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„Mr. Market“ scheut sich noch – So viel Rendite ist jetzt mit der Covestro-Aktie möglich!

Bild: Covestro

An der Börse erlebt der Kunststoffhersteller Covestro (WKN: 606214) zurzeit einen ansehnlichen Höhenflug. In den letzten zwölf Monaten stieg der Kurs um 83 % auf aktuelle 55 Euro (Stand: 29. April 2021).

Von seinen Rekordprofiten der Jahre 2017 und 2018 ist Covestro zwar weit entfernt. Doch das Management um CEO Markus Steilemann blickt optimistisch in die nahe Zukunft. Das laufende Geschäftsjahr soll mit einem EBITDA zwischen 2,2 und 2,7 Mrd. Euro beendet werden. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital soll sich dann zwischen 12 und 17 % einpendeln.

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Was bedeuten diese Zahlen für Investoren? Gibt es mit Blick auf das Allzeithoch der Aktie im Januar 2018 noch Luft nach oben?

Das Asien-Geschäft treibt Covestro an

Das Düsseldorfer Unternehmen profitierte zum Jahresstart vor allem von der kräftigen Erholung der Nachfrage in Asien. Der Umsatz stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 % auf rund 3,3 Mrd. Euro.

Das EBITDA verdreifachte sich auf 743 Mio. Euro. Unterm Strich verdienten die Leverkusener 393 Mio. Euro und damit 19-mal so viel wie im ersten Quartal 2019.

Doch die Herausforderungen bleiben

Das Management hat richtige Entscheidungen zur richtigen Zeit getroffen. Doch das Geschäft von Covestro ist weiterhin volatil und hängt von zahlreichen Unsicherheiten ab.

Covestro spürt die Zyklen der Konjunktur schnell und heftig, denn die Werkstoffe kommen in vielen Branchen zum Einsatz: von der Automobil- über die Möbel- bis hin zur Bauindustrie. Auch Medizintechniker und Elektronikhersteller versorgt Covestro mit seinen Kunststoffen.

Die Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen will Covestro in Zukunft jedoch abbauen. Neue Abnehmer sollen vor allem in Zukunftsbranchen wie erneuerbare Energien und Elektromobilität akquiriert werden.

Covestro will sich auf die Kreislaufwirtschaft fokussieren

Der schrittweise Ausstieg aus der Öl- und Gasindustrie steht weit oben auf der Agenda des Managements. Eine neue Konzernstruktur soll dafür die nötige Basis bieten. Aus der Sparte „Performance Materials“ werden dann ab Juli dieses Jahres alle Standard- und Basisprodukte kommen. Die Sparte „Solutions & Specialties“ wird Spezialprodukte liefern, bei denen Innovation und enge Kundenbindungen entscheidend sind und die gleichzeitig weniger stark von der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung abhängen.

Auch ein Zukauf soll dabei auf die Sprünge helfen. Im Oktober des letzten Jahres akquirierte Covestro die Beschichtungssparte des niederländischen Konkurrenten DSM. Die Produkte basieren hier auf Wasser statt auf Erdöl.

Doch der Weg der Neuausrichtung ist noch weit. Schließlich sind heute mehr als 90 % der von Covestro eingesetzten Rohstoffe fossiler Natur.

Covestro bleibt ein Zykliker

Die Pandemielage verdeutlicht, dass das Geschäftsmodell Covestros vor allem von zwei Faktoren abhängt: von der konjunkturellen Lage der Weltwirtschaft und von der Preisentwicklung auf den globalen Märkten.

Doch auch in der Krise hat Covestro gut gewirtschaftet und seine finanzielle Stärke unter Beweis gestellt. Liquidität und Kreditmöglichkeiten wurden zügig verbessert. Da sich das Geschäft schneller erholte als vom Management prognostiziert, wurde dieses finanzielle Polster jedoch nicht benötigt.

Für zukünftige Investitionen hat Covestro nun also die nötigen Mittel zur Verfügung.

Die Wachstumsstory ist interessant

Das Management hat sich sportliche Ziele gesetzt. Die Restrukturierung des Konzerns hin zur Kreislaufwirtschaft wird Zeit und Geld benötigen. Zusätzlich bleibt das Geschäft insbesondere während der volatilen Pandemielage zyklisch.

Aktuell ist „Mr. Market“ noch zurückhaltend. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 23, das Kurs-Cashflow-Verhältnis bei 8,4 und das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei 1,9. Für jeden investierten Euro erhalten Aktionäre aktuell 1 Euro vom Umsatz. Das ist im Vergleich zu den Konkurrenten günstig.

Die umsatztechnisch sechsmal so große BASF (WKN: BASF11) verzeichnet aktuell deutliche niedrigere Margen. Wenn Covestro die Neustrukturierung gelingt und es seinen Marktanteil in den kommenden Jahren bei stetiger Kosteneffizienz ausbauen kann, liegt eine jährliche Rendite von 10 bis 15 % im Bereich des Möglichen.

Auch als Dividendentitel ist Covestro interessant. Bei der Jahreshauptversammlung am 16. April wurde eine Dividende in Höhe von 1,30 Euro je Aktie beschlossen. Dies bedeutet eine solide Dividendenrendite von 2,3 % auf den aktuellen Kurs.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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