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CureVac-Aktie: Es ist noch nicht alles verloren!

Coronavirus Covid19 Impfstoff Corona-Impfung
Foto: Getty Images

CureVac (WKN: A2P71U) hat vor wenigen Tagen eine Bombe platzen lassen. Nachdem sich die klinischen Studien mit dem Impfstoff CVnCoV erst sehr viel länger hingezogen haben als erwartet, zeigte eine Zwischenauswertung, dass die Wirksamkeit nicht den Erwartungen entspricht. Das hat den Aktienkurs in einer ersten Reaktion um 50 % abrutschen lassen. Einen Tag später kam eine leichte Erholung um etwa 7 %, sodass eine Aktie aktuell 52,38 Euro kostet (Stand: 18.06.2021).

CureVac muss die Studien noch weiter verlängern

Ursprünglich war geplant, die klinischen Studien bis Ende des laufenden Quartals abschließen zu können. In dem Fall hätte der Impfstoff im besten Fall schon im nächsten Quartal eine Zulassung erhalten können. Laut der Zwischenergebnisse zeigt der Impfstoff allerdings aktuell nur eine Wirksamkeit von etwa 47 %. Noch dazu konnten bisher nur verhältnismäßig wenige Infektionsfälle ausgewertet werden. Von insgesamt 464 untersuchten Infektionsfällen haben nur 134 die studienrelevanten Kriterien erfüllt. Für ein abschließendes Ergebnis wird CureVac noch mindestens 80 weitere Fälle auswerten. Dadurch könnte sich das Ergebnis theoretisch noch deutlich verändern.

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Doch selbst wenn sich die Wirksamkeit nicht verbessern sollte, könnte der Impfstoff beispielsweise für bestimmte Altersgruppen zugelassen werden. Denn aus den Daten geht offenbar eine bessere Wirksamkeit in den Altersgruppen unter 60 Jahren hervor. Oder CureVac modifiziert den Impfstoff, um eine bessere Wirksamkeit zu erreichen.

Das größte Problem, mit dem CureVac zu kämpfen hat, ist die hohe Zahl an Mutationen, die inzwischen einen Großteil der Infektionen ausmachen. Unter den 124 sequenzierten Virussträngen befand sich nur ein einziger Infektionsfall mit dem ursprünglichen Virus, gegen das der Impfstoff ursprünglich entwickelt wurde.

Aus finanzieller Sicht ist das Ergebnis für CureVac aber voraussichtlich keine gute Nachricht. Denn eigentlich war geplant, in diesem Jahr Hunderte Millionen Impfstoffdosen auszuliefern. Die Lieferverträge dafür hat sich das Unternehmen schon vor längerer Zeit gesichert. Ob der Impfstoff die hohen Kosten für die Entwicklung wieder reinholen kann, ist inzwischen ungewisser denn je.

Die Hoffnung liegt in der zweiten Impfstoffgeneration

Für CureVac wird deshalb nun der bereits in der Entwicklung befindliche Impfstoff der zweiten Generation umso wichtiger. Dieser Impfstoff soll im Gegensatz zur ersten Generation auch vor den neueren Virusstämmen schützen. Die klinischen Studien sollen im nächsten Quartal starten und eine Zulassung im Jahr 2022 ermöglichen.

Sollte sich dieser Impfstoff als wirksamer herausstellen, könnte CureVac wohl doch noch einen wertvollen Beitrag zum Kampf gegen die Pandemie leisten. Für die Aktionäre werden die kommenden Monate aber eine Zitterpartie. Denn die Kosten für die Produktentwicklung, die Vorbereitung der Produktion und die Durchführung der klinischen Studien sind eine enorme finanzielle Belastung. In den vergangenen Quartalen hat CureVac deshalb hohe Verluste ausgewiesen. Irgendwann muss CureVac beweisen, dass sich die Investitionen auch auszahlen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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