The Motley Fool

3.894 Euro Einkommen oder 500.000 Euro Vermögen? Herzlichen Glückwunsch: Du bist reich

Foto: Matt Koppenheffer

Reichzu  sein oder reich zu werden mag auch für viele Investoren ein wichtiges Anliegen sein. Vielleicht kommt es dir komisch oder snobistisch vor, das zu lesen: Es ist vom Grundsatz her jedoch kein falsches Ziel, das Maximale aus seinem Vermögen herausholen zu wollen. Schämen solltest du dich daher nicht, wenn du derartige Ziele formulierst.

Fragt sich bloß: Wann ist man hierzulande denn reich? Das ist eine wirklich interessante Frage, die man aus vielerlei Perspektiven heraus beantworten kann. Aber auch der 6. Armuts- und Reichtumsbericht unserer Bundesregierung liefert wertvolle Indikatoren, ab welchem Einkommen oder Vermögen man in diese Kategorie zählt. Lass uns im Folgenden daher einmal ein kleines bisschen stöbern.

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Reich: Einkommen und Vermögen im Blick

Der Armuts- und Reichtumsbericht unserer Bundesregierung blickt aus zwei verschiedenen Blickwinkeln darauf, wer hierzulande als reich gilt. Es gibt zwar auch eine Menge anderer Dinge, die in diesem Bericht interessant sind, beispielsweise die Dynamik in Zeiten von COVID-19, Verschiebungen von Vermögen und viele andere Dinge. Im Endeffekt sind es jedoch harte Zahlen, die viele interessieren dürften.

Reich gilt gemäß diesem Bericht, wer ein Einkommen in Höhe von 3.894 Euro vorweisen kann. Wie wir der Presse rund um diesen Bericht entnehmen können, bedeutet das unter anderem, dass ein Oberstudienrat aufgrund seines Einkommens als reich gilt. Eine Sichtweise, die natürlich diskutabel ist. Aber auch zeigt: Reich kann sein, wer gefühlt gar nicht so weit vom Durchschnitt entfernt liegt.

Um mit einem Vermögen die Marke „reich“ zu durchbrechen, wird gemäß dem Bericht ein Vermögen von 500.000 Euro benötigt. Wobei augenscheinlich sämtlicher Besitz und nicht nur Geldvermögen dazugezählt wird. Viele Häuslebauer und -besitzer zählen demnach faktisch zur vermögenden Bevölkerungsschicht. Auch das führt wiederum zu vereinzelter Kritik daran, dass der Bericht der Bundesregierung offenbar viele Durchschnittsbesitzer in eine reiche Schublade steckt.

Was du davon mitnehmen solltest

Ein solcher Bericht wie der Armuts- und Reichtumsbericht unserer Bundesregierung sollte natürlich kritisch interpretiert werden. Es gibt beispielsweise regionale Unterschiede. In Metropolregionen dürfte man mit einem Einkommen von knapp 3.900 Euro als Alleinstehender nicht so weit kommen wie jemand, der eher ländlich lebt. Wenn das eigene Vermögen außerdem an Besitz wie ein Haus oder eine Eigentumswohnung mit Selbstnutz gekoppelt ist, dürften die meisten gefühlt sich selbst ebenfalls nicht als reich definieren. Das zeigt mir: Vieles ist relativ. Und eben Interpretationssache.

Die meisten, die an das Wörtchen reich denken, verbinden damit vermutlich ein deutlich höheres Einkommen oder ein größeres Vermögen. Vielleicht auch die finanzielle Freiheit oder deutlich mehr Besitz. Oder, oder, oder. Einfach nur per Definition vermögend zu sein ist daher nicht der Schlüssel zum eigenen finanziellen Erfolg. Vielleicht solltest du daher selbst definieren, was Reichtum für dich bedeutet. Und konsequent und vor allem abseits solcher Durchschnitts- und Vergleichswerte daran arbeiten.

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