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Deutsche Bank und Commerzbank: Bank-Aktien auf dem Weg in Richtung null?

Crash: Blick in den Abgrund Korrektur Börsencrash Aktiencrash
Foto: Getty Images

Seit Jahren krebsen die Deutsche Bank-Aktie (WKN: 514000) und die Commerzbank-Aktie (WKN: CBK100) vor sich hin. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Das hat die Commerzbank mit ihrem neuen Strategiepapier eindrucksvoll bestätigt. Von einer „tiefgreifenden Restrukturierung” ist gleich im ersten Absatz die Rede. Das strahlt nicht unbedingt Optimismus aus.

Wie aber könnte es für die Deutsche Bank-Aktie und ihre kleine Schwester stattdessen weitergehen? Vieles spricht dafür, dass sich die Krebserei in Richtung Nulllinie fortsetzt. Einen Turnaround erwarte ich hingegen nicht.

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Commerzbank-Aktie: Abschied vom Wachstum

Jahrelang haben viele Banken hierzulande einen Wachstumskurs verfolgt und sich dabei eine erbitterte Marktanteilschlacht geliefert. Geholfen hat das niemandem: Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind regional weiterhin stark, und Digitalangebote von Fintechs haben es der Deutschen Bank und der Commerzbank noch mal schwieriger gemacht, neue Kunden zu gewinnen. Die Strategie „aus den Kosten rauswachsen“ ging nicht auf. Der Kursverlauf der Commerzbank-Aktie ist der beste Beweis.

Daher ist es erst einmal nicht verkehrt, dass die Commerzbank sich nun neu ausrichtet. Der neue Fokus liegt auf Profitabilität. Schluss mit niedrigen Gebühren – von nun an wird „leistungsadäquat bepreist“. Weiterhin sollen im großen Stil Filialen geschlossen (340 von 790 Zweigstellen) und Stellen gekürzt werden (jeder dritte Arbeitsplatz in Deutschland). Ein zusätzlicher Fokus wird auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit gelegt.

„Stabile“ Erträge: Reines Wunschdenken?

Die Commerzbank geht als Ergebnis von 20 % niedrigeren Kosten im Jahr 2024 aus, verglichen mit 2020. Die Erträge sollen demgegenüber „weitgehend stabil“ bleiben. Eine wahrscheinlich bewusst schwammige Formulierung, die möglicherweise auch das Ergebnis von Wunschdenken ist. Und die das eigentliche Problem dieser Strategie darstellt.

Denn die Corona-Pandemie hat die niedrigen Zinsen für die kommenden Jahre zementiert. Um den wirtschaftlichen Totalausfall Corona zu bekämpfen, haben europäische Staaten viele Schulden aufgenommen. Nun sind sie darauf angewiesen, dass Geld nichts kostet, damit sie nicht in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Und auch die Erholung der Gesamtwirtschaft würde durch steigende Zinsen wahrscheinlich ausgebremst. Und das bedeutet, dass die Zinsmargen für die Commerzbank und die Deutsche Bank wohl schmal bleiben werden.

Gleichzeitig drücken der Gesetzgeber und der scharfe Wettbewerb auf die Banken. Außerdem ist es für Deutsche Bank und Commerzbank schwer, Wettbewerbsvorteile zu entwickeln. Am Ende macht es keinen Unterschied, bei welcher der beiden Banken du dein Girokonto unterhältst. Du bekommst im Grunde das identische Angebot.

Für mich gilt: Finger weg von Bank-Aktien!

Dieses Umfeld ist toxisch, und daher meide ich Bank-Aktien wie der Teufel das Weihwasser. Aus meiner Sicht gibt es keine Untergrenze für die Kurse der Deutsche Bank-Aktie und der Commerzbank-Aktie – bis auf die Nulllinie. Auf einen Turnaround der Bank-Aktien werde ich daher nicht setzen. Der Aktienmarkt bietet viele deutlich attraktivere Chancen.

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Christoph Gössel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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