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Crashgefahr? ETFs erreichen kritische Masse in Europa

Foto: Getty Images

ETFs erfreuen sich einer ungebrochenen Beliebtheit unter der Investorenschar. Der Ansatz ist einfach, mit wenig Aufwand verbunden und trotzdem risikoreduziert. Da zudem marktübliche Renditen winken, könnte das für viele Investoren mit wenig Zeit oder Lust an der Börse der ideale Kompromiss sein, um mit dem Investieren zu beginnen.

ETFs besitzen natürlich auch eine Schattenseite: Nämlich ein hohes Marktvolumen, das gerade in volatilen Phasen weiteren Nährstoff für eine Korrektur oder einen Crash bieten kann. Dass das funktioniert, haben wir im letzten Corona-Crash sehr eindrucksvoll gesehen.

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Jetzt zeigt sich zudem, dass ETFs auch in Europa eine kritische Masse erreicht haben. Hier ist, was Foolishe Investoren dazu wissen sollten. Sowie auch, warum das Risiko getrost ignoriert werden kann, auch wenn es vom Grundsatz her durchaus vorhanden ist.

ETFs: Auf dem Vormarsch in Europa

Dass ETFs auf dem Vormarsch sind, ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist jedoch möglicherweise, welche Volumina sich in den kostengünstigen Index- und Passivfonds bündeln. Jetzt gibt es jedoch eine weitere Wasserstandsmeldung, die das sehr eindrucksvoll offenbart.

Gemäß einer Analyse des Datenanbieters Refinitiv im Auftrag des Handelsblatts ist jetzt bekannt geworden, dass selbst innerhalb Europas erstmals ein Vermögen von einer Billion Euro überschritten wurde. Wobei dieses Volumen sogar schon zum Jahresanfang erreicht worden ist. Das ist definitiv ein bemerkenswerter Meilenstein und eine kritische Masse.

Das Volumen nimmt außerdem konsequent weiter zu. Im Gesamtjahr 2020 sei demnach das Volumen um 91 Mrd. Euro gestiegen. Bis zum Jahre 2025 könnte sich das Volumen möglicherweise noch einmal verdoppeln. Ein klarer Wachstumsmarkt, der mehr Partizipation für Investoren schafft? Ja, gewiss.

Allerdings gibt es auch eine Schattenseite: Mit solchen Volumina, die teilweise ohne Bewusstsein für Risiken investiert werden, besteht die Gefahr einer größeren Abwärtsdynamik. Wenn die Börsen korrigieren, könnten Verkaufsordern bei ETFs eine Abwärtsdynamik noch beschleunigen. Ein Risiko, das die Märkte künftig wohl in sich tragen. Möglicherweise wird dadurch das Crashrisiko höher. Oder aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass aus einer Korrektur ein Crash wird.

Fool, bleib cool!

Falls du zu den ETF-Investoren gehörst, solltest du trotzdem die Füße stillhalten. Selbst wenn ein solches Risiko für die Märkte besteht und von ETFs ausgeht, so sollten wir trotzdem eine Sache differenzieren: Dein Ansatz ist nämlich nicht davon betroffen.

Selbst wenn die Märkte zu mehr extremen Marktphasen tendieren, so bleibt ein Trend trotzdem umgebrochen: Mittel- bis langfristig werden viele Indizes und Märkte wieder zurück zu ihrer fundamentalen Performance finden. Oder, anders ausgedrückt: Zu einem moderaten Wachstum oder Durchschnittsrenditen.

Entsprechend mag der Weg zur Rendite volatiler werden. Trotzdem können ETFs weiterhin ein Mittel bleiben, um langfristig solide Renditen einzufahren. Das ist der Deal, auf den man sich einlässt. Wobei, wie gesagt, Volatilität aufgrund größerer Volumina zukünftig vermehrt dazugehört.

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