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So wahrscheinlich ist jetzt ein Crash

Schokierter Mann vor rotem Chart Börsencrash
Foto: Getty Images

Wie wahrscheinlich ist ein ausgewachsener Börsencrash? Das ist mit Sicherheit eine Frage, die sich so mancher Investor gegenwärtig stellt. Ich bin überzeugt davon, dass wir im Tech-Segment zumindest von einer größeren Korrektur sprechen können. Vielleicht nicht mit Blick auf alle Aktien, aber die Corona-Profiteure hat es zuletzt ziemlich hart erwischt.

Bleiben wir jedoch bei der Kernfrage: nämlich, wie wahrscheinlich jetzt ein Börsencrash ist. Genau wissen können wir das natürlich nicht. Aber wir können gut und gerne einen Blick in die Vergangenheit als Indikator riskieren. Sowie auf Faktoren, die dabei überaus relevant sind.

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So wahrscheinlich ist ein Crash: Die Vergangenheit

Die längerfristige Historie der weltweiten Aktienmärkte kann ein wertvoller Indikator bei der Beantwortung der Frage sein, wie wahrscheinlich jetzt ein weiterer Crash ist. Fest steht jedenfalls: Es gibt eine gewisse Regelmäßigkeit, mit der Börsen korrigieren oder auch mal brutal abstürzen.

So können wir beispielsweise festhalten, dass sich eine marktbreite Korrektur von 10 % alle ca. 1,87, aufgerundet ca. 2 Jahre, ergibt. Eine schöne Regelmäßigkeit, die eigentlich die Normalität solch volatiler Phasen betont. Größere Korrekturen von 20 % des breiten Marktes, die eher als Crash bezeichnet werden können, gibt es hingegen Pi mal Daumen alle 4 Jahre. Ab dann wird es richtig spannend. Um 30 % bricht der breite Markt ca. einmal pro Dekade ein, größere Korrekturen sind hingegen historisch noch seltener.

Das könnte jedoch unterm Strich eine trügerische Statistik sein. Mit Blick auf das letzte COVID-19-Jahr 2020 mag sich so mancher Investor in trügerischer Sicherheit wiegen. Die Statistik und die Durchschnittswerte sagen jedoch kaum etwas über die derzeitige Ausgangslage aus. Sie können eigentlich nur zeigen: Es gibt regelmäßig Korrekturen oder auch einen Crash, deren Wahrscheinlichkeit ist statistisch messbar und relevant. Größere, marktbreite Korrekturen oder ausgewachsene Börsencrashs sind hingegen eher eine Seltenheit.

Indikatoren, die man kennen sollte

Wie meine US-Kollegen bei ihren Recherchen herausgefunden haben, ist das sogenannte Shiller-KGV wohl ein ziemlich guter Indikator, wenn man einen Crash ermitteln möchte oder aber wie wahrscheinlich ein solcher ist. Historisch gesehen ist es ab einem Wert von 36 immer ein wenig kritisch geworden. Wobei auch das natürlich bloß eine Orientierungshilfe sein kann, die statistisch relevant gewesen ist, aber keine Aussagekraft für die jetzige Situation an den Aktienmärkten haben muss.

Es mag dich vielleicht ein wenig verunsichern, aber einige US-Portale geben diesen Wert jetzt mit für den S&P 500 ca. 36,5 an. Das könnte zeigen: Eine Korrektur oder ein Crash ist womöglich wahrscheinlich. Aber trotzdem, wie gesagt: Das muss nicht so kommen.

Der US-Aktienmarkt ist in den letzten Jahren stets teuer gewesen, eine Erholung der US-Wirtschaft könnte diesen Wert relativieren. Auslöser wie beispielsweise Inflation oder Zinsängste können natürlich kontraproduktiv wirken. Aber im Endeffekt sind alles bloß Indikatoren.

So wahrscheinlich ist ein Crash: Gemischte Signale …?

Im Endeffekt sehen wir: Ein Crash ist möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich. Aber das können wir nicht mit Sicherheit sagen. Eine ausgewachsene stärkere Korrektur und einen tiefen Börsencrash haben wir erst letztes Jahr gesehen. Statistisch gesehen ist es daher unwahrscheinlich, dass der Aktienmarkt erneut richtig stark einbricht. Aber möglich, zumal ein Indikator wie ein Shiller-KGV ein hohes Bewertungsmaß mit einem solchen Risiko nahelegt. Sicherheiten gibt es diesbezüglich aber natürlich nicht.

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