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Diversifikation oder Konzentration? Welcher Ansatz jetzt zielführend ist

Foto: Getty Images

Diversifikation oder Konzentration: Natürlich sind das zwei Begriffe, die sich beim Aufbau eines eigenen Portfolios eigentlich gegenseitig ausschließen. Man kann entweder als Investor in die Breite investieren oder aber eher konzentriert agieren. Beides ist kaum eine Option.

Es könnte jedoch einen gewissen Mittelweg geben. Mithilfe der Allokation kann man als Foolisher Investor schließlich selbst in einem diversifizierten Depot konzentriert agieren. Zumindest in gewisser Weise. Das zeigt, es kann vereinzelte Konzentration geben, selbst wenn man ein hohes Maß an Diversifikation anstrebt.

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Aber was ist der cleverere Schachzug? Diversifikation oder Konzentration? Vor allem jetzt in der aktuellen Marktlage? Das wollen wir im Folgenden ein wenig näher betrachten.

Diversifikation: Sicher sein bedeutet sicher sein?

Grundsätzlich gilt für die meisten Investoren: Mehr Diversifikation ist eigentlich selten verkehrt. Wer seine Chancen und gleichzeitig auch die Risiken streut, der bewegt sich zumindest stets irgendwo in der Mitte. Ein nicht uncleverer Ansatz für Foolishe Investoren. Allerdings womöglich eher ein Kompromiss.

Warren Buffett gehört so beispielsweise zu den größten Kritikern einer zu breiten Diversifikation. Das Orakel von Omaha predigt, dass das ein Mittel für Investoren sei, die nicht wissen, was sie tun. Wer hingegen weiß, was man macht, kann auf konzentrierte Chancen setzen. Auch um die Rendite zu maximieren, die einzelne Aktien mit einem höheren Gewicht in einem Portfolio bewirken können.

Gerade jetzt mit Blick auf die hohen Bewertungsmaßstäbe könnte Diversifikation jedoch wichtig sein. Foolishe Investoren wollen womöglich die Risiken streuen, vielleicht sogar vom Ansatz her. Günstig bewertete Value-Aktien mit einer hohen Sicherheitsmarge könnten in einer Korrektur Stabilität bieten. Mit trend- und wachstumsstarken Aktien kann man das nur bedingt erreichen. Allerdings lauert hier langfristig orientiert womöglich das größte Potenzial.

Eine breite Streuung kann jedenfalls sicherstellen, dass man als Investor mit Angst vor dem nächsten Crash etwas breiter aufgestellt unterwegs ist. Wenn das dein Ziel ist, ist eine breite Diversifikation für dich womöglich zielführend.

Konzentration: Selektiv agieren …?

Trotzdem gibt es auch gute Argumente für einen selektiven und konzentrierten Ansatz. Wer in seinem Portfolio mithilfe einer starken Konzentration seine Chancen bündelt, bietet womöglich nicht so viel Angriffsfläche für Korrektur oder Crash. Zudem lässt sich nicht leugnen, dass man bei der richtigen Aktienauswahl sein Renditepotenzial langfristig maximiert. Selektiv vorzugehen kann daher ein wichtiges Werkzeug sein, um langfristig erfolgreicher zu werden.

Konzentration führt zudem dazu, dass man sich als Investor überlegt, wo man die besten Chancen sieht. Man geht keine Kompromisse mit kleineren Einsätzen ein, die womöglich in Summe eher einem marktbreiten Ansatz entsprechen. Das ist definitiv ein Vorteil, der damit einhergeht.

Zudem sollte Angst vor einer Korrektur oder einem Crash möglicherweise nicht darüber entscheiden, wie man investiert. Die Rendite sollte langfristig schließlich Priorität besitzen, nicht unbedingt kurz- und mittelfristige Sicherheit.

Keine allgemeingültige Frage!

Konzentration und Diversifikation mögen sich daher ausschließen. Allerdings heißt das nicht, dass es dabei richtig oder falsch gibt. Es ist eher eine Geschmackssache unter Berücksichtigung der eigenen Chance- und Risikoneigung, die man als Investor besitzt. Für beide Vorgehensweisen gibt es gute Argumente, letztlich ist es dein Ansatz, der entscheiden sollte, wie viele Aktien du auswählst und wie stark du sie gewichten möchtest.

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