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BYD-Aktie kopiert Tesla-Aktie

Foto: Getty Images

Seit 2007 hat sich die BYD (WKN: A0M4W9)-Aktie deutlich schwächer als die Tesla (WKN: A1CX3T)-Aktie entwickelt. Doch wenn wir beide nur über die letzten zwölf Monate gegenüberstellen, haben sie tatsächlich etwa gleich stark zugelegt (11.02.2021).

Elektroautos haben infolge der Coronavirus-Pandemie eine Art Sonderkonjunktur erfahren. Während viele Verbrenner krisenbedingt weniger nachgefragt wurden, profitierten Elektroautos von vielen staatlichen Förderprogrammen. So machten sie einen großen Schritt nach vorn.

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BYD übernimmt in Australien Teslas Vertriebsmodell

Es könnte aber noch einen Grund geben, warum BYD langsam zu Tesla aufschließt. So hat der chinesische Konzern Teslas Vertrieb genau studiert. Er setzt auf den Onlinehandel und nicht auf ein umfangreiches Händlernetzwerk. Der Verkauf über das Internet ermöglicht starke Kosteneinsparungen, wodurch Elektroautos günstiger angeboten werden können. Dadurch erhöht sich ihre Attraktivität beim Kunden und der Absatz zieht an.

Dem Tesla-Vertriebsmodell werden zukünftig wahrscheinlich noch viele andere Autohersteller folgen, denn sonst fallen sie im Wettbewerb zurück.

Wie BYD Teslas Onlinevertrieb teilweise kopiert, wird jetzt in Australien und auf dem gesamten asiatisch-pazifischen Rechtslenkermarkt deutlich. Hier hat das Unternehmen mit Nexport eine Vereinbarung zum Verkauf von neuen Modellen geschlossen. Sie sollen vorerst nur über das Internet verkauft werden.

Bisher hat BYD seine Fahrzeuge selber verkauft, weshalb der Drittanbieter-Vertrag mit Nexport in Australien der weltweit erste seiner Art ist.

Onlinevertrieb für E-Autos vorteilhafter

Nexport ist bestens mit dem australischen Automarkt vertraut und weiß deshalb, dass der Elektroauto-Vertrieb über Händler aktuell nicht gut funktioniert. Mit dem Verkauf über das Internet können die Verkaufspreise hingegen um etwa 30 % gesenkt werden, was BYDs Autos für viele Kunden sehr viel attraktiver machen wird. Darüber hinaus werden sie so für viele Verbrenner-Fahrzeuge zunehmend zur Konkurrenz.

BYDs zukünftige Wagen werden mit der neuen Blade-Akku-Technik ausgestattet sein, die eine höhere Energiedichte und Sicherheit ermöglicht. So wird die Reichweite erhöht und gleichzeitig die Brandgefahr reduziert.

Bisher ist noch nicht bekannt, welche Modelle BYD in Australien neu auf den Markt bringen wird. Mit ihrer Vorstellung wird auf der Shanghaier Automesse im April 2021 gerechnet. Ab Mitte des Jahres 2021 sollen erste Vorbestellungen möglich sein, die ab 2022 ausgeliefert werden.

Tesla könnte sich an BYD beteiligen

Dass Tesla den BYD-Konzern durchaus als ernst zu nehmenden Konkurrenten betrachtet, zeigen letzte Gerüchte. Danach soll Elon Musks Konzern den Einstieg beim chinesischen Hersteller in Höhe von 20 % planen, um so in China eine noch bessere Marktstellung zu erobern. Darüber hinaus könnte BYDs Batterietechnik und -produktion für Tesla von großem Interesse sein.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfehlt Aktien von Tesla.

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