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Imperial Brands vs. Münchener Rück: Warum ich nicht auf die 9 % Dividendenrendite setze!

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Foto: Getty Images

Die Aktien von Imperial Brands (WKN: 903000) und der Münchener Rück (WKN: 843002) besitzen eigentlich kaum operative Überschneidungen. Wenn überhaupt, dann sind es eher sekundäre Merkmale, die vergleichbar sein könnten. Beispielsweise die Dividende, die beide Anteilsscheine derzeit auszahlen.

Aber auch bei diesem Thema gibt es deutliche Unterschiede. Imperial Brands kommt aktuell auf eine Dividendenrendite von 9,1 %. Die Münchener Rück schafft es hingegen auf ca. 3,7 %. Dazwischen liegen entsprechend Welten.

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Natürlich könnte Imperial Brands mit Blick auf diese Bewertung günstiger sein, trotzdem setze ich lieber auf die Münchener Rück. Das wiederum hat zwei Gründe, die ich gerne mit dir teilen möchte.

Imperial Brands, Münchener Rück: Die Basics

Ein erster Grund, weshalb ich nicht auf Imperial Brands trotz 9,1 % Dividendenrendite setze, hängt mit dem Geschäftsmodell zusammen. Die Aktie besitzt ein größeres Risiko: Nämlich, dass die Tabakbranche einiges an Gegenwind erfährt. Sowie, dass sich dieser Gegenwind in den nächsten Monaten, Quartalen und Jahren noch verschlimmern dürfte.

Versteh das nicht falsch: Ein Teil dieses Risikos dürfte in das niedrige Bewertungsmaß eingepreist sein. Trotzdem sind Tabake, Tabakprodukte und selbst Alternativen der Gesundheitspolitik ein Dorn im Auge. Die Preise werden durch Steuern erhöht, Verbote ausgesprochen. Zukünftig könnte das Angebot begrenzt werden. Der Markt ist entsprechend nicht gerade freundlich, was die Aussichten vernebelt und das Wachstum erschweren könnte.

Die Münchener Rück besitzt hingegen ein deutlich zeitloseres Geschäftsmodell, in dem Werte versichert beziehungsweise Risiken rückversichert werden. Selbst über Jahre und Jahrzehnte sehe ich kaum ein Risiko. Außer das Risiko der Schäden selbst, die jedoch zum operativen Alltag gehören. Das mag manchmal natürlich zu einem durchwachsenen Geschäftsjahr führen.

Das Management der Münchener Rück ist jedoch gut darin, Schäden zu kalkulieren und langfristig zu performen. Gerade jetzt zeigt sich das mehr denn je: Der DAX-Rückversicherer rechnet in den nächsten Jahren schließlich mit einem moderaten Wachstum, was mir zeigt: Das operative Fundament ist im Vergleich zum Tabakkonzern attraktiver.

Dividendenkürzer keine Basis

Ein zweiter Grund, weshalb ich anstatt auf Imperial Brands schwerpunktmäßig eher auf die Münchener Rück setze, hängt außerdem mit den Dividenden selbst zusammen. Imperial Brands hat die Dividende im letzten Jahr gekürzt, und zwar um ein Drittel. Damit ist die Ausschüttung zwar auf ein nachhaltigeres Niveau gehievt worden. Trotzdem ist der Bruch in der Konstanz damit vorhanden.

Die Münchener Rück zahlt hingegen vorbildhaft seit über fünf Jahrzehnten eine stets konstante Dividende mindestens auf dem Niveau des Vorjahres aus. Das ist eine mustergültige Historie, wobei wir fairerweise eines sagen müssen: Sowohl bei der Münchener Rück als auch Imperial Brands scheint das jetzige Dividendenniveau auf die eine oder andere Art nachhaltig zu sein.

Trotzdem zeigt mir der Tabakkonzern, dass in schwierigen Jahren die Dividende auch mal gekürzt werden kann. Ein weiterer Grund, weshalb ich lieber auf den DAX-Rückversicherer mit der Stabilität setze.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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