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3 Gründe, warum du die Deutsche Bank-Aktie ignorieren solltest

Foto: Getty Images

Am 28. April durfte sich Christian Sewing, Vorstandschef der Deutschen Bank (WKN: 514000), noch für überraschend gute Quartalszahlen feiern lassen. Das EBIT lag bei 1,6 Mrd. Euro, der Nettogewinn bei 1 Mrd. Euro. Die Aktie sprang um 11 % nach oben. Heute notiert sie bei 11,29 Euro (Stand: 6. Mai 2021).

Ist dies der Aufwind, auf den wir Anleger so lange gewartet haben? Findet die Deutsche Bank wieder einen Weg zu nachhaltiger Profitabilität?

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Wichtiger Gewinntreiber ist weiterhin das Investmentbanking

Die Erträge der Deutschen Bank aus dieser Sparte stiegen im ersten Quartal um 32 % auf 3,1 Mrd. Euro und bescherten einen Gewinnanstieg vor Steuern um 134 % auf 1,5 Mrd. Euro.

Die Deutsche Bank profitierte insbesondere von den Kursstürzen zu Beginn der Corona-Krise und dem nachfolgenden Börsenboom.

Die Bankenbranche ist ein komplexes Feld

Die Investment-Sparten aller großen Häuser florieren. Hier bildet die Deutsche Bank keine Ausnahme. Viel wichtiger als der Blick auf Umsätze und Gewinne ist die Prüfung der Bilanzen.

Doch hier stehen wir Anleger vor hohen Hürden. Die Bücher von Finanzinstituten zu durchschauen, stellt ein aufwendiges Unterfangen dar. Klar ist nur, dass die alteingesessenen Platzhirsche sparen müssen.

Denn die junge Konkurrenz aus Neobanken, Neobrokern und Fintechs macht ordentlich Druck und bietet moderne User Experience zu niedrigen Gebühren. Hier muss auch die Deutsche Bank nachholen.

Wie spart die Deutsche Bank?

Als CEO Christian Sewing im April 2018 antrat, lag die Mitarbeiterkapazität (MAK) noch bei 97.130 Vollzeitstellen. Inzwischen beträgt dieser Wert 84.659 – ein Minus von immerhin 12,8 %. Entsprechend ist der finanzielle Personalaufwand zwischen den Jahren 2018 und 2020 um 11,4 % gesunken.

Doch die Kosten der Restrukturierung sind hier noch nicht inbegriffen. Sie belaufen sich allein für das vergangene Geschäftsjahr auf 688 Mio. Euro.

Noch stärker hat die Deutsche Bank unter Sewing bei den Sachkosten eingespart. Seit seinem Amtsantritt beträgt das Minus hier 14 %.

Trotz Corona blieben die Immobilienkosten stabil

Seit 2018 stagnieren die Kosten für die Büros und Filialen der Deutschen Bank – mit leichter Tendenz nach oben. Mit Blick auf den oben erwähnten MAK-Abbau bedeutet dies gestiegene Ausgaben pro Mitarbeiter.

Ich erwarte jedoch, dass dieser Posten langfristig sinken wird. Schließlich ist es bei Immobilien ähnlich wie bei Mitarbeitern. Um sie „loszuwerden“, muss zunächst Geld ausgegeben werden.

Deutsche Bank trennte sich von zahlreichen externen Beratern

Insbesondere Anwaltskanzleien haben das Institut in den Jahren 2015 und 2016 viel Geld gekostet. Damals ging es in den Rechtsstreitigkeiten um nahezu existenzielle Bedrohungen für das Institut.

Unter anderem musste es für Geschäfte mit teils wertlosen Hypothekenpapieren in den USA 6 Mrd. Euro Strafe zahlen. Sogar eine Teilverstaatlichung stand damals zur Diskussion.

Nach 2017 wurde es etwas ruhiger und die Deutsche Bank konnte diesen Kostenpunkt um 44 % senken.

Die Gesamtkosten sollen aber noch weiter sinken. Als Zielwert für 2022 hat Christian Sewing Kosten in Höhe von 16,7 Mrd. Euro anvisiert. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr betrugen sie insgesamt nur noch 19,5 Mrd. Euro.

Die Deutsche Bank stärkt ihr Kernkapital

Das Institut emittierte am 5. Mai eine neue Anleihe im Volumen von 1,25 Mrd. Euro. Der Zinskupon ist bei 4,625 % fixiert. Die Laufzeit endet regulär am 30. April 2028.

Mit dieser Maßnahme steigt das Neuemissionsvolumen auf 9 Mrd. Euro beziehungsweise mehr als 60 % des aktuellen Refinanzierungsplans.

Bitte nicht vergessen: Im Stresstest der EZB des Jahres 2018 gehörte die Deutsche Bank zu den europäischen Banken, deren Kernkapitalquote am stärksten unter Druck geraten war. Die Kernkapitalquote stürzte während der Prüfung auf nur noch 8,1 %.

Wie gut ist die Deutsche Bank auf die Corona-Folgen vorbereitet?

Wir Foolishen Investoren sollten bei Banktiteln immer auch ganz besonders auf die finanzielle Risikovorsorge achten.

Und von dieser hält das Management aktuell leider wenig. Auf lediglich 0,25 % der ausgegebenen Kredite schätzt es die notwendige Risikovorsorge im laufenden Geschäftsjahr. Die Führung spricht sogar von einem „verbesserten Kreditumfeld“.

Aus meiner Sicht ist diese Einstellung viel zu optimistisch angesichts der zahlreichen Unternehmen, die sich während der Pandemie nur mühsam über Wasser halten können.

Bei der Aktie bin ich sehr vorsichtig

Drei Gründe sprechen aus meiner Sicht dafür, sich als Investor in den kommenden Monaten zurückzuhalten.

Ich warte ab, wie sich die weiteren Maßnahmen zur Restrukturierung auszahlen werden. Wenn die Risikovorsorge auf stabilen Füßen steht und die Deutsche Bank eines Tages auch wieder nachhaltige Gewinne über einen längeren Zeitraum erwirtschaften sollte, wird auch der Mehrwert für Aktionäre steigen können.

Ich zweifle jedoch stark daran, dass die Deutsche Bank diesen Punkt mittelfristig erreichen wird und beobachte die weitere Entwicklung aus sicherer Distanz.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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