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Jetzt 2.500 Euro investieren und 365 Euro Dividenden als Zusatzrente kassieren

Foto: Getty Images

Für Menschen, die für den Ruhestand Geld anlegen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, über Rendite und Ausschüttungen nachzudenken. Mir hilft es, in 365-Euro-Paketen zu denken, die in Form von Dividenden als Zusatzrente meinen Wohlstand mehren werden.

Darum geht’s beim 365-Euro-Modell

Wenn wir über Aktien sprechen, dann kommt oft die Frage nach der Dividende auf. Dann wird die letzte oder eine erwartete Ausschüttung ins Verhältnis mit dem aktuellen Aktienkurs gesetzt. Die resultierende Prozentzahl ist die sogenannte Dividendenrendite. Wer es etwas genauer wissen will, schaut sich zusätzlich noch die Gewinnentwicklung an und leitet die Ausschüttungsquote ab. Das ist alles schön und gut.

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Aber eigentlich ist mir als Anleger ziemlich egal, wie viel Prozent ich jetzt und in den kommenden Jahren erwarten kann. Vielmehr will ich wissen, was nach dem Renteneintritt für mich herausspringt. Wie viel muss ich investieren, um in vielleicht 10, 20 oder 30 Jahren einen Euro mehr pro Tag in der Tasche zu haben bzw. 365 Euro pro Jahr?

Ein Euro pro Tag hört sich nicht spektakulär an. Aber es bedeutet immerhin, dass man sich – einigermaßen stabile Preisentwicklung vorausgesetzt – eine kleine zusätzliche Leckerei, einen wöchentlichen Museumsbesuch oder monatlich einen kleinen Ausflug leisten kann. Und es muss ja auch nicht bei dem einen Euro bleiben: Jedes weitere Investment kann den nächsten Euro in Form von Dividenden als Zusatzrente bringen.

So werden aus einzelnen 2.500-Euro-Investments schöne Dividenden als Zusatzrente

Um schon ab nächstem Jahr regelmäßig 365 Euro Dividende kassieren zu können, muss man wohl rund 7.000 Euro in ein Unternehmen wie die Allianz (WKN: 840400) investieren. Das ist für die meisten Menschen eine Menge Geld. Doch für Anleger, die noch das eine oder andere Jahrzehnt im Arbeitsleben stehen, eröffnen sich ganz andere Möglichkeiten.

Die aktuelle Dividendenrendite kann uns dann fast völlig egal sein. Entscheidend ist, wo sie beim Renteneintritt steht. Eine SAP (WKN: 716460), die heute noch weniger als 3 % ausschüttet, könnte bis dahin mehr bezahlen als viele Dividendenschwergewichte. Einfach, weil sie mehr in ihr Wachstum investiert.

Oder nehmen wir die Deutsche Börse (WKN: 581005). Wer dort vor gut vier Jahren eingestiegen ist, der hat nicht nur den Wert seiner Investition verdoppelt, sondern kann sich auch über eine Rendite von mittlerweile 4,6 % auf die ursprüngliche Investition freuen. Und das Ende der Fahnenstange ist dort noch längst nicht erreicht. Die Ausschüttungsquote von rund 50 % würde bereits heute über 9 % Rendite erlauben, ohne an die Substanz zu gehen. Dank der hervorragenden Entwicklung des Unternehmens würde ich auf viele Jahre hinaus mit weiter steigenden Dividenden rechnen.

Eine Verdopplung von Gewinn oder Dividende innerhalb von 4 Jahren ist eher selten. Doch in acht Jahren schaffen es viele, was in 24 Jahren eine Verachtfachung (!) bedeuten würde. Um auf diese Weise mit einer ursprünglichen Investition von 2.500 Euro auf jährliche Rückflüsse von 365 Euro zu kommen, muss man auch nicht zwingend besonders jung sein. Schließlich können wir von dem positiven Trend auch während der Rente noch profitieren.

Entscheidend ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt 14,6 % Rendite auf die ursprüngliche Investition zu erhalten. Ob sie sich über den Anlagezeitraum hinweg von gut 2 % aus versiebenfacht oder von 5 % aus verdreifacht, ist letztlich fast egal.

Euro für Euro für mehr Dividenden als Zusatzrente

Je günstiger der Einstiegskurs, den wir erwischen, desto mehr Anteile bekommen wir für unsere 2.500 Euro. Und desto größer sind die Chancen, dass es tatsächlich klappt mit dem Euro pro Tag. Wichtig ist dabei natürlich, dass wir Unternehmen auswählen, die das Zeug dazu haben, über viele Jahre hinweg Umsatz und Gewinn zu steigern.

Den Gedanken, dass jede jetzt investierten 2.500 Euro mir später einmal jeden Tag bis zum Lebensende eine kleine Freude machen werden, finde ich persönlich sehr motivierend. Ich hoffe, dass er auch dich dazu veranlasst, nach Schnäppchen Ausschau zu halten, die einen weiteren 365-Euro-Baustein in deinem Depot für schöne Dividenden als Zusatzrente bilden könnten.

Und selbst optisch teure Aktien können sich im Nachhinein als Schnäppchen erweisen.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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