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Warum die Heidelberger Druckmaschinen-Aktie schon 194 % gestiegen ist

Welche Aktien sollte man jetzt kaufen?
Foto: Getty Images

Heidelberger Druckmaschinen (WKN: 731400)-Aktien sind in den vergangenen zwölf Monaten schon mehr als 194 % gestiegen (25.05.2021). Damit hat sich ihr Wert fast verdreifacht. Doch welche Entwicklungen führen bei einem Unternehmen, dessen Kerngeschäft sich seit vielen Jahren im Niedergang befindet, nun zu dieser Wende?

Heidelberger Druckmaschinen übertrifft die Erwartungen

Das Geschäftsjahr der Heidelberger Druckmaschinen AG endet am 31. März eines jeden Jahres. Zuletzt stellte der Konzern für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020/2021 vorläufige Zahlen vor. Dabei lag der Umsatz mit 1.913 Mio. Euro zwar unter dem Vorjahreswert von 2.349 Mio. Euro, aber die eigene Prognose von 1,85 bis 1,9 Mrd. Euro wurde dennoch übertroffen.

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Aktien steigen meist nach dem Übertreffen der eigenen Ziele, sodass hierin ein Grund für den starken Kursanstieg zu sehen ist. Zudem dynamisierte sich im vierten Geschäftsquartal 2020/2021 die Entwicklung. So stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresquartal von 462 auf 579 Mio. Euro.

Noch wichtiger ist jedoch das Ergebnis. So übertraf auch das EBITDA ohne Restrukturierungskosten mit 146 Mio. Euro den Vorjahreswert von 102 Mio. Euro. Steigende Gewinne sind ein weiterer Kurstreiber. Unterm Strich wird Heidelberger Druckmaschinen zwar weiterhin einen Verlust ausweisen, aber er fällt geringer als im Vorjahr aus.

Neue Geschäftsbereiche legen deutlich zu

Heidelberger Druck hat sich glücklicherweise zukunftsträchtigen Bereichen wie der E-Mobilität zugewandt. Die Früchte kann der Konzern schon jetzt ernten. So wuchs der Umsatz mit Wallboxen (Ladestationen) im vergangenen Geschäftsjahr um mehr als 100 % auf über 20 Mio. Euro. Damit übertraf auch er die eigene Prognose von 15 Mio. Euro.

Noch erfreulicher ist zudem, das Heidelberger Druckmaschinen trotz des Ausbaus der Produktionskapazitäten bereits mit dem Segment einen Gewinn erzielen konnte. Mittlerweile besitzt der Konzern mit 20 % Marktanteil in Deutschland bereits eine führende Position. „Wir werden unser Angebot für E-Mobilität schnell ausbauen und so den Wert des Gesamtkonzerns weiter steigern“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Rainer Hundsdörfer die Entwicklungen.

Heidelberger Druckmaschinen besitzt also nun endlich wieder eine Wachstumsperspektive, die dem Konzern und der Aktie guttut. Aktuell werden die Produktionskapazitäten am Stammsitz Heidelberg noch in diesem Jahr verdoppelt. Zukünftig wird der Bereich über neue Produkte sowie regional erweitert. Darüber hinaus werden die Vertriebspartnerschaften ausgebaut.

Um den Sektor noch schneller entwickeln zu können, plant Heidelberger Druckmaschinen eine eigenständige Tochtergesellschaft. Sie könnte weitere Investoren anlocken, die Aufnahme neuer Gelder ermöglichen, so die Schulden reduzieren und weiteres Wachstum finanzieren.

Ein Wermutstropfen

Kurzfristig gibt es allerdings einen Wermutstropfen für die Aktie. So wirkt sich die anziehende Inflation in Form von steigenden Rohstoffpreisen aktuell negativ aus. Heidelberger Druckmaschinen muss deshalb seine Produktpreise erhöhen, was wiederum den Absatz belasten könnte.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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