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AT&T vs. Disney – Welche ist die bessere Streaming-Aktie?

Foto: Getty Images

Im Streaming finden sich nur schwer zwei Aktien, von denen die Wall Street so unterschiedliche Meinungen hat wie Disney (WKN: 855686) und AT&T (WKN: A0HL9Z).

Die Aktien des „House of Mouse“ sind im letzten Jahr um 20 % gestiegen, weil Investoren weiterhin Vertrauen in die Streaming-Strategie des Managements haben. Im gleichen Zeitraum hat der Telekommunikationsriese aber die Gewinne des breiten Marktes unterboten. Das hat den Aktionären einen Verlust von 25 % beschert.

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Investoren sollten generell jedoch immer nach vorne schauen. Die entscheidende Aufgabe besteht darin, potenzielle Investitionen auf ihre Vorzüge in der Zukunft hin zu betrachten. Es ist auch wichtig, große Unternehmen mit Blick auf all ihre verschiedenen Geschäftsbereiche zu bewerten. Sowohl für AT&T als auch für Disney ist Streaming nur ein Teil einer viel breiteren Geschichte.

Disney: Vorteile und Risiken

Anleger waren gewillt, über abgesagte Sportereignisse, geschlossene Freizeitparks und rückläufige Verkaufszahlen an den Kinokassen hinwegzusehen. Das Wachstum des  Streaming-Diensts Disney+ war attraktiv genug. Im ersten Jahr überschritt der Dienst 73 Millionen zahlende Abonnenten. Diese Zahl wollte das Management eigentlich erst nach fünf Jahren erreicht haben.

Und genau darin liegt das Risiko für Disney-Investoren. Auch wenn es heute aufgrund der Begeisterung des Unternehmens für Streaming leicht zu vergessen ist, hatte sich Disney einst hier sehr gesperrt. Anfänglich tat es alles, um Streaming zu vermeiden. Man hatte befürchtet, dass Streaming die bestehenden Modelle Kino und Kabelsender angreift.

Zur Erinnerung: Disney besitzt – neben anderen Netzwerken – das ESPN-Netzwerk, das mit 9 US-Dollar pro Monat zu den teuersten Kanälen im Kabelpaket gehört. ESPN hat riesige, langfristige Verträge für Sportübertragungsrechte und muss die Ligen dafür bezahlen, unabhängig von den Zuschauerzahlen. Im Geschäftsjahr 2019 betrugen diese Kosten fast 9 Mrd. US-Dollar.

Schon jetzt ist das Unternehmen wählerisch, welche Inhalte es aus dem Paket wirft. Zum Beispiel zeigt ESPN+ keine Live-Sportveranstaltungen aus den lukrativeren Ligen wie der NFL und NBA.

Zusätzliches Wachstum bei den Streaming-Einnahmen wird schwieriger zu erreichen sein und Disneys Direct-to-Consumer-Segment macht trotz eines Umsatzwachstums von 81 % im Gesamtjahr immer noch Verluste. Disney muss weiterhin viel Geld ausgeben, um es mit Netflix aufnehmen zu können. Der aktivistische Investor Dan Loeb wollte, dass Disney die Dividende aussetzt, um sich auf Streaming zu konzentrieren.

AT&T: Große Chancen, hohe Kosten

AT&T schien hingegen beim Streaming bislang nichts richtig machen zu können. Der Dienst HBO Max wurde langsamer als erwartet eingeführt. Viele Experten machten den Abonnementpreis von fast 15 US-Dollar pro Monat dafür verantwortlich.

Aber Filme vom Studio Warner Brothers sollen nun gleichzeitig in den Kinos und über die HBO Max-App veröffentlicht werden. Die Veröffentlichung von Wonder Woman 1984 an Weihnachten führte laut einem Bericht von Bloomberg direkt zu mehr als einer halben Million Downloads der HBO Max Mobile App.

Auch für AT&T besteht das größte Risiko des Streaming-Wachstums darin, dass das Kabelgeschäft leiden könnte – ein Phänomen, das die DIRECTV-Einheit des Unternehmens belastet. Im dritten Quartal sank der Umsatz des Unterhaltungssegments, zu dem auch DIRECTV gehört, um 10,2 %. Trotz dieses signifikanten Rückgangs merkte das Management an, dass es seinen Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr gesteigert hätte, wenn die Auswirkungen der Pandemie nicht gewesen wären.

Die wirkliche langfristige Chance für AT&T liegt jedoch außerhalb der Medien-Assets. Die 5G-Technologie wird AT&T neue Möglichkeiten eröffnen, das Mobilfunknetz zu monetarisieren. Man bedenke nur autonomes Fahren und natürlich blitzschnelles Videostreaming.

Darüber hinaus wird die AT&T-Aktie derzeit zu einem niedrigen Kurs-Umsatz-Verhältnis von 1,2 und einem KGV von 9 gehandelt. Die Dividende beträgt bei den aktuellen Kursen satte (und sichere) 7 %.

Fazit: Disney fürs Wachstum, AT&T für die Rendite

Trotz der kurzfristigen Probleme von Disney beim Kabelfernsehen führen die vielen eigenen Marken langfristig wohl zum Erfolg. Die Aktienbewertungen sind wegen der Pandemie vorübergehend überzogen. Doch sie sollten sich wieder normalisieren, wenn die Pandemie vorüber ist und die Freizeitparks öffnen können.

Disney wird gut aufgestellt sein, um die hohen Ausgaben für das Sportsegment nach der Pandemie wieder reinzuholen. Ich erwarte zwar ein langsameres Wachstum in den internationalen und Direct-to-Consumer-Segmenten, aber ich erwarte auch, dass sich die operativen Verluste wie im vierten Quartal weiter verringern werden.

Allerdings ist der Markt zu diesem Zeitpunkt zu pessimistisch gegenüber AT&T. HBO Max wird schließlich eine beträchtliche Abonnentenbasis anziehen und DIRECTV wird beginnen, die Ergebnisse weniger zu belasten. Ich persönlich besitze AT&T-Aktien als sichere Dividendenaktie. Ich erwarte, dass AT&T auch in den kommenden Jahren weiterhin hohe Dividenden ausschütten wird.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix und Walt Disney. Jamal Carnette besitzt Aktien von AT&T. Dieser Artikel erschien am 7.1.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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