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Vergiss Amazon! Lerne über Coupang und 5 weitere E-Commerce-Aktien weltweit

Foto: Getty Images

Amazon.com (WKN: 906866) hat einen beeindruckenden Weg vom Onlinehändler über einen offenen Marktplatz bis hin zum Logistik-, Fintech-, Medien- und Cloud-Giganten hinter sich gebracht. Aber ist die billionenschwere Amazon-Aktie noch die erste Wahl, wenn wir uns bei E-Commerce-Aktien engagieren wollen?

Erfahre hier mehr über Coupang (WKN: A2QQZ2) und andere lokale Champions weltweit außerhalb von China und den USA, die vielleicht Amazons Weg noch vor sich haben.

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Koreas Amazon: Coupang

Coupangs CEO Bom Kim wird nachgesagt, dass er Amazon-Chef Bezos nacheifert, wenn es um die totale Kundenorientierung geht. Das Unternehmen hat erheblich in seine Logistikkapazitäten investiert und es gelingt ihm, mehr als 99 % seiner Bestellungen spätestens am Folgetag auszuliefern. Dafür nutzt es den konzerneigenen Rocket Delivery Service. Das Unternehmen behauptet, dass fast 70 % der Koreaner im Umkreis von 10 Minuten um ein Coupang-Logistikzentrum leben.

Das Ergebnis dieser Anstrengungen: Coupang ist an Amazon vorbeigezogen und zum größten E-Commerce-Unternehmen des Landes aufgestiegen. Dabei ist Coupang erst zehn Jahre alt. Südkorea ist für ein langfristiges E-Commerce-Wachstum prädestiniert, dank der hohen Bevölkerungsdichte, der herausragenden Internetversorgung und des hohen Lebensstandards. Das Datenforschungsunternehmen IDC schätzt, dass der südkoreanische Markt in den nächsten drei Jahren um fast 10 % pro Jahr wachsen wird und bis Ende 2021 der drittgrößte E-Commerce-Markt sein wird.

Es gibt also viel Gutes über diese E-Commerce-Aktie zu sagen. Doch Coupang kann man, zumindest nach traditionellen Bewertungsmaßstäben, nicht als billig bezeichnen. Einer Marktkapitalisierung von 83 Mrd. US-Dollar stehen gerade einmal 12 Mrd. US-Dollar Umsatz gegenüber, bei negativen Cashflows. Da der Kurs nach dem Börsengang vor wenigen Tagen gleich um über 40 % nach oben geschossen ist, sollte man vielleicht abwarten, bis sich der Staub legt.

Japans Amazon: Rakuten

Rakuten (WKN: 927128) gilt schon seit einem Vierteljahrhundert als einer der Hauptrivalen von Amazon und hat in den letzten Jahren als Trikotsponsor des FC Barcelona auf sich aufmerksam gemacht. Sowohl in den USA als auch in Japan streiten die beiden um Marktanteile, wobei Amazon in beiden Fällen bisher die Oberhand behielt.

Die Onlineportale sind als Club organisiert, wobei Mitglieder über beliebte Shops von Drittanbietern Zugriff auf Deals bekommen und dabei Punkte sammeln können. Weltweit haben sich 1,4 Mrd. Mitglieder dafür registriert.

Das Wachstum im Pandemiejahr war vergleichsweise schwach. Die Aktie läuft seit Längerem eher seitwärts und die Marktkapitalisierung der E-Commerce-Aktie von rund 16 Mrd. US-Dollar reflektiert die Zweifel am Geschäftsmodell. Nun soll eine Geldspritze im Umfang von 2,2 Mrd. US-Dollar dabei helfen, den Service aufzurüsten und verlorenes Terrain zurückzuerobern.

Die Amazons des Südens

Wenn man sich weiter umschaut, stößt man noch auf eine Reihe weiterer interessanter E-Commerce-Spieler, die den Heimvorteil nutzen, um Amazon einen Schritt voraus zu sein.

Rund um den Äquator und weiter südlich stoßen wir beispielsweise in Südostasien auf Sea Limited (WKN: A2H5LX). Sie konnte letztes Jahr ihren Umsatz um 163 % auf über 2 Mrd. US-Dollar steigern. Von Singapur aus bedient die Plattform die gesamte bevölkerungsreiche Region von Indonesien bis Vietnam. Die Aktie hat sich fantastisch entwickelt im letzten Jahr und die Marktkapitalisierung hat ein Niveau von rund 120 Mrd. US-Dollar erreicht.

Aus Afrika tritt Jumia Technologies (WKN: A2PGZM) an, ein Spin-off von Rocket Internet mit Sitz in Berlin, das von Nigeria aus den Kontinent erobert. Weit über 100.000 Verkäufer nutzen die Plattform für ihre Geschäfte und das Überschreiten der Profitabilitätsschwelle kommt in Sichtweite.

Ein weiterer Abkömmling von Rocket Internet ist Linio, die heute von Chile aus gesteuert wird und in der Region stark positioniert ist. Sie gehört zum Handelskonzern Falabella. Bekannter ist jedoch die argentinische MercadoLibre (WKN: A0MYNP), die sich zur vorherrschenden Plattform in mehreren lateinamerikanischen Ländern entwickelt hat und auch beim Thema Fintech einiges bietet. 77 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung bei 4 Mrd. US-Dollar Umsatz erscheinen heftig, aber das Wachstum könnte es rechtfertigen.

Und Europas E-Commerce-Aktie à la Amazon?

Vielen Anlegern fällt an dieser Stelle wohl als Erstes Zalando (WKN: ZAL111) ein. Durch seine Fokussierung auf Mode würde ich das Unternehmen jedoch nicht als Amazon-Herausforderer bezeichnen. Ein paneuropäisches aggressiv wachsendes E-Commerce-Unternehmen, das Amazon nacheifert, existiert nicht. Die meisten größeren Onlinehändler sind an traditionsreiche Einzelhandelskonzerne angehängt.

Amazon am ähnlichsten ist noch die Otto Group, welche bereits seit Jahrzehnten als Vollsortimenter im Versandhandel international präsent ist. Sie verbuchte 2020 rund 10 Mrd. Euro Onlineumsätze. Mit Töchtern und Beteiligungen in den Bereichen Finanzdienstleistungen und Logistik versucht sie, Amazon die Stirn bieten.

Möglicherweise können wir sogar bald in einen Teil des Imperiums investieren. Das „Mode- und Technologie-Unternehmen“ und Otto-Spin-off About You wird schon seit Längerem als Börsenkandidat gehandelt. In diesem Jahr könnte es so weit sein.

E-Commerce und E-Payment hängen eng zusammen.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, MercadoLibre, Sea Limited und Zalando und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon.

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