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3 unfassbar günstige Dividendenaktien

Sparen: Geld und Münzen
Foto: Getty Images

Es ist nicht leicht, alle Marktentwicklungen des vergangenen Jahres zu verfolgen. Darunter waren heiße Börsengänge, steigende Kryptowährungspreise und der historische Short Squeeze. Wer hier alle Trends mitmachen wollte, stand am Ende vielleicht nicht mit mehr Geld als am Anfang da.

Bevor Anleger diesen spekulativen Titeln hinterherjagen, sollten sie ihr Kernportfolio mit unterbewerteten Aktien stärken, die konsistente Dividenden zahlen. Das mag schwierig erscheinen, da die Aktien auf Allzeithochs gehandelt werden. Aber auf Cisco (WKN: 878841), AbbVie (WKN: A1J84E) und Philip Morris International (WKN: A0NDBJ) trifft das zu.

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Schauen wir uns diese drei Dividendenaktien mal genauer an.

1. Cisco

Cisco, der weltweit führende Hersteller von Netzwerk-Switches und -Routern, hat die Anleger im vergangenen Jahr durch fünf aufeinanderfolgende Quartale mit Umsatzrückgängen im Vergleich zum Vorjahr enttäuscht.

Das Geschäft mit Infrastrukturplattformen hatte pandemiebedingt zu kämpfen. Diese Trägheit glich das stärkere Wachstum des kleineren Cybersecurity-Geschäfts wiederholt aus.

Positiv ist jedoch, dass Cisco für das laufende (dritte) Quartal endlich wieder steigende Umsätze erwartet, da der pandemiebedingte Gegenwind nachlässt und die Übernahme von Acacia Communications abgeschlossen ist. Analysten erwarten, dass das Umsatzwachstum von Cisco im Geschäftsjahr 2021 in etwa gleich bleibt, aber im nächsten Jahr um 4 % steigt, da sich das Infrastrukturgeschäft stabilisiert.

Dieser Ausblick ist nicht aufregend, aber Cisco zahlt geduldigen Investoren eine Dividendenrendite von 3 %. Das Unternehmen hat in den letzten zwölf Monaten nur 42 % seines freien Cashflows (FCF) für diese Dividende ausgegeben. Die Ausschüttung wurde seit der ersten Dividendenzahlung im Jahr 2011 jedes Jahr erhöht. Das niedrige Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 14 sollte auch die Abrutschgefahr der Aktie in diesem heißen Markt begrenzen.

2. AbbVie

AbbVie hatte es in den letzten Jahren nicht leicht, da sein Blockbuster-Arthritis-Medikament Humira, das 2015 noch 61 % des Umsatzes generierte, mit auslaufenden Patenten und Generika-Konkurrenz konfrontiert war. Humira machte 2020 immer noch 43 % des Umsatzes von AbbVie aus. Doch es steht bereits im Wettbewerb mit Biosimilars in Europa, und die US-Patente laufen 2023 aus.

Aber AbbVie ergeht sich nicht in Mitleid. Das Unternehmen erweiterte sein Onkologie-Portfolio durch den Kauf von Pharmcyclics im Jahr 2015 und Stemcentrx im Jahr 2016. Im vergangenen Mai erwarb man Allergan, den Hersteller von Botox.

AbbVies Kauf von Stemcentrx floppte, nachdem sein Hauptkrebsmedikament gescheitert war. Doch man erwartet, dass seine anderen Akquisitionen und Partnerschaften sein Geschäft weg von Humira diversifizieren werden. Daher erwartet Abbvie, dass seine Umsätze bis 2023 weiter steigen werden. Dann ein einjähriger Rückgang, bevor die Umsätze 2024 und 2025 wieder steigen.

Klingt nach holprigem Weg, aber AbbVie zahlt Anlegern, die sich darauf einlassen, auch eine Dividendenrendite von 4,9 %. Die Dividende hat in den letzten zwölf Monaten nur 47 % des FCF verbraucht. Das Unternehmen hat die Ausschüttung seit der Abspaltung von Abbott Labs im Jahr 2013 jedes Jahr erhöht.

Die AbbVie-Aktie wird zudem nur mit dem Achtfachen des voraussichtlichen Gewinns gehandelt. Damit ist die Aktie deutlich günstiger als viele andere Unternehmen im Pharmasektor.

3. Philip Morris International

Philip Morris International, der Tabakriese, der 2008 von Altria abgespalten wurde, bleibt aus drei einfachen Gründen eine starke Investition.

Erstens ist PMI über eine breite Palette von Märkten diversifiziert, während Altria vollständig vom US-Markt abhängig ist. Dort ist die Raucherquote bei Erwachsenen in den letzten fünf Jahrzehnten zurückgegangen. Zweitens tätigt PMI keine leichtsinnigen Investitionen wie Altria, das Milliarden von Dollar in den Kauf von Anteilen an dem E-Zigarettenhersteller Juul und dem Cannabisunternehmen Cronos Group gesteckt hat. Beide konnten bislang den Rückgang bei den Zigaretten nicht kompensieren.

Schließlich generiert PMIs iQOS-Geschäft, das Tabakgeräte verkauft, ein viel stärkeres Wachstum als sein Kerngeschäft mit Zigaretten. Altria verkauft ebenfalls iQOS-Produkte über eine Partnerschaft mit PMI, bündelt sie aber mit anderen „rauchlosen“ Produkten wie Wein.

PMIs Stärken sollten helfen, in absehbarer Zukunft stabile Erträge zu erzielen. Das Wachstum des Unternehmens hat sich im letzten Jahr während der Pandemie verlangsamt. Aber Analysten erwarten, dass der Umsatz und der Gewinn in diesem Jahr um 9 bzw. 16 % steigen werden. Das sind solide Wachstumsraten für eine Aktie, die zum 13-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt wird.

PMI zahlt eine Dividendenrendite von 5,6 % und hat diese Dividende seit dem Split mit Altria jedes Jahr erhöht. Diese Serie sollte sich fortsetzen. Das Unternehmen hat in den letzten zwölf Monaten nur 80 % seines FCF für die Ausschüttung aufgebracht.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Leo Sun besitzt Aktien von AbbVie und Cisco Systems. Dieser Artikel erschien am 14.2.2021 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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