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Du willst die Trivago-Aktie kaufen? Darauf musst du jetzt achten!

Foto: Getty Images

Im Sommer 2017 hatte die Trivago-Aktie (WKN: A2DH0T) ihren Höhepunkt erreicht. Das Unternehmen aus Düsseldorf wurde als eine der größten deutschen Internetfirmen gefeiert. Doch seitdem rauschte der Aktienkurs um nahezu 88 % nach unten.

Die Coronakrise hat natürlich jede Chance auf Erholung zunichtegemacht. Heute notiert die Aktie bei 2,94 Euro (Stand: 7. Mai 2021). Was können wir Investoren von der Reise-Vermittlungsplattform noch erwarten?

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Wertschöpfung durch Marketing

Trivago fährt ein Arbitrage-Geschäftsmodell. Auf seiner Plattform generiert das Unternehmen Leads, das heißt Kontaktdaten reisewilliger und urlaubshungriger Kunden. Diese Daten werden im zweiten Schritt weitervermittelt an die Reiseanbieter und Hotelketten.

Einnahmen generiert Trivago aus den Provisionen der Anbieter abzüglich der Kosten für die eingesammelten Leads. Diese Differenz ist die Arbitrage.

Das frühe Wachstum wurde mit hohen Ausgaben im Performance Marketing erkauft. Diese Schiene wird bis heute durchgezogen. Trivago skaliert zum größten Teil durch TV-Spots und dank Suchmaschinen-Marketing (SEA).

Die Marge solcher Modelle kann hoch sein

Im Fall von Trivago pendelte die Bruttomarge in den letzten sechs Geschäftsjahren zwischen 95 und 99 %.

Allein mit der Profitabilität will es noch nicht so recht klappen. Allein im Jahr 2019 erreichten die Düsseldorfer kurz den grünen Bereich. Die Nettomarge lag damals bei 2,1 %.

Erfreulich: Trotz der schwierigen Coronalage generierte Trivago im vergangenen Geschäftsjahr einen positiven Free Cashflow von 2 Mio. Euro. Das gibt etwas Hoffnung für die kommenden Monate.

Das Jahr 2021 begann auch für Trivago mit Herausforderungen

In den wichtigen Märkten sind Reisebeschränkungen und Lockdowns weiterhin aktiv. Insbesondere das Segment Developed Europe verbuchte eine sehr eingeschränkte Reiseaktivität.

In Lateinamerika war ab Februar der übliche saisonale Rückgang zu beobachten – allerdings deutlich intensiver als in den Vorjahren. In den USA belebte sich die Reisenachfrage dagegen bereits im Februar und verbesserte sich im März nochmals deutlich.

Weltweit erholen sich die Zahlen nur sehr langsam. Insbesondere interkontinentale Reisen werden kaum nachgefragt. Eine signifikante Erholung ist jedoch bei Naturreisen und Strandurlauben zu beobachten.

Trivago hat seine Marketing-Aktivitäten entsprechend angepasst

In den USA wurden auch wieder erste TV-Werbespots ausgestrahlt. Auf globaler Ebene hat Trivago sein Marketing-Budget im ersten Quartal 2021 jedoch deutlich gekürzt.

Die entsprechenden Kosten sanken im Vergleich zum vierten Quartal 2020 um 68 %.

Trivago hofft auf ein Post-COVID-Comeback

Die Aktivitäten der Werbetreibenden auf den Portalen von Trivago stehen natürlich in direktem Verhältnis zur Entwicklung auf dem Reisemarkt. Je schneller sich der Tourismus erholen wird, desto höhere Budgets werden die Reiseanbieter in kürzerer Zeit via Trivago investieren.

Axel Hefer, seit 2019 CEO von Trivago, und CFO Matthias Tillmann erklärten im Earnings Call am 4. Mai, dass ein klarer Trend der Erholung erkennbar sei. Je stärker die Erholung, desto geringer werde das Storno-Risiko der Reiseveranstalter. Und desto breiter und aktiver würden sie auch wieder via Trivago werben wollen.

