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Boomende Start-ups, VW-Offensive, Tesla-Expansion: Wer weichen wird und wer profitiert

Varta Tesla Henkel Elektroauto mit Batterie und Elektromotor
Foto: Getty Images

Man liest fast täglich von hochinnovativen Start-ups, die sich schon bald mit Elektroautos auf die Jagd nach Marktanteilen machen. Gleichzeitig will Tesla (WKN: A1CX3T) auf dem Wachstumspfad bleiben, während Volkswagen (WKN: 766403) und andere etablierte Hersteller mit einer ambitionierten Offensive aufwarten.

Allerdings gehen viele Marktexperten davon aus, dass der Autoabsatz mittel- bis langfristig stagnieren wird. Die neuen Automarken drängen folglich in einen Markt, in dem sie nur wachsen können, wenn sie anderen Marktanteile abnehmen. Doch wer wird schrumpfen oder wer könnte von der ungewöhnlichen Situation als Profiteur hervorgehen?

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Für Anleger, die sich im Bereich der Elektromobilität engagieren möchten, könnten die folgenden Überlegungen von Interesse sein.

Elektroautos: Ein dicht gedrängtes Feld aus Etablierten und Start-ups

Der Markt für Elektroautos wächst natürlich rasant im Moment, insbesondere in Europa. Deshalb stürzen sich jetzt alle darauf. Sollte in 10 bis 20 Jahren tatsächlich rund die Hälfte der verkauften Autos Stromer sein, dann wären das 50 Mio. Fahrzeuge. Schon bei einem durchschnittlichen Preis von 20.000 Euro ergäbe sich ein Markt im Umfang von 1.000 Mrd. Euro pro Jahr.

Da überrascht es nicht, dass viele Großinvestoren dort ihre Chance suchen. Zumal die Zugangsbeschränkungen im Vergleich zum stark regulierten Verbrennermotor viel geringer sind. In Amerika, Asien und Europa gibt es jeweils mindestens ein Dutzend junger E-Auto-Marken mit ersthaften Ambitionen zur internationalen Skalierung.

Die türkische TOGG will mittelfristig 175.000 Autos pro Jahr bauen, Fisker (WKN: A2P9A3) zielt auf 250.000 ab, die vietnamesische Vinfast auf 500.000 und Xpeng (WKN: AXPENG) auf 345.000. Wenn also tatsächlich rund 40 neue Marken schon in wenigen Jahren im Schnitt vielleicht 250.000 Autos vom Band laufen lassen, dann sind das zusammen 10 Millionen. Bis zum Ende der Dekade könnte sich der Wert gut und gerne noch verdoppeln. Und die vielen Millionen Autos, die Elon Musk bauen will, sind da noch nicht einmal eingerechnet.

Viele der neuen Herausforderer sind über Eigenkapitalerhöhungen und SPAC-Deals finanziell gut ausgestattet, um ihre Pläne auch tatsächlich umzusetzen und voll anzugreifen. Zum Beispiel erhält Faraday Future gerade rund 1 Mrd. US-Dollar. Von daher ist absehbar, dass diese Start-ups im Laufe des Jahrzehnts mehr als 10 % des Gesamtmarkts von rund 100 Mio. Fahrzeugen erobern werden.

Peak Auto: In Sichtweite

Das Problem dabei ist, dass der Gesamtmarkt abseits von pandemiebedingten Schwankungen kaum noch wächst. In Europa und Japan wird allein schon die Demografie für Stagnation sorgen. Je nachdem, wie gut sich Robotaxi-Systeme entwickeln, könnte sich auch in den USA und den Schwellenländern die Nachfrage abschwächen.

Die direkte Folge davon ist, dass etablierte Hersteller, die aktuell noch ihr Hauptgeschäft mit Verbrennern machen, insgesamt fast zwingend schrumpfen müssen. Längst nicht alle werden sich damit zufriedengeben. Im Gegenteil verfolgen zum Beispiel einige chinesische Autobauer ambitionierte Strategien zur Internationalisierung. Das wird für zusätzlichen Konkurrenzdruck sorgen.

Wie etablierte Hersteller auf den Boom der Start-ups reagieren

Jede etablierte Marke wird eine Antwort auf diese Herausforderung finden müssen. Einige sind bereits zurückgewichen, um sich auf ausgewählte Märkte zu fokussieren, wie zum Beispiel Chevrolet oder Infiniti. Mercedes wiederum hat kürzlich klargemacht, dass Absatzwachstum kein Ziel mehr sein werde. Stattdessen möchte das Management durch die Aufwertung von Submarken die Margen steigern. Auch über die Marktkonsolidierung dürfte ineffiziente Kapazität stillgelegt werden. Ich denke dabei etwa an die jüngste Kombination Stellantis (WKN: A2QL01).

Eine weitere Strategie besteht darin, den neuen Wettbewerb willkommen zu heißen, indem die eigenen Plattformen zur Verfügung gestellt werden. Anscheinend will Volkswagen (WKN: 766403) verstärkt in diese Richtung gehen.

Darum werden jetzt Zulieferer interessant

Das könnte erfolgsversprechend sein. Denn selbst wenn ein Absatz von 250.000 nicht schlecht für Start-ups ist, ist es doch zu wenig, um Eigenentwicklungen auf höchstem Niveau zu rechtfertigen, abseits von einigen markenbestimmenden Features. Die meisten dieser Spieler werden sich daher auf Lieferanten verlassen, um wettbewerbsfähige Größenvorteile zu nutzen. Das können dann etwa Bosch und Continental (WKN: 543900) sein, aber auch die neu aufgestellte Volkswagen Group Components.

Auf alle Fälle würde ich als Anleger im bunten Spiel der Elektromobilität nicht nur auf die scharf rivalisierenden Autobauer schielen, sondern auch gut positionierte Zulieferer im Blick behalten.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

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