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Vergiss GameStop: Kauf stattdessen diese heißen Dividendenaktien

Foto: Getty Images

Innerhalb einer Woche sind die Aktien von GameStop von 35 USD auf 350 USD gestiegen, da Reddit-User den Aktienkurs in die Höhe schickten. Das machten sie, um Hedgefonds zu ärgern, die die Aktie geshortet haben. Das hat sich dann bei anderen Unternehmen mit hohem Short-Anteil wie AMC Entertainment Holdings fortgesetzt – was die Volatilität in die Höhe getrieben und die Anleger verwirrt hat. Dieser Effekt, gepaart mit der aktualisierten Grundsatzerklärung der Federal Reserve vom Januar, führte zum größten Rückgang des S&P 500 seit drei Monaten.

Langfristig orientierte Investoren sind besser beraten, den Lärm zu ignorieren und sich auf fundamental starke Unternehmen zu konzentrieren. Wir haben einige unserer Mitarbeiter gefragt, welche brandaktuellen Dividendenaktien ihrer Meinung nach im Moment gute Käufe sind. Ihre Antworten: Raytheon Technologies (WKN: A2PZ0R), Atlantica Sustainable Infrastructure (WKN: A116CH) und United Parcel Service (WKN: 929198).

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Auf geht’s nach oben

Lee Samaha (Raytheon Technologies): Es ist kein Geheimnis, dass die kommerzielle Luftfahrt vor einer mehrjährigen Erholung steht. Aber ein klarer Weg dorthin hat sich noch nicht abgezeichnet. Das sollte einen aber nicht davon abhalten, in die Branche und speziell in Raytheon Technologies zu investieren.

Obwohl der genaue Zeitpunkt einer Erholung des Passagieraufkommens und der Flüge noch nicht feststeht, wird das irgendwann kommen. Das Management von Raytheon glaubt, dass der kommerzielle Verkehr erst im Jahr 2023 wieder das Niveau von 2019 erreichen wird. Für ein Unternehmen, das Flugzeugtriebwerke, Erstausrüstungen für die zivile Luftfahrt sowie Komponenten und Strukturen für den Nachrüstmarkt herstellt, ist das ein Grund zur Sorge.

Doch bevor man die Aktie aufgibt, sollte man bedenken, dass Raytheon auch eine bedeutende Präsenz in der militärischen Luftfahrt hat. Darüber hinaus hat das Management gerade prognostiziert, dass es eine Menge freien Cashflow generieren werde. Der wird die Dividende (aktuelle Rendite 2,9 %) leicht abdecken und auch Aktienrückkäufe ermöglichen.

Tatsächlich trugen die beiden auf Verteidigung fokussierten Geschäftsbereiche Raytheon Intelligence and Space und Raytheon Missiles and Defense im jüngsten vierten Quartal 48 % zum Umsatz und 83 % zum bereinigten Segmentgewinn bei. Diese Umsätze im Verteidigungsbereich werden bei einer Erholung des zivilen Luft- und Raumfahrtmarktes einen wertvollen Beitrag zu Gewinn und freiem Cashflow leisten.

In der Zwischenzeit geht das Management von einem freien Cashflow von 4,5 Milliarden USD im Jahr 2021 aus. Das ist eine Zahl, die die für die Dividende benötigten 3 Milliarden USD problemlos abdeckt. Darüber hinaus will CEO Greg Hayes die verbleibenden 1,5 Milliarden USD für Aktienrückkäufe verwenden. Alles in allem ist die Dividende von Raytheon sehr gut gedeckt. Angesichts der mehrjährigen Erholung in der Luftfahrt können sich die Anleger auf weitere Dividendenerhöhungen freuen.

Starker Cashflow für saubere Energiedividende

Scott Levine (Atlantica Sustainable Infrastructure): Während Atlantica Sustainable Infrastructure (Atlantica Yield) kaum auf Reddit Thema war, hat die Aktie in letzter Zeit deutlich zugelegt. Die Aktien von Atlantica Yield haben sich in den letzten drei Monaten besser entwickelt als der Markt und sind um 29 % gestiegen. Der S&P 500 hat lediglich etwa 10 % zugelegt. Mit der Wahl von Präsident Joe Biden – einem Befürworter von erneuerbaren Energien – im November ist es nicht überraschend, dass die Investoren grünes Licht für diese Energieaktie gegeben haben. Aber nicht nur Investoren, die sich für saubere Energie interessieren, werden von Atlantica Yield angezogen. Mit einer Rendite von 3,9 % zieht die Aktie von Atlantica Yield sicherlich auch die Aufmerksamkeit von Dividendenanlegern auf sich.

