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Varta will sich ein Stück vom Elektromobilitäts-Kuchen abschneiden. Kann das gut gehen?

Foto: Getty Images

Die VARTA (WKN: A0TGJ5)-Aktie war in den vergangenen Monaten auf Berg-und-Tal-Fahrt. Denn die Aktie wurde ähnlich wie die Aktie von GameStop (WKN: A0HGDX) das Ziel wilder Spekulationen. In den letzten Wochen hat sich die Lage dann allerdings etwas beruhigt und der Aktienkurs ist langsam nach unten gedriftet.

Nun gab es erneut einen ordentlichen Kurssprung. Um satte 16 % ging es auf bis zu 130 Euro rauf (Stand 16.03.2021). Diesmal waren daran aber nicht die Spekulanten schuld, sondern der Konzern selbst. Varta hat angekündigt, in Zukunft Batterien für Elektrofahrzeuge herstellen zu wollen.

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Varta erschließt sich neuen Milliardenmarkt

Diese eine Ankündigung könnte weitreichende Folgen für den Konzern haben. Denn der Markt rund um die Batterien der Elektrofahrzeuge wird in den kommenden Jahren stark wachsen. Die Zahl der jährlich verkauften E-Fahrzeuge steigt Jahr für Jahr stark an und treibt die Nachfrage nach Batterien in die Höhe. Perfektes Timing also, um in diesen Markt mit gigantischem Potenzial einzusteigen. Insbesondere kämpfen alle Autohersteller derzeit mit Problemen, sich genügend Batterien zu sichern. Daher ist jede Investition in neue Fertigungskapazitäten willkommen.

Allerdings wird die Markteinführung und vor allem die Produktion in großem Volumen noch eine Weile auf sich warten lassen. Bis Ende des Jahres soll erst mal eine Pilotanlage in Betrieb gehen.

Zurück auf den Wachstumspfad

Für die Varta-Aktionäre ist das eine willkommene Nachricht. Denn wie gesagt wird dieser Markt in den kommenden Jahren dramatisch wachsen und die Autohersteller den Zulieferern die Batterien praktisch aus den Händen reißen. Um die Nachfrage muss sich Varta daher voraussichtlich keine Sorgen machen.

Insbesondere nach der eher enttäuschenden Prognose für das laufende Jahr dürfte diese Ankündigung für Euphorie bei den Aktionären sorgen. Denn nach den extrem starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre hat Varta für dieses Jahr ein moderates Wachstum von nur noch etwa 8 % angekündigt. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr ist der Umsatz um 140 % gestiegen!

Fluch und Segen zugleich?

Auf der anderen Seite muss man aber auch betrachten, dass die Gewinnmargen der Automobilhersteller traditionell eher niedrig sind. Die Autohersteller verhandeln hart und versuchen, den Preis so weit es geht zu drücken. Solange die Nachfrage größer ist als das Angebot, dürfte das allerdings erst mal kein Problem sein. Denn wenn der eine Kunde nicht bereit ist, den geforderten Preis zu zahlen, gibt es sicher noch weitere Interessenten.

Darüber hinaus tritt Varta mit diesem Schritt gegen etliche Giganten in den Ring. Die Konkurrenz kann in gigantischen Fabriken eventuell günstiger produzieren und Varta preislich unterbieten. Darüber hinaus dürfte die Konkurrenz größere Budgets für Forschung und Entwicklung haben. Varta dagegen hat vermutlich den Vorteil, bereits über einen breiten Kundenstamm außerhalb der Automobilindustrie zu verfügen. Sollten die Preise zu stark fallen oder die Nachfrage nicht stimmen, kann man die Batterien einfach an Kunden in anderen Branchen verkaufen. Insgesamt dürfte sich Varta mit diesem Schritt aber ein gigantisches Wachstumspotenzial bei überschaubarem Risiko erschließen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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