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Gazprom & Nord Stream 2: Polen auf Konfrontationskurs!

Foto: Gazprom

Beim Thema Gazprom (WKN: 903276) und Nord Stream 2 gibt es einige Baustellen. Neben den metaphorischen Baustellen wie den US-Sanktionen und den diplomatischen Auseinandersetzungen ist es natürlich die Baustelle selbst, die weiterhin ein Thema ist.

Nord Stream 2 ist noch nicht fertiggestellt. Allerdings hat das Management und die Spitzenpolitik Russlands in Aussicht gestellt, dass dieses Manko in diesem Jahr beseitigt werden soll. Sprich: Die Fertigstellung könnte in den nächsten Wochen und Monaten passieren.

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Trotzdem gibt es auch beim Bau Stolpersteine. Hier ist, was Foolishe Investoren momentan zu Nord Stream 2 wissen sollten. Beziehungsweise warum ausgerechnet Polen möglicherweise auf Konfrontationskurs zum Bau geht.

Nord Stream 2: Polen auf Sabotage-Mission …?

Wie jetzt unter anderem der Spiegel berichtet, gibt es beim Thema Nord Stream 2 gegenwärtig einen Disput darüber, ob Polen möglicherweise den Bau sabotiert. Das wiederum berichtet die Nord Stream AG beziehungsweise ein Leiter einer Einrichtung.

Demnach gebe es Provokationen, die ziviler und militärischer Natur sind. So sei unter anderem ein U-Boot in der Nähe des Baus beziehungsweise der Verlegeschiffe aufgetaucht. Auch Flugzeuge würden den Bau der Pipeline versuchen zu stören. Sowie Fischerei-Boote, die sich auffällig in der Nähe der am Bau beteiligten Schiffe befinden würden. Das sei, so der besagte Sprecher der Nord Stream AG, möglicherweise ein beispielloser Fall in der Geschichte.

Polen hingegen weist diese Störungen von sich. Zwar habe es Bewegungen in der Nähe gegeben. Allerdings seien gängige Abstandsregeln berücksichtigt worden. Zudem sei weder militärisch noch zivil das Ziel gewesen, den Bau von Nord Stream 2 zu stören. Die jeweiligen Marine-Schiffe würden lediglich gesetzliche Aufgaben erfüllen, ein Zusammenhang sei entsprechend nicht vorhanden. Na, ob das glaubwürdig ist …?

EU-Pipeline ein Dorn im Auge

Der polnischen Regierung ist Nord Stream 2 jedenfalls ein Dorn im Auge. Entsprechend wahrscheinlich könnte es sein, dass die Störmanöver zumindest geduldet sind. Oder womöglich sogar vonseiten der Regierung angeordnet. Wobei wir das natürlich nicht mit Sicherheit sagen können.

Klassische Transit-Staaten, zu denen nun einmal auch Polen gehört, fürchten seit Längerem, dass sie durch das Projekt aus dem Hause Gazprom an Bedeutung verlieren. Ein Interesse an der Nicht-Fertigstellung der EU-Pipeline dürfte daher vorhanden sein.

Ob Polen jedoch genügend Gewicht besitzt, um ernsthaft etwas am Bau von Nord Stream 2 auszurichten? Das ist womöglich die wichtigste Kernfrage. Die Mittel des EU-Mitgliedsstaates dürften jedenfalls begrenzt sein, zumal sich europaweit eigentlich ein Tenor pro EU-Pipeline abzeichnet. Das zeigt: Auf die eine oder andere Weise dürfte dieses leidige Thema vermutlich schnell ad acta gelegt werden können.

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