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Börsenmonat Februar: Aktien am Scheideweg

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Der Börsenmonat Januar ließ sich von nichts beeindrucken: Das Jahr 2021 ist turbulent mit der Capitol-Stürmung in den USA gestartet. Gleichzeitig verschlimmerte sich die Coronasituation nach den Feiertagen, was verschärfte Maßnahmen zur Folge hatte.

Andererseits führte das Hochfahren der Impfkampagnen in vielen Ländern zu einem immer greifbareren Hoffnungsschimmer. Doch wird dieser ausreichen, um die Aktien weiterhin anzutreiben? Hier ist ein Überblick, was Anleger im Börsenmonat Februar erwartet.

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Der Börsenmonat Februar im Detail

Entscheidende Phase an der Coronafront

Der Winter hält Deutschland weiterhin fest im Griff und rund um COVID wird sich zunächst nicht viel ändern. Die Lockdown-Maßnahmen wurden bereits bis 14. Februar verlängert. Und wenn sich die Statistiken bis dahin nicht ausreichend verbessern, dürfte eine weitere Ausdehnung bis Monatsende anstehen.

Sicher ist, dass die Impfkampagne im Februar noch kaum spürbare Effekte zeigen wird. Der Impfschutz entwickelt schließlich erst nach etwa einem Monat seinen vollen Schutz. Das RKI meldet zum 24. Januar, dass erst 228.763 Menschen die zweite Dosis bekommen haben. Noch ist das Impftempo mit zuletzt 87.377 Injektionen pro Tag im 7-Tage-Schnitt niedrig, was neben organisatorischen Problemen auch an der noch eingeschränkten Lieferfähigkeit von BioNTech (WKN: A2PSR2) liegt.

Diese soll allerdings schon bald behoben sein, sodass die Taktzahl im Monatsverlauf zunehmen kann. Auch der Impfstoff von Moderna (WKN: A2N9D9) dürfte im Monatsverlauf eine zunehmend bedeutendere Rolle in der Kampagne spielen. Spannend wird hingegen, wie es mit dem Wirbel um AstraZeneca (WKN: 886455) weitergeht. Über deren anderswo bereits zugelassenen Impfstoff entscheiden die EU-Behörden noch vor Monatsschluss. Zuletzt gab es Ärger wegen einseitig gekürzter Lieferzusagen. Zudem hieß es, dass das Vakzin bei älteren Menschen nur schlecht wirke.

Weitere Zulassungen, etwa des Kandidaten von Janssen, gibt es wohl erst im zweiten Quartal. Allerdings rechne ich mit ersten Statusmeldungen zur Phase-III-Studie bei CureVac (WKN: A2P71U) und den Fortschritten in der Zusammenarbeit mit Bayer (WKN: BAY001). Gleichzeitig wird es wieder etwas mehr Klarheit geben, wie groß die von Virusvarianten verursachten Probleme wirklich sind.

Kurzum: Im Börsenmonat Februar werden sich die Hinweise verdichten, ob die Impfkampagnen die erhoffte Wirkung zeigen. Falls noch nicht in Deutschland, dann sicherlich in fixeren Ländern wie Großbritannien und Israel. Die Erkenntnisse daraus könnten die Anleger in Euphorie versetzen – oder in Depression.

Berichtssaison in heißer Phase

Die meisten Unternehmen haben im Dezember ihr Geschäftsjahr beendet und viele davon werden im Februar darüber berichten. Am 2. Februar wird Pfizer (WKN: 852009) sicherlich auch ein paar harte Zahlen zu den ausgelieferten Impfstoffen liefern. Roche (WKN: 855167) folgt am 4. Februar mit Einblicken in das Diagnostikgeschäft.

Spannend wird es aber auch in anderen Branchen. Bei den Herstellern von Chip-Bauteilen beklagten Autobauer zuletzt Versorgungsengpässe. Marktführer Infineon (WKN: 623100) wird am 4. Februar sicherlich Stellung dazu nehmen.

Mehr als sonst könnte es sich im Börsenmonat Februar lohnen, genau zuzuhören, was die Unternehmenslenker zum abgelaufenen Quartal und den Zukunftsaussichten zu sagen haben.

Was sonst noch wichtig wird im Börsenmonat Februar

Der Monat startet mit der Onlineausgabe der ISPO Munich. Auf der Sportmesse wird man ein Gefühl dafür bekommen, wie die Stimmung in diesem schwierigen Fußball-EM- und Olympiajahr ist. Adidas (WKN: A1EWWW) wird versuchen, Optimismus zu versprühen.

Ob das der Lufthansa (WKN: 823212) mit ihrem aufsehenerregenden 15-Stunden-Flug von Hamburg auf die Falklandinseln am 1. Februar gelingt, ist jedoch fraglich. Der Ausblick auf das Ostergeschäft ist eher trüb.

Spannende Impulse könnten hingegen vom landwirtschaftlich orientierten virtuellen Branchentreffen EnergyDecentral ausgehen. Anlagenbauer wie 2G Energy (WKN: A0HL8N) und EnviTec Biogas (WKN: A0MVLS) werden dort ab 1. Februar mit bodenständigen Systemen einen Gegenentwurf zum anhaltenden Hype um Wasserstoff und Elektrolyse präsentieren.

Da einige Woche nach dem Palindrom-Tag 12.02.2021 voraussichtlich wieder etwas Normalität in unser aller Leben zurückkehrt, könnte es sinnvoll sein, den Blick noch weiter nach vorn zu richten. Lasst uns im Börsenmonat Februar spannende Investmentthemen identifizieren, die mit Trump und Corona rein gar nichts zu tun haben.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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