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Daimler-Aktie mit Freudensprung: Jetzt kommt die lang erhoffte Aufspaltung

Quelle: Daimler AG

Seit Jahren wurde darüber spekuliert, ob Daimler (WKN: 710000) mit seiner Lkw-Sparte denselben Weg einschlagen wird wie Konkurrent VW. Dieser hat seine Lkw-Sparte vor wenigen Jahren unter dem Namen Traton (WKN: TRAT0N) an die Börse gebracht. Aber trotz aller Ähnlichkeiten verfolgt Daimler dabei eine andere Strategie als VW (WKN: 766403). Schauen wir uns genauer an, wie diese Strategie aussieht und was das für Daimler-Aktionäre bedeutet.

Abspaltung in eigenen Konzern

Ähnlich wie VW es vor Jahren getan hat, hat Daimler das Lkw-Geschäft in ein eigenes Unternehmen ausgegliedert. Anders als der Wolfsburger Konkurrent plant Daimler aber scheinbar nicht langfristig an dem neuen Unternehmen beteiligt zu bleiben. Denn schon im Herbst will Daimler die Mehrheit an dem Unternehmen abgeben. Gleichzeitig wird sich Daimler einmal mehr einen neuen Namen geben. In der Vergangenheit hieß der Konzern schon Daimler-Benz oder auch eine Zeit lang Daimler-Chrysler. Diesmal wird es Mercedes-Benz sein.

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Der Plan hinter dieser neuen Struktur ist es, sich besser auf das jeweilige Geschäft fokussieren zu können. Beide Konzerne werden in den kommenden Jahren eine Menge Herausforderungen bewältigen müssen. Insbesondere der Wandel hin zur Elektromobilität dürfte die Ressourcen beider Konzerne enorm beanspruchen. Genau das könnte auch einer der Hintergedanken dieses Plans sein. Denn wenn das Lkw-Geschäft ein eigenständiger börsennotierter Konzern ist, ist er auch finanziell unabhängiger. Das Lkw-Geschäft kann sich in Zukunft unabhängig über die Börse mit Kapital versorgen.

Was bedeutet das für Daimler-Aktionäre?

An der Börse ist die Nachricht über die geplante Aufspaltung hervorragend angenommen worden. Der Kurs der Daimler-Aktie ist zeitweise um mehr als 8 % in die Höhe geschnellt.

Einer der Gründe dürfte sein, dass Anleger eine insgesamt bessere Performance erwarten, wenn die Unternehmen sich nicht gegenseitig beeinflussen. Im vergangenen Jahr beispielsweise war Daimler Truck mit einem starken Umsatz- und Ergebniseinbruch eher ein dunkler Fleck in der Bilanz. Wenn Mercedes-Benz nun unabhängig ist, wird die Aktie nur noch die Performance des Geschäfts mit Pkws abbilden. Als Anleger bekommt man also keinen Anteil an einem Konglomerat mehr, sondern einen Anteil an einem hoffentlich fokussierten Unternehmen.

Aber auch die Art, wie Daimler Truck an die Börse gebracht wird, könnte sich für die bestehenden Aktionäre auszahlen. Denn man versucht keinen traditionellen Börsengang, sondern ein Spinoff. Das bedeutet, dass einfach ein Großteil der Aktien an Daimler Truck an die Aktionäre in Form einer Dividende weitergereicht werden. Als Aktionär muss man also nichts machen, um hinterher an beiden Unternehmen beteiligt zu sein und hoffentlich von der stärkeren Fokussierung zu profitieren. Ob sich die Aktien beider Unternehmen aber für die Anleger erfreulich entwickeln, ist keineswegs in Stein gemeißelt. Die Traton-Aktie beispielsweise steht heute mit 23,45 Euro (Stand: 03.02.2021) etwa 11 % tiefer als beim Börsengang vor 1,5 Jahren.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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