd. Euro sind nach Steuern hängen geblieben. Das entspricht unglaublichen 4,39 Euro je Aktie! BioNTech ist also aktuell etwa mit dem 41-Fachen des Quartalsgewinns bewertet. In dem Quartal wurden die Impfstofflieferungen aber wie bereits erwähnt gerade erst hochgefahren. Im gerade abgelaufenen Quartal dürften die Zahlen deshalb noch deutlich besser ausgefallen sein. BioNTech veröffentlicht zwar keine Prognose für einzelne Quartale oder das Geschäftsjahr, aber es gibt dennoch Hinweise darauf, dass das Unternehmen noch einige Zeit so erfolgreich sein könnte.

Denn am Ende des ersten Quartals hatte BioNTech bereits unterzeichnete Lieferverträge im Umfang von mehr als 12,4 Mrd. Euro allein für dieses Jahr. Insgesamt sollen bis Jahresende 1,8 Mrd. Impfdosen ausgeliefert werden. Bis Anfang Mai hatten davon erst etwa 450 Mio. Impfdosen ihren Weg in die Impfzentren und Arztpraxen gefunden. Wie viele Dosen davon bis Ende des ersten Quartals ausgeliefert wurden und damit in den Quartalszahlen bereits berücksichtigt sind, ist nicht klar. Aber im ersten Quartal lag der Umsatz bei „nur“ zwei Milliarden Euro. Auf das Jahr hochgerechnet ergäbe das einen Umsatz von acht Milliarden.

Kurzfristig viel Potenzial

Da BioNTech aber Lieferverträge im Wert von 12,4 Mrd. Euro für das laufende Jahr in trockenen Tüchern hat, lässt sich leicht ausrechnen, dass das zweite Quartal und auch die zweite Jahreshälfte noch deutlich besser ausfallen werden als die ersten drei Monate.

Dieser unerwartete Reichtum hilft dem Unternehmen dabei, die Forschung in anderen Bereichen zu finanzieren. Im Juni hat BioNTech beispielsweise bekannt gegeben, dass ein erster Patient mit einem neuartigen Medikament gegen Krebs im Rahmen einer klinischen Studie behandelt wurde. Die Entwicklung und Zulassung solcher Medikamente und Impfstoffe verschlingt sehr viel Geld und ist mit einem hohen Risiko verbunden. Dank des erfolgreichen Corona-Impfstoffs hat BioNTech nun die nötigen Ressourcen, um die Entwicklung zu finanzieren und auch eventuelle Fehlschläge zu verkraften.

Damit das auch so bleibt und BioNTech weiterhin einen wertvollen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie beitragen kann, wird die Fertigungskapazität immer noch weiter hochgefahren. Bis Jahresende soll die Kapazität auf bis zu drei Milliarden Impfdosen pro Jahr steigen. Im kommenden Jahr soll es sogar noch mehr werden. Für die BioNTech-Aktie stehen die kurzfristigen Chancen auf weitere Kursgewinne deshalb aus meiner Sicht sehr gut. Schwieriger wird es, diese Gewinne langfristig zu halten. Denn früher oder später werden andere Medikamente den Impfstoff als Umsatzbringer ablösen müssen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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