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Oatly und Beyond Meat im Visier: Kann Danone mit neuem CEO wieder angreifen?

Lebensmittel
Foto: Getty Images

Als starker Dividendentitel ist Danone (WKN: 851194) seit vielen Jahren schon ein heißer Kandidat für jedes Portfolio. Die Aktie notiert bei 59,33 Euro (Stand: 31. Mai 2021). Nun hat der Lebensmittelkonzern einen neuen CEO präsentiert. Können wir Foolishe Investoren deshalb in neuen Wachstumsfantasien schwelgen?

Antoine de Saint-Affrique kommt vom Kakao-Weltmarktführer

Barry Callebaut heißt sein vorheriger Arbeitgeber. Nun soll er Danone aus einer Minikrise führen. Denn vor allem in Sachen Nachhaltigkeit hapert es beim Konzern.

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Vor seiner Zeit bei dem Schoko-Giganten arbeitete der 57-Jährige 15 Jahre lang bei Unilever in der Nahrungsmittel- und der Hautpflegesparte. Auch für Danone war er bereits tätig: als Manager der damaligen Tochter Amora-Maille, eines Herstellers von Senf und Essig, der mittlerweile zu Unilever gehört.

Die Erwartungen an den neuen Chef sind hoch. Sowohl bei der Nachhaltigkeit als auch bei der Steigerung des Aktienkurses soll er die Aktionäre, die Mitarbeiter und die Kundschaft überzeugen.

Danone benötigt dringend wieder mehr Power auf Führungsebene

Der Strategieschwenk des Konzerns hat noch nicht funktioniert. Emmanuel Faber, der Vorgänger von Antoine de Saint-Affrique, galt lange Zeit als Vorzeigemanager, war zuletzt jedoch in die Kritik geraten. Aktivistische Fonds machten den Anfang. Später kritisierte auch die Mehrheit des Danone-Verwaltungsrats, dass Faber zwar viel über soziale und ökologische Verantwortung des Unternehmens rede, doch zu wenig auch wirklich umsetze.

Emmanuel Faber hat sich lange für Akquisitionen auf dem Feld der veganen Ernährung stark gemacht. Doch richtig konsequent waren seine Versuche nicht. So finden wir bei Danone heute nicht weniger gezuckerte Getränke als vor Fabers Amtsantritt. Auch einige Hedgefonds hatten zuletzt Änderungen im Management angemahnt.

Der neue CEO gilt als harter Hund

Bei Barry Callebaut sorgte er für niedrigere Kosten und straffere Abläufe. Das könnte er nun auch bei Danone bewirken.

Aber auch auf der Produktseite ergeben sich in Zukunft einige Chancen. Noch vor ein paar Jahren hätte womöglich niemand gedacht, dass sich mit Hafermilch und Erbsen-Bratlingen viel Geld verdienen lässt. Newcomer wie Oatly (WKN: A3CQRG) und Beyond Meat (WKN: A2N7XQ) zeigen heute, wie das Geschäft starke Umsätze generieren kann.

Institutionelle Investoren wollen natürlich mitverdienen: Im Jahr 2020 flossen rund 3 Mrd. US-Dollar in vegane Start-ups. Vom Trend zu nachhaltigen Investments profitieren die wenigen Vegan-Konzerne überdurchschnittlich. In Klimasünder wie fossile Brennstoffe zu investieren ist längst out.

Dank der Übernahme von Alpro ist Danone mittlerweile Marktführer für Pflanzenmilch. Im Gegensatz zu Oatly fehlt es den Franzosen nicht an den notwendigen Fabriken, um die hohe Nachfrage bedienen zu können.

Danone hat ein Problem: Glaubwürdigkeit

Danone hat in diesem Segment dennoch zu kämpfen. Start-up-Marken genießen bei umweltbewussten Kunden oft ein besseres Ansehen als große Konzerne, die auf neue Trends setzen wollen.

Danone ist weiterhin keine Wachstumsmaschine. Aber ein wenig Wachstumsfantasie ist uns angesichts der stark laufenden Vegan-Bio-Trends dennoch vergönnt. Spannend wird vor allem zu beobachten sein, wie der neue CEO Antoine de Saint-Affrique das Geschäft vorantreiben wird.

In den letzten zehn Jahren stieg der Umsatz im Durchschnitt um 3,3 %, der Nettogewinn um 0,5 % pro anno. Das sind für einen solchen Giganten aus der Lebensmittelbranche ganz normale Werte. Sie reißen die Tenbagger-Jäger natürlich nicht von ihren Hockern. Als sicherer Fels kann die Danone-Aktie aber jedes Depot bereichern.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Beyond Meat Inc.

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