Die Zahl der Advertiser ist weitgehend konstant geblieben

Zuletzt sind Unsicherheit und Volatilität laut Aussagen aus dem Trivago-Management deutlich gesunken. Beide Faktoren seien nach dem Coronatief wieder auf dem Weg der Besserung.

Voneinander zu unterscheiden sind hier jedoch die Zahl der Vermittlungen (als Maßstab für das Volumen) von der Conversion, die die Monetarisierung misst.

Laut Aussage des Managements ist die Conversion Rate ähnlich hoch wie vor der Pandemie, jedoch bei niedrigerem Volumen. Die Zahl der Vermittlungen sank im ersten Quartal 2021 um 55 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Hoffnung liegt nun darin, dass mit Steigerung des Gesamtvolumens auch wieder vorangegangene Umsätze erreicht werden.

Kann sich Trivago gegen die großen Plattformen behaupten?

Der Netzwerkeffekt in dieser Branche ist stark. Der Markt wird langfristig von wenigen großen Playern bestimmt. Und die Markteintrittsbarrieren sind extrem gering. Solcherlei Arbitrage-Modelle können recht einfach nachgebaut werden.

Im Mai 2019 startete Alphabet (WKN: A14Y6F) den Dienst Google Travel. Die User Experience ist beachtlich. Denn Hotels und Reisemöglichkeiten werden sukzessive auch in den Kartendienst Google Maps integriert. Und selbstverständlich landen die Suchergebnisse auch auf der Startseite von Google. Langfristig wird Trivago meines Erachtens große Probleme haben, mit dem Angebot der Mega-Suchmaschine mitzuhalten. Den Ausspruch „Ich trivagoe uns mal ein Hotel“ habe ich zumindest noch von niemandem gehört …

Und Google ist bei Weitem nicht der einzige Konkurrent

Während der Pandemie hat sich Booking Holdings (WKN: A2JEXP), zu dem auch Booking.com gehört, besonders hervorgetan. Seit Beginn der Krise konnte das US-amerikanische Unternehmen seinen Marktanteil in Europa von Quartal zu Quartal steigern.

Auch beim Blick auf die jüngsten Trivago-Zahlen ist der große Zuwachs für Booking Holdings erkennbar. Im gesamten Advertiser-Mix von Trivago gewann die Holding im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 17 Prozentpunkte. Der Anteil von Trivago-Anteilseigner Expedia (WKN: A1JRLJ) sank derweil auf 21 %.

„Mr. Market“ wurde von der Post-COVID-Euphorie gepackt

Das Kurs-Umsatz-Verhältnis der Trivago-Aktie liegt aktuell bei 7,1 und das Kurs-Cashflow-Verhältnis bei 104,3. Die Aktie ist heillos überbewertet. Anscheinend schielt „Mr. Market“ regelrecht manisch auf die Entwicklung der Reisebranche in den kommenden Monaten.

Auch aus meiner Sicht ist mittelfristig mit einer deutlichen Erholung zu rechnen. Doch Trivago im Besonderen muss mir zunächst beweisen, dass es nicht nur Volumen, sondern auch echte Werte für seine Aktionäre heben kann. Und dazu gehören auch positive Ergebnisse und Cashflows.

Von einem Investment halte ich mich im Moment fern, behalte Trivago aber auf meiner erweiterten Watchlist. Das Geschäftsfeld bleibt sehr spannend.

Unsere 3 Top-Aktien für die Post-Covid Ära

Auch die Coronakrise hat mal ein Ende. Für diese Phase sind einige Unternehmen besonders gut gerüstet.

Unsere Analysten sind von drei Unternehmen begeistert, und denken, dass sie fantastische Investitionen für die Post-Covid Ära sind. Und dass viele Anleger die Aktien noch gar nicht auf dem Radar haben.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- & C-Aktien) und empfiehlt Trivago.

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