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Crasht der Aktienmarkt in 2021? 2 wichtige Erkenntnisse aus 200 Jahren Börsenhistorie

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Für Anleger sind die Zeiten aktuell so schwierig wie schon lange nicht mehr. Die Leitzinsen liegen bei 0 % und werden es wahrscheinlich auch noch lange Zeit bleiben. Dies hat die aktuelle Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB) Christine Lagarde angekündigt.

Anders sind die steigenden Schulden nicht mehr zu bewältigen und zudem würde die Wirtschaft jetzt bei zu hohen Zinsen weiter am Boden bleiben.

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Fehlende Zinsen, steigende Aktienanlegerzahl und hohe Bewertungen

Für Anleger, die ihre Rentenlücke selber schließen wollen, fallen somit Zinsprodukte (Anleihen, Tagesgeld, Festgeld, Sparbuch, Lebensversicherungen, Rentenversicherungen usw.) als Kapitalanlage weg. Eine solche Situation gab es geschichtlich gesehen für längere Zeit noch nie. Für viele Bürger sind diese Anlagen aber der einzige für sie sichere Weg der Kapitalanlage.

Aktien bringen zwar langfristig von allen Möglichkeiten die beste Rendite, aber gerade in den letzten Monaten haben laut Bundesbank bei stark steigenden Kursen die Investitionen um 20 Mrd. Euro zugelegt. Dies war dreimal mehr als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Wie wir aus der Erfahrung wissen, investiert die Masse prozyklisch. Je steiler die Kurse steigen, umso mehr Bürger investieren. Deshalb ist diese Entwicklung ein erstes Warnzeichen auf eine drohende Aktienmarktkorrektur.

Leider richten sich noch immer fast alle Kursentwicklungen an der Leitbörse USA aus. Diese notiert allerdings derzeit gemessen am Marktkapitalisierungs-zu-Bruttoinlandsprodukt-Verhältnis mit 1,88 höher als 1999 (16.01.2021). Über 100 Jahre betrachtet hat sich der Markt also schon deutlich von der zugrunde liegenden Wirtschaftsleistung abgekoppelt.

Getragen wird diese Blasenbildung natürlich durch die Ausweitung der Geldmenge, die fehlenden Zinsen, den Mangel an Alternativen und die Wirtschaftsstützungsmaßnahmen. Dennoch wird der Markt in absehbarer Zeit korrigieren müssen oder sehr lange Zeit seitwärts laufen, um wieder die Leistung der Wirtschaft widerzuspiegeln.

1) Aktien langfristig dennoch die beste Anlageform

Sollte diese Korrektur 2021 eintreten, können sie Anleger nutzen, um Aktien günstig zu kaufen, denn langfristig gesehen erwirtschaften sie von allen Anlageklassen die höchste Netto-Rendite (nach Inflation).

Gold verdreifachte seit dem Jahr 1800 die Kaufkraft eines US-Dollars. Bei Staatsanleihen wurden aus einem 1.500 US-Dollar. Konto-Guthaben behielten so lange ihren Wert, wie sie an Gold gekoppelt waren. Seit 1935 schwand die Kaufkraft jedoch um 95 %. An dieser Entwicklung hat sich bis heute nichts geändert.

Immobilien steigerten die reale Kaufkraft um den Faktor 2,5, wobei es natürlich Unterschiede zwischen den ländlichen und städtischen Regionen gab. Doch nun kommt die für viele wahrscheinlich große Überraschung. Aus einem US-Dollar 1800 in den Aktienmarkt investiert wurden bis heute in realer Kaufkraft gemessen etwa 1 Mio. US-Dollar.

2) Auf Korrekturen warten kann sich lohnen

Wir können also mitnehmen: Zumindest der amerikanische Markt ist hoch bewertet und dennoch sind Aktien langfristig die beste Anlage, um die Kaufkraft des eigenen Geldes zu vermehren. Wer in Einzelwerte investiert, sollte genau wissen, was er tut. Ansonsten sind ETFs auf den Gesamtmarkt eine kostengünstige Möglichkeit, die beschriebene Rendite zu erreichen.

Die Ergebnisse werden noch besser, wenn wir auf stärkere Korrekturen (wie im März 2020) zum Einstieg warten. Wer jetzt voll investiert ist, kann immer noch etwas Kassenbestand aufbauen, um auf einen Rückschlag vorbereitet zu sein.

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