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Hat die Nvidia Aktie mehr Potenzial als jeder Wasserstoff-Highflyer?

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In der letzten Woche habe ich einige Trends vorgestellt. Diese weisen ein riesiges Potenzial für die nächsten Jahre auf. Egal ob virtuelle Welten oder künstliche Intelligenz, es wird mehr Rechenpower benötigt. Damit sind Veränderungen in den Rechenzentren dieser Welt verbunden. Nvidia (WKN: 918422) könnte davon der ganz große Profiteur sein.

Jan Beckers, der den Überflieger BIT Global Internet Leaders (WKN: A2N812) verwaltet, glaubt an das Unternehmen: „Nvidia hat das bestes Management-Team aller Chiphersteller und eine exzellente Marktpositionierung, um von vielen künftigen Megatrends wie künstliche Intelligenz, autonomes Fahren oder Virtual Reality zu profitieren.“

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Was macht Nvidia aus?

Nvidia ist als Hersteller von Grafikkarten für den Gamingbereich groß geworden. Noch im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 erzielte Nvidia damit 43 % der Umsätze. Das amerikanische Unternehmen teilt sich den gesamten Markt mit AMD (WKN: 863186), dem einzigen Mitbewerber mit Relevanz. Nvidia dominiert nämlich mit seinen GeForce-GPUs und einem Marktanteil von 70 bis 80 %. Man ist also bestens positioniert, um von der steigenden Reichweite von Videospielen und Virtual Reality zu profitieren.

In Rechenzentren gibt es allerdings noch größeres Potenzial für Nvidia. Die GPUs des Unternehmens gehören zu den führenden Technologien für Anwendungen rund um künstliche Intelligenz. Im dritten Quartal 2021 ist der Umsatz im Bereich Data Center um 162 % im Vergleich zum Vorjahr nach oben geschnellt. Auf der Welt steckt in zwei Dritteln der 500 schnellsten Computer ein Grafikchip von Nvidia und alle großen Cloud-Anbieter sind Kunden.

Folglich möchte Nvidia mit ARM den Entwickler der gleichnamigen Architektur übernehmen. Dadurch versucht der Chipentwickler sein Profil noch weiter zu schärfen. Fast alle Prozessoren in Smartphones oder IoT-Geräten werden mit der Lizenz von ARM gefertigt. Viele Experten sehen auch in Notebooks oder Rechenzentren klare Vorteile gegenüber der derzeit vorherrschenden x86-Architektur. Die Trümpfe sind dabei geringere Kosten, höhere Flexibilität und bessere Leistung in vielen Anwendungsfällen. Branchengrößen wie Alphabet (WKN: A14Y6F) oder Microsoft (WKN: 870747) kritisieren die Übernahme. Sie fürchten um den Wettbewerb und ihre eigenen Chancen in der Branche.

Sensationelles, aber teures Unternehmen

Nvidia gewinnt durch zahlreiche Megatrends. Trotzdem ist die Aktie eher teuer bewertet. Das erwartete Verhältnis von Unternehmenswert zu Umsatz für das Geschäftsjahr 2022 von 17,1 (Stand: 24.02.2021) ist sportlich. Die Free-Cashflow-Rendite liegt bei 2,0 %. Angesichts der Bedenken bei der ARM-Übernahme ist mir das derzeit zu niedrig. Allerdings kommt der Chipentwickler ganz oben auf meine Watchlist. Bei Rücksetzern werde ich zuschlagen.

In der Zwischenzeit nehme ich mit TSMC (WKN: 909800) noch den Hersteller der Chips unter die Lupe. Auch den Marktführer für die Maschinen der Chipfertigung ASML (A1J4U4) möchte ich noch betrachten. Im Gegensatz zu Themen wie Wasserstoff oder Bitcoin sind die künstliche Intelligenz oder virtuelle Welten schon heute nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Hier streue ich breit, um von der nächsten Welle zu profitieren.

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Florian Hainzl besitzt Aktien von Alphabet. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A-Aktien & C-Aktien), ASML Holding, Microsoft, NVIDIA und Taiwan Semiconductor Manufacturing.

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