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Nestlé-Aktie: Ein Qualitätsproblem?

Foto: Getty Images

Die Nestlé-Aktie (WKN: A0Q4DC) gilt vielen Investoren vor allem als eines: als besonders defensiv, dividendenstark und weitgehend unzyklisch. Das Portfolio mit starken und bekannten Lebensmitteln ist schließlich weder saisonal noch in irgendeiner Weise von Konkurrenz bedroht. Das erkennen wir auch mit Blick auf die Dividende, die eigentlich seit Jahrzehnten wächst.

Allerdings gibt es immer mal wieder auch Kritik an Nestlé und der Aktie. Teilweise, was das Geschäft mit dem Wasser angeht. Oder auch den Gesundheitsfaktor der jeweiligen Produkte. Genau das letztere Kapitel geht jetzt in eine neue Runde. Hier ist ein Blick auf aktuelle Schlagzeilen rund um den schweizerischen Lebensmittelkonzern. Und was Foolishe Investoren davon halten sollten.

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Nestlé-Aktie: Ungesund?

Wie wir zur neuen Woche vernehmen können, gab es eine Schlagzeile der Financial Times, wonach das Management hinter der Nestlé-Aktie selbst augenscheinlich einen mangelnden Gesundheitsfaktor bei den eigenen Produkten einräumt. Ein Dokument, das, so wie ich das lese, nicht offiziell bestätigt ist. Indem es dem Bericht zufolge jedoch Aussagen gibt, wonach die Hälfte der Standardlebensmittel und Getränkeprodukte nach australischen Standards nicht als gesund gelte.

Das Management reagierte relativ plötzlich, indem man erklärte, dass man die eigene Strategie für die Ernährungs- und Gesundheitssparte überarbeite. Dabei überprüfe man das gesamte Portfolio. Zudem dürfe man nicht vergessen, dass diese Aussagen nicht repräsentativ für den Konzernumsatz seien. Eher würden die Randprodukte unter diese Kategorie fallen. Für wichtige Bereiche wie Babynahrung, Tiernahrung und spezielle Gesundheitsprodukte gebe es außerdem andere Standardrichtlinien, anhand derer die Gesundheitsverträglichkeit überprüft werde.

Man glaube allerdings grundsätzlich bei Nestlé, dass eine gesunde Ernährung bedeute, eine Balance zwischen Wohlbefinden und Genuss zu finden. Das impliziere auch einen Spielraum für Genussmittel, die in Maßen konsumiert werden. Klingt letzterer Satz wie ein teilweises Eingeständnis? Ja, möglicherweise schon.

Schlechte Nachrichten für Foolishe Investoren?

Die Kernfrage ist jetzt möglicherweise, ob das schlechte Neuigkeiten für die Nestlé-Aktie sind. Grundsätzlich sind solche Themen natürlich immer ein bisschen ärgerlich. Sie rücken den schweizerischen Lebensmittelkonzern in ein schlechteres Licht, selbst wenn die Aussagekraft einen erweiterten Kontext bedarf. Allerdings sollten Foolishe Investoren die Kirche im Dorf lassen.

Wer beispielsweise Nesquik trinkt, KitKat isst oder auch auf andere Schokoladenprodukte aus dem Hause der Schweizer setzt, dürfte sich kaum über einen hohen Zuckergehalt wundern. Auch die Cornflakes, beispielsweise, sind natürlich ein Anknüpfungspunkt, der das Bild ein wenig verzerren dürfte. Mündige Konsumenten wissen das vermutlich richtig einzuschätzen.

Deshalb: Eigentlich ändert sich an der Investitionsthese wenig, wobei Verbesserungen natürlich ein wichtiger Schritt sein können. Wenn es das Management der Schweizer schaffen sollte, solche Schlagzeilen auszuräumen, wären Foolishe Investoren vermutlich ein kleines bisschen beruhigter.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nestlé.

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