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Blockchain wird 2021 riesig – aber 3 Dinge verstehen Anleger falsch

Foto: Getty Images

Blockchain hat seinen ersten Hype bereits hinter sich. Laut Suchmaschinenstatistik war der bisherige Höhepunkt im Dezember 2017, als alle Welt wissen wollte, was es mit Bitcoin und der darunterliegenden Technik auf sich hat. Ziemlich genau drei Jahre später ist das Interesse wieder geballt zurück. Heute kommen zwei Dinge zusammen: Die Technik ist reif und der Bitcoin-Kurs auf Rekordniveau.

Mein Eindruck ist allerdings, dass Anleger dabei teilweise eine Menge durcheinanderbringen. Hier sind drei Dinge, über die es sich zu reflektieren lohnt.

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Bitcoin und Blockchain sind zwei völlig verschiedene Dinge

Ich glaube, es wurde schon viel darüber geschrieben. Dennoch bringen es viele Leute mit wenig technischem Hintergrundwissen noch immer regelmäßig durcheinander: Steigt der Bitcoin-Kurs, dann glauben sie, dass es etwas mit der Blockchain-Revolution zu tun hätte.

In Wirklichkeit könnte der Bitcoin-Kurs theoretisch über die Stratosphäre hinausschießen, ohne dass sich irgendein seriöser Akteur für Blockchain interessiert. Andersherum könnte Blockchain ganze Branchen wie Logistik, Gesundheitswesen und Versicherungen auf den Kopf stellen, während der Bitcoin unbemerkt in der Bedeutungslosigkeit versinkt.

Natürlich könnten zufällig auch beide gleichzeitig große Erfolge feiern. Möglicherweise haben wir aktuell diese Situation, wo die Kurse vieler Kryptowährungen surreale Niveaus erreichen, während erste auf Blockchain basierende Geschäftsmodelle sich durchzusetzen beginnen.

Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Fixierung auf den Bitcoin-Kurs uns keinerlei Information darüber liefert, wie es um die revolutionären Versprechungen der Blockchain-Technik steht, welche seit gut fünf Jahren auch jenseits von Fachkreisen intensiv diskutiert werden.

Blockchain ist keine proprietäre Technik

Es gibt viele Dinge, die jeder nutzt, die aber letztlich niemandem gehören (sprich es gibt kein Unternehmen, das direkt damit exklusiv Milliardenumsätze macht). Zum Beispiel stellen die Auszeichnungssprache HTML und die Netzwerkprotokolle um TCP/IP die Basis für das Internet dar, aber es gibt kein HTML-Unternehmen.

Oder nehmen wir die „ganzheitlichen Produktionssysteme“, welche ihre Wurzeln bei japanischen Organisationsprinzipien haben und einen unheimlich großen Einfluss auf die Produktivitätssteigerungen der letzten Jahrzehnte hatten. Sie werden heute von einem großen Teil der Betriebe mehr oder weniger gut beherrscht. Das notwendige Wissen dazu wird an Universitäten und in MBA-Studiengängen vermittelt. Manchen genügt auch das Lesen eines guten Fachbuchs. Das Wissen darüber zirkuliert frei.

Was ich mit all dem sagen möchte, ist, dass auch Blockchain eine solche Technik ist. Blockchain mag ein wahnsinnig wichtiges und grundlegendes Konzept sein, das es ermöglicht, unsere Welt in ganz vielen Bereichen auf eine bessere Art zu organisieren. Aber sonderlich kompliziert ist die Technik selbst nicht. Eine einfache Blockchain kann jeder bessere Informatikstudent innerhalb von wenigen Wochen stricken.

Für gewisse Mechanismen und Features sowie die Implementierung von Smart Contracts ist der Aufwand sicherlich deutlich größer, aber ein Hexenwerk ist das nicht.

Es sind nicht die Blockchain-Aktien, welche die Zukunft gestalten werden

Es zeigt sich auch, dass Konzerne, die Blockchain für bestimmte Anwendungsfälle nutzen möchten, lieber Konsortien zur gemeinsamen Entwicklung der technischen Basis bilden, anstatt auf eine kommerzielle Lösung zu setzen.

Ein Beispiel dafür ist Hyperledger, wo neben vielfältigen internationalen Konzernen auch die Deutsche Bank (WKN: 514000) und SAP (WKN: 716460) aktiv mitwirken. Dort fließen große Ressourcen in die weitere Entwicklung, in Abstimmung mit den Partnern. Somit etablieren sich Standards und ein Hinzuziehen von kommerziellen Blockchain-Unternehmen erübrigt sich. Deshalb ergibt es auf lange Sicht wahrscheinlich keinen Sinn, auf Aktien zu setzen, die „irgendwas mit Blockchain“ zu tun haben, auch wenn die aktuellen Kurskapriolen für manche verlockend erscheinen mögen.

Worauf Anleger stattdessen achten sollten

Bei einigen IT- und Beratungshäusern, die sich wie SAP und IBM (WKN: 851399) im Blockchain-Universum tummeln, mag etwas Zubrot abfallen mit dem Thema. Doch eine Investmentthese lässt sich damit kaum begründen. Man muss es anders betrachten: Für viele Unternehmen wird Blockchain einen wichtigen Faktor darstellen, der ihnen hilft, relevant zu bleiben. Nicht mehr und nicht weniger.

Wir sollten folglich auch ein Auge darauf haben, welche Unternehmen den Trend verpassen. Wer heute nicht smart, vernetzt und digitalisiert ist, fällt im Wettbewerb ab. Wer morgen sein Geschäftsmodell nicht auf die Möglichkeiten von Blockchain umgestellt hat, der wird vielleicht weggefegt.

Egal ob Videostreaming, künstliche Intelligenz oder eben Blockchain: Unser Fokus sollte nicht auf der Technologie liegen, sondern auf den Unternehmen, die geschickt darin sind, darauf basierende Geschäftsmodelle zu entwickeln, welche die Welt verändern. Solche Unternehmen haben allerdings weder „Blockchain“ noch „Bitcoin“ in ihrem Namen.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien und keine Kryptowährungen. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Wertpapiere.

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