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Lufthansa-Aktie: Weitere 500 Mio. Euro zur Überbrückung

Quelle: Thomas Brantl

Die Lufthansa-Aktie (WKN: 823212) befindet sich operativ zumindest weiterhin in einer prekären Situation. Obwohl der Aktienkurs zuletzt zeitweise wieder klettern konnte, ist der Reiseverkehr deutlich eingeschränkt. Das Coronavirus ist eine Belastung, die der Kranich-Airline ihr Geschäft derzeit gründlich vermiest … wobei das fast schon euphemistisch klingt.

Wie auch immer: Das Überleben besitzt Priorität und dafür braucht das Management Liquidität. Über Staatshilfen sind bereits Milliarden in die Kassen gespült worden. Jetzt zeigt sich jedoch: Auch über andere Wege kann die Lufthansa Liquidität aufbauen. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren wissen müssen. Beziehungsweise, woher jetzt weitere 500 Mio. Euro gekommen sind.

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Lufthansa-Aktie: Jetzt geht’s ans Tafelsilber

Wie jetzt unter anderem der Nachrichtendienst dpa-afx berichtet, hat die Lufthansa Flugzeuge als Sicherheit eingesetzt, um von einem Konsortium an Finanzinvestoren weiteres Kapital bekommen zu können. Demnach habe die Kranich-Airline mit diesem Schritt rund 500 Mio. Euro eingenommen. Wobei der Zeitraum dieser Deals bereits auf das zweite Halbjahr des Jahres 2020 datiert worden ist.

Belastet wurden acht Flugzeuge aus dem Hause der Kranich-Airline. Bei den Geldgebern handelt es sich demnach um einen Reigen aus Banken, Pensionsfonds und Investoren aus dem Unternehmensbereich. Offenbar sind diese auf der Suche nach Rendite jetzt auf einen solchen Deal eingegangen.

Die Lufthansa hat zuletzt zudem Anleihen im Gesamtvolumen von 1,6 Mrd. Euro ausgegeben und auch die Staatsmittel dürften das Überleben zementieren. Wobei Foolishe Investoren sich stets eines fragen sollten: Ist das ein Investment-Case?

Verschuldeter Konzern …

Die Lufthansa ist und bleibt im Moment jedenfalls ein hochverschuldeter Konzern. Ein Schema, das sich durch die gesamte Reise- und Tourismusbranche zu ziehen scheint. Auch TUI ist schließlich zuletzt wieder auf der Suche nach Liquidität gewesen. Positiv zu werten ist jedenfalls, dass das Überleben damit mehr und mehr gesichert werden kann.

Das Management der Lufthansa hat sich außerdem zur Aufgabe gemacht, die Staatshilfen möglichst zügig zurückzuzahlen. Die Zinsen für diese Hilfen sind hoch, deshalb können wir das bei diesem Konzern ebenfalls positiv werten. Trotzdem bleibt ein Zwischenfazit, dass das Problem der Fremdmittel im Moment trotzdem besteht.

Für Renditen für Investoren könnte in den nächsten Jahren daher kaum Renditepotenzial vorhanden sein. Gewinne müssen für die Bilanz verwendet werden, um die Schulden zu reduzieren. Ein positiver Newsflow kann natürlich die Aktie wiederbeleben. Trotzdem sollten sich Foolishe Investoren fragen: Ist dieses Gesamtpaket für mich attraktiv? Oder existieren in anderen Segmenten unternehmensorientiert nicht vielleicht bessere Chancen?

Lufthansa-Aktie: Nix für mich

Für mich persönlich steht jedenfalls fest: Die Aktie der Lufthansa kommt mir nicht ins Depot. Ein Turnaround scheint möglich, keine Frage. Trotzdem ist das Unternehmen verschuldet. Die Aussichten sind mindestens durchwachsen. Womöglich verändert sich durch COVID-19 das Reiseverhalten insgesamt. Das Risiko ist daher für mich größer als die Chance. Vor allem als klassischer Buy-and-Hold-Investor, der idealerweise über viele Jahre und Jahrzehnte investiert.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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