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Bayer-Aktie unter Druck – Glyphosat bleibt eine tickende Zeitbombe

Bayer - Glyphosat
Foto: Bayer AG

Die Monsanto-Übernahme vor wenigen Jahren hat Bayer bisher kein Glück gebracht. Seit Jahren ist die Bayer-Aktie (WKN: BAY001) auf Talfahrt und endlose Gerichtsverfahren drücken auf die Stimmung.

Im letzten Jahr wollte der Konzern eigentlich den großen Befreiungsschlag wagen und sich von einem Großteil der Rechtsrisiken befreien. Dem wurde nun allerdings ein Strich durch die Rechnung gemacht. Das ist umso ärgerlicher, da es bis vor Kurzem noch so aussah, als könnte Bayer endlich wieder in ruhigeres Fahrwasser zurückfinden.

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Wie steht es finanziell um Bayer?

Bayer ist beispielsweise relativ stark in das laufende Jahr gestartet. Im ersten Quartal ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum zwar noch um 4 % auf 12,3 Mrd. Euro gefallen. Aber der Gewinn konnte kräftig um knapp 40 % auf fast 2,1 Mrd. Euro gesteigert werden. Daran waren allerdings hauptsächlich hohe Kosten im vergangenen Jahr Schuld, die den Gewinn stark belastet haben.

Profitabel ist Bayer also eindeutig. Dennoch ist die finanzielle Lage eher angespannt. Denn auf dem Konzern lastet eine Nettoverschuldung von mehr als 35 Mrd. Euro! Diese Schulden sind im Wesentlichen eine Altlast der Monsanto-Übernahme, die man seitdem mit sich herumträgt. In den vergangenen Jahren wurden schon einzelne Geschäftsbereiche veräußert und Aktien ausgegeben, um die Verschuldung zu verringern.

Insgesamt hat das aber alles nicht viel ausrichten können. Insbesondere war es bisher kaum möglich, die Gewinne zu verwenden, um den Schuldenberg zu verkleinern. Das liegt unter anderem daran, dass Bayer sich mit Monsanto auch noch milliardenschwere Rechtsrisiken eingefangen hat. Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Vergleiche mit Klägern geschlossen, die den Konzern Milliarden kosten. Diese Milliarden werden im Laufe des Jahres abfließen und die finanzielle Situation weiter belasten. Daher wird der Schuldenberg in diesem Jahr trotz üppiger Gewinne eher leicht wachsen, statt dahinzuschmelzen.

Glyphosat-Risiken bleiben weiter bestehen

Abgesehen von dem Umsatzanstieg ist bisher leider wenig Erfreuliches an Resultaten dieser milliardenschweren Übernahme zu sehen. Beispielsweise ist der Gewinn vor Steuern zwischen den Geschäftsjahren 2016 und 2019 von 4,77 Mrd. Euro auf nur noch knapp 2,9 Mrd. Euro gefallen.

Die Aktionäre haben das in diesem Jahr mit voller Wucht zu spüren bekommen. Seit der Übernahme vor einigen Jahren hat sich der Aktienkurs schon halbiert. Aktuell kostet eine Aktie nur noch 51,80 Euro (Stand 03.06.2021). Vor Ankündigung der Übernahme kratzte der Aktienkurs schon an der Marke von 120 Euro. In diesem Jahr kommt noch hinzu, dass die Dividende deutlich von 2,80 auf 2,00 Euro gekürzt wurde. Mit dieser Maßnahme werden allein 0,8 Mrd. Euro eingespart, die dringend benötigt werden, um die Verschuldung in Grenzen zu halten.

Auch in Zukunft ist Bayer nicht vor weiteren Klagen im Zusammenhang mit Glyphosat geschützt. Deshalb hat Bayer einen neuen Plan veröffentlicht, wie damit umgegangen werden soll. Kernpunkt des Plans ist, dass die entsprechenden Produkte weiter verkauft werden und wissenschaftliche Studien in Auftrag gegeben werden, die die Sicherheit der Produkte belegen sollen. Leider ändert das wenig daran, dass es wohl auch in Zukunft zu weiteren Klagen kommen wird und Bayer damit einem nicht kalkulierbaren Risiko ausgesetzt ist.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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