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Deshalb liegt und bleibt die BASF-Aktie in meinem Depot

Quelle: BASF SE
Quelle: BASF SE

Im vergangenen April verkündete die BASF SE (WKN: BASF11) in einer Ad-hoc-Mitteilung pandemiebedingt die Rücknahme des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2020. Im Januar dieses Jahres legte das Unternehmen schließlich die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Die spannende Frage aus Anlegersicht ist nun, ob es tatsächlich so schlecht kam wie erwartet und wie die Aussichten sind.

Traditionswert mit mehreren Standbeinen

BASF wurde 1865 als Badische Anilin- und Sodafabrik gegründet und gehört zu den Gründungsmitgliedern des DAX. Das Unternehmen besteht aus sechs Segmenten: Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care und Agricultural Solutions. Ob nun als Bestandteil für Waschartikel oder durch eine Optimierung bei Saatgut – bei dieser Portfoliodiversifikation sind die meisten von uns, zumindest mittelbar, Nutzer von BASF-Produkten.

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Einordnung dieser Portfoliodiversifikation

Bei einem Unternehmen mit solch einem diversifizierten Portfolio und verschiedenen Segmenten gibt es von Investoren auch immer wieder mal die Überlegung, das Unternehmen in einzelne Teile zu zerlegen. Die kleineren Einheiten könnten dadurch wettbewerbsfähiger agieren und es könnte hierdurch aus Sicht eines Investors ein Mehrwert entstehen. Aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet ist die Summe der Einzelteile mehr wert als das Ganze.

Auf der anderen Seite wird bei einem breit aufgestellten Unternehmen die Schwäche in einem Segment durch die Stärke in einem anderen ausgeglichen und hierdurch ein möglicher Gewinnrückgang insgesamt begrenzt. Aus Anlegersicht habe ich hier auch nur ein Gesamtunternehmen zu beurteilen und nicht beispielsweise sechs nach Sparten aufgeteilte Unternehmen.

Idealerweise kombiniert die Unternehmensführung die positiven Vorzüge aus beiden Varianten und schafft hierdurch einen Mehrwert für den Investor. Nach dieser kurzen Einordnung der Portfoliodiversifikation nun ein kurzer Blick auf die Innovationskraft des Unternehmens.

Mit Innovationen in die Zukunft

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung waren im vergangenen Jahr mit rund 2,1 Mrd. Euro nahezu stabil zum Vorjahr. Fast 10 % der insgesamt über 110.000 Mitarbeiter arbeiten weltweit in der Forschung und Entwicklung, und man konnte im Jahr 2020 ungefähr 950 Patente anmelden.

Die Zukunftsperspektive im Bereich der Produktentwicklung stimmt also und erfreut den Investor. Wie sieht es aber konkret mit den Unternehmenszahlen aus?

Rückgang bei Umsatz und Jahresüberschuss im ersten Jahr der Pandemie

Der Umsatz im vergangenen Jahr betrug etwas mehr als 59 Mrd. Euro und lag damit nur geringfügig unter dem des Vorjahres. Bei diesem Rückgang ist wohl am ehesten von pandemiebedingt geringeren Absatzmengen auszugehen, angepeilt wurde hier ursprünglich eine Größe zwischen 60 und 63 Mrd. Euro.

Einen Nettogewinn erzielte das Unternehmen im letzten Jahr allerdings nicht. Nach zuvor vielen positiven Jahren verkündete das Unternehmen nun einen Verlust von ungefähr 1 Mrd. Euro, hauptsächlich aufgrund von Abschreibungen. Als Investor behält man hier natürlich die weitere Entwicklung im Auge, denn ein Verlust sollte bei einem gewinnorientierten Unternehmen, wenn überhaupt, ein vorübergehendes Phänomen bleiben.

Dividende bleibt dennoch stabil

Der Dividendenvorschlag für das Jahr 2020 soll mit 3,30 Euro auf Vorjahresniveau bleiben. Dies kann hier aber nur als Ausnahme für gut befunden werden – positiv, weil man trotz negativem Ergebnis eine Ausschüttung vornimmt, negativ wird es aber dann, wenn sich dies in kurzen Zeitabständen wiederholt.

Beim aktuellen Kursniveau beträgt die Dividendenrendite somit ungefähr 4,7 % (Stand: 31.03.2021, maßgeblich für alle Daten). Der Unternehmensvorstand strebt an, die Dividende jährlich zu steigern – sollte dies nachhaltig gelingen, dann könnte dies eine attraktive Ausgangslage für einen Einkommensinvestor sein. Umsatz und Ergebnis je Aktie sollen laut den unternehmenseigenen Prognosen in den nächsten Jahren ebenfalls gesteigert werden. Beides liest man als Anleger gerne und freut sich noch mehr, wenn dies dann tatsächlich erreicht wird.

Zusammenfassend bietet die BASF-Aktie aus meiner Sicht weiteres Potenzial für einen Einkommensinvestor mit langer Perspektive. Dieser sollte sich jedoch bewusst sein, dass vorübergehende Schwächephasen wie im vergangenen Jahr möglich sind, auch mit Auswirkungen auf die Dividende. Ob die erwähnten Prognosen dann tatsächlich so eintreten oder nicht, bleibt von einem Foolishen Investor nicht unbeobachtet. Ich behalte das Unternehmen weiter auf meiner Watchlist für mögliche Zukäufe.

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Mark Merz besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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