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TUI-Aktie: Das falsche Signal

TUI-Aktie
Foto: Getty Images

Bei der TUI-Aktie (WKN: TUAG00) ist vieles in Bewegung. Der Turnaround in diesem Sommer scheint mehr und mehr wahrscheinlich. Wohl auch, weil sich weitere Regionen, die für den Tourismus von Bedeutung sind, öffnungsbereit zeigen. Der angeschlagene Reisekonzern ist ja schließlich nicht der einzige Akteur in der Branche, der von Öffnungsschritten abhängig ist.

Trotzdem bleibt die TUI-Aktie für Foolishe Investoren ein schwieriger Gesamtmix. Die Schuldenlast, der Turnaround und operative Veränderungen prägen das Chance-Risiko-Verhältnis. So wie beispielsweise ein Signal, das für mich das absolut falsche ist. Riskieren wir einen Blick auf eine wesentliche Veränderung.

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TUI-Aktie: Diskussionen rund um Servicepauschale

Wie jetzt unter anderem die Nachrichtenagentur dpa berichtet, ist die sogenannte Servicepauschale ein Thema, das für die Reisebranche und auch für die TUI-Aktie von Bedeutung ist. Immerhin hat sich der Reisekonzern den Entwicklungen innerhalb des Marktes angeschlossen und möchte für die Dienstleistungen in Reisebüros eine Pauschale zwischen 15 und 39 Euro erheben. Zumindest ist das der Fall, wenn sich in der Zwischenzeit und seit meinem letzten Blick nix verändert hat.

Für einige Branchenvertreter ist das der richtige Schritt. Kunden wünschten sich demnach eine qualitative Beratung und seien bereit, dafür auch in die Tasche zu greifen. So zitiert die dpa zumindest einen Branchenkenner und -vertreter. Es gibt jedoch auch eine Kehrseite bei der ganzen Diskussion: Nämlich die, wonach Reisekonzerne sich ins eigene Fleisch schneiden.

So urteilt beispielsweise der Vorsitzende des Verbandes unabhängiger Reisebüros, dass es sich hierbei um ein falsches Signal handele. Zugegebenermaßen spricht der Funktionär nicht für Konzerne, die sich hinter der TUI-Aktie verstecken. Sie sind schließlich nicht unabhängig. Allerdings kritisiert der besagte Vorsitzende, dass es ein falsches Signal sei, Kostensenkungen an Verbraucher weiterzugeben. Eine Perspektive, bei der ich grundsätzlich geneigt bin, sie zu teilen.

Das Kernproblem: Ein falsches Selbstverständnis

Für mich als Analyst zeigt sich bei solchen Schritten, wie sie unter anderem TUI oder auch DER gegangen sind, dass sie offensichtlich ein falsches Selbstverständnis besitzen. Oder aber womöglich nicht einschätzen können, welche Konkurrenz es gibt. Service-Dienstleistungen schön und gut, aber auch im Reisemarkt spielt sich zukünftig eine Menge in den Weiten des WWW ab.

Mit einer solchen Servicepauschale könnten mehr und mehr Verbraucher ins Internet getrieben werden. Beziehungsweise dahin, ihre Reisen digital zu buchen. Das könnte im Nachhinein eine Belastung für die TUI-Aktie sein, wenn sich dadurch die Marktanteile signifikant verschieben. Vergleichsportale sind schließlich kostenlos, liefern ebenfalls wichtige Informationen und Erfahrungswerte. Und könnten aufgrund der geringeren Kosten vermehrt zur Anlaufstelle erster Wahl werden.

Auch deshalb meide ich die TUI-Aktie aufgrund solcher mutigen Experimente. Zumindest das Risiko, dass der Gesamtkonzern die Lage und den Wert der Beratungen falsch einschätzt, ist mir zu hoch. Mit einem solchen Signal kann man bei mir unternehmensorientiert jedenfalls keinen Blumentopf gewinnen. Oder vielleicht auch eben zukünftig weniger Kundschaft.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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