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Royal Dutch Shell, BP & Co.: „OPEC in schwerster Krise seit 2020“

silhouette of working oil pumps on sunset background
Foto: Getty Images

Bei Ölaktien wie Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S), BP (WKN: 850517) und Co. hat es in den letzten Tagen eine Überraschung gegeben: Die Gespräche der OPEC verliefen im Sande und es hat kein Ergebnis gegeben. Das wiederum führte dazu, dass die Notierungen von Brent und WTI zeitweise stark in die Höhe schossen und neue Mehrjahreshochs erreichten. Und die Aktienkurse der Öl- und Erdgasmultis gleich mit.

Allerdings könnte die Ausgangslage im Gesamtmarkt durchaus prekär sein, auch für die Aktien wie Royal Dutch Shell, BP und Co. Das liegt möglicherweise daran, dass sich die OPEC in einer der schwersten Krisen der letzten Jahre befindet. Wobei der Vergleichswert mit 2020 und dem Disput zwischen Russland und Saudi-Arabien gar nicht so weit entfernt liegt.

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Gerade das könnte die Ausgangslage jedoch noch schwieriger machen. Riskieren wir daher heute einen Blick auf ein sich womöglich veränderndes und nicht mehr ganz so einheitliches Kartell. Das sich, je nach Lesart, an einem wichtigen Scheideweg befinden könnte.

Royal Dutch Shell, BP & Co.: OPEC in der Krise?

Im Moment ist es, wie gesagt, überaus vorteilhaft für Royal Dutch Shell, BP und andere Ölkonzerne, die von der OPEC abhängig sind. Durch die Nichteinigung kam es nicht zu einer Anhebung des Angebots, die Nachfragesituation scheint sich zu erholen. Ein idealer Mix für Preisanstiege. Allerdings: Das Kartell könnte damit womöglich auch die Kontrolle verlieren, wenn man Kritikern und Skeptikern glauben mag.

Anlass für das Scheitern sind die Diskrepanzen zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wobei letztere Fördernation überproportional von einer Ausdehnung des Angebots profitieren möchte. Mögliche Folgen könnten sogar in Zukunft eine Beendigung der Mitgliedschaft der Vereinigten Arabischen Emirate in der OPEC sein. Das wiederum könnte die Macht über die Kontrolle der Förderquoten schwächen. Beziehungsweise zu vermehrten Individuallösungen führen, wenn auch andere Mitgliedstaaten sich am Beispiel dieses Mitglieds orientieren möchten.

Auch, dass sich die OPEC nicht auf ein Fortsetzen der Gespräche einigen konnte, gilt als schwieriges Zeichen. Wie CNBC berichtet, würden Back-End-Gespräche weiterlaufen. Allerdings seien Ergebnisse womöglich schwierig zu erzielen. Es könnte daher eine harte Probe für den Zusammenhalt des Kartells sein. Und damit möglicherweise eine ungewisse Zukunft für Ölkonzerne wie Royal Dutch Shell, BP und Co. geben.

Warum ist das so wichtig …?

Die OPEC erfüllt bis jetzt weiterhin eine wichtige preisstützende Funktion im Ölmarkt. Allerdings ist ihre Macht bereits durch die US-Schieferölproduktion ein wenig ins Wanken geraten. Mithilfe von Russland und anderen Plus-Mitgliedern wollte das Kartell eigentlich die Quoten und Förderungen intensiver kontrollieren.

Sollte es jetzt einzelne Staaten geben, die sich offensichtlich gegen ein einheitliches Vorgehen aussprechen, könnte diese Macht bröckeln. Angebot und Nachfrage im Ölmarkt konnten weniger kontrollierbar sein. Auch für Ölaktien wie Royal Dutch Shell, BP und die anderen könnte das zu einem Problem heranreifen. Wobei immer noch Hoffnung besteht, dass über kurz oder lang doch Lösungen gefunden werden können.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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