Erfahrene Anleger wissen, dass die Jagd nach Dividendenaktien mit hohen Zinsen kaum eine kluge Strategie ist. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Investoren, die von einer attraktiven Ausschüttung angelockt werden, schnell enttäuscht sind. Dann stellen sie nämlich fest, dass die Finanzen des Unternehmens die hohe Ausschüttung nicht tragen können. Aber das Geschäftsmodell von Atlantica Yield sollte Skeptiker beruhigen. Als Yieldco schließt Atlantica Yield langfristige Stromabnahmeverträge ab – in Bezug auf Erdgas- und Wasseranlagen sowie Solar- und Windkraftprojekte –, die starke, beständige Cashflows generieren. So hat das Unternehmen eine gute Vorausschau auf zukünftige Finanzen. In den letzten zwölf Monaten hat Atlantica Yield beispielsweise einen freien Cashflow in Höhe von 345 Millionen USD erwirtschaftet. Das entspricht etwa 35 % des Umsatzes. Und das ist alles andere als ein Ausreißer in Bezug auf die jüngste Performance des Unternehmens. In den letzten drei Jahren hat Atlantica laut Morningstar einen jährlichen freien Cashflow erwirtschaftet, der 37,5 % seines Umsatzes entspricht. Ganz zu schweigen von dem Geld, das das Unternehmen in Form der Dividende an die Investoren zurückgegeben hat.

Präsident Bidens sofortiger Wiedereintritt in das Pariser Abkommen ist kaum das einzige Signal, dass er sich für erneuerbare Energien einsetzt. Kürzlich äußerte er sein Interesse daran, die Fahrzeugflotte der US-Bundesregierung auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Er kündigte außerdem ein Ende für neue Öl- und Gasbohrungen auf US-Bundesland an. Dann wäre da noch die Verlängerung der Steuergutschriften für Solar- und Windenergie, die im jüngsten Konjunkturprogramm enthalten sind. Das alles deutet darauf hin, dass Aktien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien wie Atlantica Yield gut für die Zukunft aufgestellt sind.

Eine E-Commerce-Aktie, die gerade erst startet

Daniel Foelber (UPS): Die Aktien von UPS hatten ein heißes Jahr 2020 und erzielten eine Gesamtrendite von rund 50 %. Und das aus gutem Grund. Das Unternehmen verzeichnete im zweiten Quartal in den USA einen Rekordanstieg des durchschnittlichen täglichen Paketvolumens. Im Anschluss an diese Leistung wurden im dritten Quartal hervorragende Ergebnisse erzielt, da Umsatz und Gewinn pro Aktie (EPS) im Jahresvergleich zweistellig wuchsen. Wie andere Aktien aus dem Bereich der Paketzustellung profitiert UPS von der steigenden Relevanz des E-Commerce. Allerdings profitiert das Unternehmen nicht nur von einem kurzfristigen Rückenwind. Es hat wichtige Investitionen in seine Segmente E-Commerce, Gesundheitswesen und Automobil getätigt. UPS geht davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Dienstleistungen in den kommenden Jahren steigen wird.

Zusätzlich zum Ausbau der nationalen Präsenz stellte UPS-CEO Carol Tome fest, dass die internationalen Umsätze und die Umsätze im Bereich Supply Chain und Fracht im dritten Quartal „das höchste Quartalswachstum seit fast drei Jahren“ waren. Der Bereich Supply Chain und Fracht war jedoch das schwächste Segment des Unternehmens. Der operative Gewinn und die Margen sind unter Druck geraten. Es überrascht daher nicht, dass das Unternehmen neulich die Entscheidung bekannt gab, UPS Freight für 800 Millionen USD zu verkaufen. Das wird UPS helfen, sich auf den Ausbau seiner nationalen und internationalen Präsenz in den USA zu konzentrieren.

Das starke Umsatz- und Gewinnwachstum von UPS stützt seine stabile Dividende. Das Unternehmen hat seine Dividende seit 2001 kontinuierlich erhöht und zahlt nun vierteljährlich eine Dividende von 1,01 USD pro Aktie. Das ist eine Rendite von 2,5 %. Das ist mehr als die durchschnittliche Rendite des S&P 500 von 1,55 %. Angesichts der Stärke des zugrunde liegenden Geschäfts sollte UPS gut seine Dividende weiter steigern können.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Daniel Foelber, Lee Samaha und Scott Levine besitzen keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 30.1.2021 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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