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Bertrandt AG: 5 Gründe, warum Corona dem Zulieferer wenig anhaben kann

Foto: Getty Images

Corona hat die Automobilbranche schwer getroffen. Der Ergebniseinbruch, den der Branchendienstleister Bertrandt AG (WKN: 523280) für das Geschäftsjahr 2019/20 auswies, überraschte somit nicht. Selbst „Mr. Market“ blieb cool. In den letzten drei Monaten stieg der Aktienkurs sogar um 64 % (Stand: 12. Februar). Und das aus gutem Grund, denn Bertrandt stellt sich zukunftssicher auf und macht sich unabhängiger von der zyklischen Automobilindustrie.

Bertrandt fasst Fuß auf dem Medizintechniksektor

Bertrandt muss und will neue Kundensegmente erschließen, um unabhängiger zu werden. Die forschungsintensive Medizintechnik hat es dem Management besonders angetan. Der Bedarf an Entwicklungs-Know-how ist hoch, die Gründung der Bertrandt Medical GmbH Ende 2019 ein wichtiger wie auch nachvollziehbarer Schritt.

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Ein weiterer wichtiger Meilenstein wurde 2020 erreicht. Bertrandt Medical erhielt die vollumfängliche Zertifizierung nach ISO 13485 und kann nun potenziellen Kunden die notwendige Sicherheit bieten. Medizintechnikunternehmen arbeiten häufig nur mit externen Dienstleistern zusammen, wenn diese ausreichend zertifiziert sind, denn letztendlich haften die Hersteller für alle Entwicklungsschritte – auch für die, bei denen sie von Dienstleistern wie Bertrandt unterstützt werden.

Größeres Leistungsspektrum als die Konkurrenz

Bei den meisten externen Dienstleistern der Medizintechnikbranche, die über die erforderliche Zertifizierung verfügen, handelt es sich um kleine, regionale Betriebe, die sich auf einzelne Produktklassen konzentrieren. Bertrandt hingegen unterliegt keinen regionalen Grenzen und bietet Produkte aller Couleur.

Und mittels neuer Ansätze in der künstlichen Intelligenz und bei Virtual-Reality-Anwendungen will Bertrandt den Herstellern in Zukunft noch stärker helfen, den gesamten Entwicklungsprozess zu optimieren.

Starke Partnerschaften im Kerngeschäftsfeld

DAVE heißt Bertrandts neues Erfolgsrezept im Automobilsegment: Digitalisierung, autonomes Fahren, (Vehicle-)Konnektivität und E-Mobilität. Vor allem neue Kooperationen, die strategisch weiterbringen, sollen das klassische Segment des Unternehmens auch in Zukunft stärken. Vielversprechend erscheint die Zusammenarbeit mit dem Systementwickler Bozzio. Bozzio ist auf dem Gebiet von Drive-Wire-Systemen einer der führenden Anbieter in Europa und auf dem US-Markt. Diese Technologie ermöglicht das „Lenken ohne Lenkrad“. Das Fahrzeug wird stattdessen über einen Joystick oder, mit Blick auf das voll automatisierte Fahren, ganz ohne Bedienelemente gesteuert.

Einstieg in die Wasserstoff-Technologie

Vieles spricht dafür, dass der Elektromotor und die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technik in Zukunft nebeneinander existieren werden. Klug ist es von Bertrandt daher, Lösungen für beide Technologien zu bieten. Gerade in puncto Wasserstoff besitzt Bertrandt einen wichtigen Vorsprung:  Für den Umgang mit dem explosiven Gas gibt es strenge Sicherheitsbestimmungen. Bertrandt ist eines der wenigen Unternehmen, die diese erfüllen und entsprechend zertifiziert sind.

Bertrandt profitiert als Personaldienstleister

Während die Hersteller selbst nach konjunkturellen Einbrüchen eher zögerlich neues Personal einstellen, kann Bertrandt als HR-Berater relativ rasch Ingenieure und Kaufleute vermitteln und profitiert damit als einer der Ersten, sobald es nach den Corona-Umwälzungen wieder aufwärtsgeht.

Das Corona-Jahr 2020 war nicht einfach

Während der Cashflow im Gesamtjahr 2019/20 um knapp 51 Mio. Euro zulegte (+70,9 %), sank der Umsatz um 13,5 %. Das EBIT brach sogar um rund 75 % ein. Hier wirkte sich der Cashflow-Anstieg nicht aus, da dieser fast 1:1 in Investitionen gesteckt wurde. Genau richtig, wie ich finde, denn auf diesem Weg finanzierte Bertrandt den Ausbau der Segmente E-Mobilität und autonomes Fahren.

Bertrandt AG: Der Umsatz nach Segmenten im Geschäftsjahr 2019/20

Bilanz weiterhin solide

Doch auch in dem aktuell schwierigen Geschäftsumfeld weist Bertrandt eine recht gesunde Bilanzstruktur auf. Das Current Ratio von 2,4 und der Verschuldungsgrad von 0,8 sind ordentliche Werte. Die Eigenkapitalquote ging zwar von 51,5 auf 42,7 % zurück, dies ist jedoch immer noch ein guter Wert, vor allem angesichts der momentanen Umstände.

Auf seine Liquidität legte Bertrandt zuletzt großen Wert. Unter anderem wurde ein neuer Schuldschein über 200 Mio. Euro ausgegeben. Auch künftig ist die Liquidität sichergestellt. Im Ernstfall könnte der Konzern auf noch nicht in Anspruch genommene Kreditfazilitäten zugreifen.

Ein Small Cap für Geduldige

Bertrandt hat seine langfristigen Ziele fest im Blick und verfolgt diese konsequent Schritt für Schritt. Auch wenn der Fokus kurzfristig auf Kosteneinsparung und Liquiditätserhalt gelegt werden musste, wurden wichtige Investitionen in die Zukunft getätigt.

Mit einer Marktkapitalisierung von gerade einmal 518 Mio. Euro ist die Bertrandt AG wahrlich ein Small Cap. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10 sowie das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1 sind attraktiv. Doch trotz des Potenzials, das Bertrandt langfristig bietet, wäre es zum jetzigen Zeitpunkt nicht gerechtfertigt, mit allzu fantasievollen Wachstumsannahmen zu investieren. Auch wenn die digitalen Lösungen den Zeitgeist treffen, fehlt es Bertrandt derzeit an Rückenwind. Dies liegt an der hohen Abhängigkeit von der Automobilbranche.

Ich schreibe das Unternehmen jedoch nicht ab. Die Aktie erfordert Geduld. Langfristig wird die Nachfrage nach Ingenieursleistungen des Unternehmens deutlich anziehen. Sobald die konjunkturelle Delle überwunden ist, wird Bertrandt als einer der Ersten profitieren.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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