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100 %-Chance: Warum die Commerzbank-Aktie noch weiter hochziehen könnte

Die Teilverstaatlichung der Commerzbank (WKN: CBK100) vor 12 Jahren war bisher ein schlechtes Geschäft. Von der Finanzkrise hat sich das Geldinstitut nie richtig erholt und der Kurs dümpelt im Keller. Immerhin gab es jedoch in den letzten Quartalen einen Anlauf zur Trendwende. Doch wird es von hier aus weiter nach oben gehen?

Die Chancen dafür stehen aus meiner Sicht gut. Denn nachdem die Commerzbank jahrelang ihr Portfolio entflochten, Mitarbeiter abgebaut und Risiken reduziert hat, sollte sie mit dem neuen Management um Manfred Knof nun endlich bereit sein für solidere Gewinne. Mir sind außerdem noch drei weitere gute Gründe für die Commerzbank-Aktie eingefallen.

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Gegenüber dem Buchwert gibt es noch viel aufzuholen

Dieses Argument gilt eigentlich schon seit Jahren und hat dennoch nie nachhaltig gestochen: Einer Marktkapitalisierung von rund 7 Mrd. Euro steht ein den Aktionären zustehendes Eigenkapital in Höhe von 28,1 Mrd. Euro gegenüber, was einem Buchwert von 22,46 Euro entsprach zum 30. September.

Zugegeben: Der Wert war etwas zu hoch angesetzt, wie sich in der Folge herausstellte. Um den Jahreswechsel wurde eine Bilanzbereinigung durchgeführt, welche den verbliebenen Goodwill von 1,5 Mrd. Euro aus der Bilanz eliminierte und die Rückstellungen für drohende Forderungsausfälle noch einmal deutlich erhöhte.

Schließlich haben wir die Auswirkungen der vielfach erwarteten Pleitewelle infolge der Corona-Krise bisher noch nicht gesehen. Da kommt noch einiges auf die europäischen und weltweiten Banken zu. Manfred Knof sieht den Konzern nun allerdings gut gerüstet, um ohne weiteren Schaden aus dieser schwierigen Zeit herauszukommen.

Auch ich denke, dass man sich auf die jetzt rund 20 Euro Buchwert verlassen kann, sodass die Commerzbank-Aktie auf jeden Fall ein interessantes Value-Investment darstellt.

Höhere Zinsen erscheinen wieder möglich

Ein Investment in die Commerzbank-Aktie wird jedoch auf lange Sicht kaum aufgehen, wenn solide Gewinne weiterhin ausbleiben. An diesen arbeitet CEO Knof zwar wie gesagt, aber solange die Marktbedingungen für Gegenwind sorgen, wird das schwierig, zumal das stürmische Wachstum der Fintech-Branche an vielen Fronten für verringerte Ertragschancen sorgt.

Neben einer sichtbaren Erholung der Gesamtwirtschaft von der Corona-Krise wäre auch ein Ende der Minuszinsen hilfreich. Im Moment rechnet kaum jemand damit, dass sich daran kurzfristig viel ändert. Am 6. Januar ging mal wieder eine 10-jährige Bundesanleihe für eine durchschnittliche „Rendite“ von minus 0,52 % weg.

Dennoch könnte das stark erhöhte Anleihenangebot früher oder später die Zentralbanken und Finanzmärkte überfordern. Wenn Länder dann trotzdem massive Konjunkturprogramme finanzieren wollen, dann müssen sie höhere Zinssätze bieten. Das gilt umso mehr, falls auch noch die Risikoprämien anziehen sollten, angesichts ausufernder Defizite.

Denkbar wäre auch, dass eine steile Konjunkturerholung in Verbindung mit zuletzt zurückgestellten Investitionen für einen so starken Nachfragesog sorgt, dass die Preise anziehen. Auch dann müssten Zentralbanken mit steigenden Zinsen reagieren, um eine losgaloppierende Inflation im Zaum zu halten. Und steigende Zinsen wären für die Commerzbank bares Geld wert, weil sie endlich wieder von einträglichen Zinsdifferenzgeschäften profitieren könnte.

Neuer EU-Regulierungsrahmen sorgt für Übernahmefantasie

Manfred Knof möchte jedenfalls in Kürze eine überarbeitete Strategie vorstellen, um aus eigener Kraft nachhaltige Profitabilität zu erreichen. Nur so könne es gelingen, die Zukunft der Commerzbank selbst zu gestalten. Darin schwingt die klare Befürchtung mit, dass ein Mitbewerber einen Übernahmeversuch starten könnte. Angesichts der starken Marktstellung in Deutschland und der hohen Buchwerte könnten viele Finanzdienstleister — und vielleicht sogar Private-Equity-Gesellschaften — Interesse daran haben.

Weil jedoch einem Zusammengehen mit der Deutschen Bank (WKN: 514000) schon mehrfach eine Absage erteilt wurde und die Allianz (WKN: 840400) nach der Dresdner-Bank-Erfahrung wohl genug von der Allfinanz-Idee hat, würde es wohl auf einen internationalen Deal hinauslaufen. Genau das soll zukünftig einfacher werden, zumindest innerhalb der Europäischen Union. Deren Aufsichtsbehörde hat einen Leitfaden erarbeitet, der dazu beitragen sorgen soll, dass Deals flüssiger über die Bühne gehen.

Schließlich ist es erstaunlich, dass bei der Fertigung und in vielen Servicesektoren längst paneuropäische Champions geschmiedet wurden, aber bei den Banken noch immer fast jedes Land sein eigenes Süppchen kocht. Eine Marktkonsolidierung wird vielfach als notwendig bezeichnet und die Commerzbank könnte ein handliches Ziel darstellen. Sobald ernsthaftes Interesse gemeldet wird, dürfte der Kurs zusätzlich um mindestens 30 % hochschießen.

Doch ist die Commerzbank genug Fintech?

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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