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Nächster Corona-Impfstoff: Jetzt mischt auch Bayer kräftig mit!

Foto: Getty Images

Ich glaube, es gibt wohl kaum ein Thema, welches die Bürger im Moment mehr beschäftigt. Die Rede ist natürlich von den neuen Corona-Impfstoffen. Hier wird die aktuelle Entwicklung nämlich mit großem Interesse verfolgt. Denn um genügend Menschen gegen das Coronavirus zu immunisieren, sind große Mengen an Impfdosen nötig. Doch bislang sind in der EU nur zwei Corona-Impfstoffe zugelassen. Und zwar das Mittel vom Mainzer Unternehmen Biontech (WKN: A2PSR2) und seines US-Partners Pfizer (WKN: 852009) sowie der Impfstoff der US-Firma Moderna (WKN: A2N9D9).

Doch viele weitere Unternehmen befinden sich mit ihren Impfstoffkandidaten bereits in der abschließenden Phase-III-Studie. Unter anderem auch die Tübinger Firma Curevac (WKN: A2P71U), welche mit ihrem mRNA-basierten Impfstoff am 14.12.2020 mit dieser letzten Phase in Europa und Lateinamerika begonnen hat. Mit ersten Ergebnissen ist hier allerdings erst in den kommenden Monaten zu rechnen.

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Aber es gibt trotzdem interessante Neuigkeiten zu berichten. Denn bei der weiteren Impfstoffentwicklung will Curevac mit dem DAX-Schwergewicht Bayer (WKN: BAY001) kooperieren. Damit kann also auch Bayer in den hart umkämpften Markt der Corona-Impfstoffe mit einsteigen. Grund genug, uns hier einmal etwas näher zu informieren.

Was steckt hinter der Kooperation?

Curevac hat sich durchaus ehrgeizige Ziele gesetzt. Obwohl man noch nicht einmal eine Zulassung hat, will man allein dieses Jahr noch 300 Mio. Impfdosen produzieren. Und im nächsten Jahr sollen es schon bis zu 600 Mio. sein. Um dies alles auch in die Tat umsetzen zu können, hat man sich mit Bayer einen starken Partner mit ins Boot geholt. Gemeinsam will man jetzt den neuen Corona-Impfstoff zur Zulassung bringen und dann weltweit vertreiben. Doch vorerst will man sich auf Europa fokussieren und zunächst keinen Zulassungsantrag in den USA stellen.

Für Bayer als Pharmakonzern ist dies auf jeden Fall eine Premiere, denn ein Impfstoff gehörte bis jetzt noch nicht zum Produktportfolio des Unternehmens. Was sieht der Kooperations- und Servicevertrag nun im Einzelnen vor? Bayer wird Curevac bei klinischen Studien und regulatorischen Fragen unterstützen. Weiterhin soll Bayer beim späteren Vertrieb helfen und die Lieferketten im Blick haben.

Die Kooperation von Curevac und Bayer könnte auch der Bundesregierung äußerst gelegen kommen. Denn sie könnte möglicherweise als zweites Standbein fungieren, um bis zum Sommer allen Bundesbürgern, die dazu bereit sind, eine Impfung zu ermöglichen. Durch die Allianz der beiden Unternehmen sollte es nämlich in einigen Monaten möglich werden, die derzeit noch knappen Impfkapazitäten deutlich zu erhöhen.

Noch ein Blick auf die Aktien

Nachdem die Curevac-Aktie bereits seit Mitte Dezember mächtig Federn lassen musste, gab ihr die Meldung von der Zusammenarbeit mit Bayer wieder einen deutlichen Schub. Seit Bekanntwerden der Kooperation ging es mit den Papieren um gut 19 % auf aktuell 84,07 Euro (08.01.2021) nach oben. Hier hat diese Nachricht also wie eine Bombe eingeschlagen.

Ein ganz anderes Bild sehen wir allerdings bei der Bayer-Aktie. Sie hat sich so gut wie gar nicht bewegt und wird derzeit mit 51,44 Euro (08.01.2021) in etwa zum selben Kurs gehandelt wie vor der Bekanntgabe der Zusammenarbeit mit Curevac. Aber bei den Bayer-Papieren darf man natürlich nicht vergessen, dass sie noch vielen anderen Dingen beeinflusst werden als nur den Neuigkeiten rund um die Kooperation mit Curevac.

Alles in allem ist es natürlich als positives Signal zu sehen, dass die beiden Unternehmen nun gemeinsam daran arbeiten, so schnell wie möglich einen nächsten Corona-Impfstoff auf den Markt zu bringen. Doch als Anleger ist es schwer zu entscheiden, auf welche der beiden Aktien man eher setzen sollte.

Denn bei Curevac hängt schließlich alles vom Erfolg des neuen Impfstoffs ab. Wohingegen Bayer als großer DAX-Konzern wesentlich breiter aufgestellt ist und demzufolge auch nicht ausschließlich von der Kooperation mit Curevac abhängig ist. Aus meiner Sicht könnten aber beide Aktien durchaus einen gewissen Reiz auf interessierte Investoren ausüben.

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Andre Kulpa besitzt Aktien von Pfizer. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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