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Könnte Warren Buffett jetzt auch auf Royal Dutch Shell setzen?

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Warren Buffett hat im Rahmen seines letzten Quartalsupdates einen mutigen Schritt gemacht. Das Orakel von Omaha ist eine vergleichsweise kleine Beteiligung bei Chevron eingegangen. Damit setzt der Starinvestor mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) auf eine Erholung des Ölmarktes und ein weiteres Mal auf die Old Economy.

Ist dieser Schritt sinnvoll? Darüber kann man mit Sicherheit streiten. Viel relevanter könnte jedoch die Fragestellung sein, ob das Orakel von Omaha auch auf die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) setzen könnte. Eine Frage, die wir im Folgenden einmal etwas näher beantworten wollen. Natürlich auch mit Blick auf den Ansatz von Warren Buffett.

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Royal Dutch Shell: Eine Aktie für Warren Buffett?

Grundsätzlich gilt: Ja, möglicherweise macht das Interesse am Ölmarkt auch die Aktie von Royal Dutch Shell zu einem potenziellen Kandidaten für Warren Buffett. Der britisch-niederländische Öl- und Erdgaskonzern profitiert natürlich auch von einer Erholung des Marktes. Alleine dass die Notierungen von Brent und WTI es zwischenzeitlich über die Marke von 60 US-Dollar geschafft haben, könnte etwas Entspannung ins operative Zahlenwerk bringen.

Eine Turnaround-Möglichkeit erscheint daher auch hier attraktiv. Zumindest, wenn Warren Buffett das so bewertet. Berücksichtigen sollten Investoren außerdem, dass Royal Dutch Shell auf einem Ölpreisniveau von unter 50 US-Dollar grundsätzlich profitabel wirtschaften kann. Ein Preisniveau von 52,17 US-Dollar hat zwischenzeitlich und durchschnittlich sogar einmal ausgereicht, um die Dividende vom Gewinn zu decken. Keine Frage: Das sind Zeichen der Stärke und des Arbeitens an einer effizienten Kostenstruktur.

Mit dem Erdgas-Markt könnte das Geschäftsmodell sogar noch diversifizierter werden. Royal Dutch Shell besitzt außerdem die Möglichkeit, im Rahmen eines Konzernumbaus und hin zur Elektrizität das eigene Geschäftsmodell noch breiter aufzustellen. Der Weg dorthin ist lang, Warren Buffett jedoch ein langfristig orientierter Investor. Macht das die Aktie von Royal Dutch Shell daher zu einem Kandidaten, der interessant für das Orakel von Omaha sein könnte.

Es ist nicht so einfach …

Grundsätzlich gibt es jedoch auch Aspekte, die gegen einen Kauf von Warren Buffett sprechen könnten. Alleine die breitere Konzernstruktur ist vielleicht sogar ein potenzielles Problem. Das Orakel von Omaha mag es schließlich einfach. Eine Wette bloß auf einen sich erholenden Ölmarkt, wie beispielsweise bei Chevron, könnte dieses Merkmal besser erfüllen.

Ein weiteres Problem ist möglicherweise der Konzernumbau. In den vergangenen Quartalen haben wir hohe Abschreibungen gesehen. Der Cashflow ist zwar unentwegt positiv gewesen. Trotzdem schätzt Warren Buffett eher profitable Geschäftsmodelle mit einer klaren Perspektive. Der Trend hin zur Elektrizität dürfte daher mit Fragezeichen verbunden sein.

Auch dass Royal Dutch Shell die Dividende gekürzt hat und jetzt lediglich moderat erhöht, könnte ein Zeichen dafür sein, dass Warren Buffett kein sonderlich großes Interesse hat. Ich schätze daher abschließend: Es gibt zu viele Aspekte, die gegen eine Investition von Warren Buffett in den britisch-niederländischen Konzern sprechen.

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway und Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Short March 2021 $225 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Long January 2023 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short January 2023 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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