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Royal Dutch Shell-Aktie: Jetzt kommt Druck in den Konzernumbau

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Bei der Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) dürfte es operativ zuletzt wieder etwas runder laufen. Der britisch-niederländische Öl- und Erdgaskonzern profitiert von den Ölpreisen. Mit Blick auf einen Barrelpreis von fast 70 US-Dollar je Barrel Brent ist die Ausgangslage überaus bequem. Gewinne und freie Cashflows dürften aus dem operativen Geschäft möglich sein.

Mittel- bis langfristig ist das jedoch möglicherweise nicht mehr der Fall. Zumindest die Beziehung zwischen Ölpreisen und dem Gesamterfolg von Royal Dutch Shell könnte geringer werden. Im Rahmen eines Konzernumbaus möchte das Management klimaneutraler werden. Und eben auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren.

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Die eigenen Bemühungen sind augenscheinlich jedoch nicht ausreichend, wie jetzt ein Gerichtsurteil unterstreicht. Der britisch-niederländische Konzern scheint damit faktisch zu einem schnelleren Konzernumbau gezwungen zu sein, hier ein paar interessante Details.

Royal Dutch Shell: Bittere Pleite vor Gericht

Royal Dutch Shell musste sich zuletzt im Rahmen eines Gerichtsurteils in Den Haag geschlagen geben. Umweltorganisationen und rund 17.000 Privatpersonen haben gegen den britisch-niederländischen Konzern geklagt. Wobei es um Klimaziele und einen Prozess rund um die Verpflichtung solcher Öl- und Erdgasmultis ging. Und eben die Emissionen, die vom derzeitigen Kerngeschäft mit fossilen Brennstoffen ausgehen.

Das Gericht jedenfalls hat den Klägern recht gegeben und Royal Dutch Shell im Rahmen des Urteils konkrete Auflagen erteilt. Demnach müsse der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid bis zum Jahr 2030 um 45 % gesenkt werden. Vergleichswert für das Urteil ist das Jahr 2019. Zudem ist der Gesamtkonzern mit dem Urteil zum Schutz des Klimas selbst verpflichtet. Das gelte auch für eigene, verbundene Unternehmen, Zulieferer und Endabnehmer. Ein hartes, garantiert nicht unumstrittenes Urteil.

Einwände gegen die Begründung konnten das Gericht nicht überzeugen. Auch andere Konzerne seien von diesen Regeln betroffen, wie das Gericht bestätigte. Möglicherweise muss der britisch-niederländische Öl- und Erdgasmulti sich daher in Zukunft schneller von Projekten mit Öl und Erdgas trennen, um die Auflagen aus dem Urteil einzuhalten.

Druck: Ein schlechter Wegbereiter?

Dass Royal Dutch Shell jetzt beim Thema Konzernumbau unter Druck gerät, könnte ein Hindernis sein. Bitter ist schließlich, dass sich das Management sowieso zu einem nachhaltigeren Fußabdruck bekannt hat. Allerdings scheinen die derzeitigen Pläne nicht schnell genug zu gehen. Zumindest nicht für die Kläger und das zuständige Gericht.

Wenn dieses Urteil rechtskräftig ist, könnte das das Management von Royal Dutch Shell in die Situation bringen, sich in den nächsten Jahren rascher von Beteiligungen an Öl und Erdgas zu trennen. Spannend dürfte dabei bleiben, ob die Verkaufserlöse darunter leiden. Oder auch nicht, faktisch gibt es schließlich häufig keine andere Wahl als einen Verkauf.

Insgesamt dürfte auch interessant sein, ob hier das letzte Worte bereits gesprochen ist. Das Management von Royal Dutch Shell möchte offenbar in Berufung gehen. Möglicherweise ist das Urteil daher überaus streitbar, was weitere Wendungen eröffnen könnte.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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