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Wenn ich nur 1 Warren-Buffett-Aktie für 2021 kaufen könnte, wäre es diese

Foto: The Motley Fool.

Ich habe Warren Buffett im Jahr 2020 geschlagen. Im Ernst: Mein Investmentportfolio hat Buffetts Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) im Jahr 2020 mit Leichtigkeit geschlagen.

Bilde ich mir etwas auf meinen Sieg über den Milliardär ein? Ganz und gar nicht. Die meisten Investoren dürften Berkshires mickrigen Gewinn in diesem Jahr wohl übertroffen haben. Mir ist auch klar, dass ein Jahr Outperformance (oder sogar ein paar Jahre) Buffetts langfristiger Erfolgsbilanz lange nicht das Wasser reichen kann.

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Buffett bleibt eine lebende Legende. Es zahlt sich aus, bei den Aktien, die er kauft und hält, auf dem Laufenden zu bleiben. Ich persönlich besitze mehrere Aktien aus dem Portfolio von Berkshire – einschließlich Berkshire selbst. Aber wenn ich nur eine Warren-Buffett-Aktie für das Jahr 2021 kaufen könnte, wäre es Amazon.com (WKN: 906866).

Große Wettbewerbsvorteile

Im Laufe der Jahre hat Buffett viele weise Aussagen gemacht, die Investoren beherzigen sollten. Ich denke, dass die besten davon zu Aktien von Unternehmen mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen waren.

Ich denke, dass Amazons Wettbewerbsvorteile so breit sind wie der Fluss, nach dem das Unternehmen benannt ist. Hier drei der besten Beispiele dafür:

  • Kostenvorteil
  • Netzwerkeffekt
  • hohe Wechselkosten

Amazon hat den E-Commerce-Markt zu einem großen Teil aufgrund seiner Kostenvorteile dominiert. Je größer das Unternehmen geworden ist, desto mehr Größenvorteile hat es aufgebaut. Es überrascht nicht im Geringsten, dass die großen Discounter-Ketten wie Walmart im Vergleich zu Amazon noch am besten abschneiden.

Ein Unternehmen spricht von einem Netzwerkeffekt, wenn der Wert der Produkte oder Dienstleistungen, die es anbietet, steigt, wenn mehr Menschen sie nutzen. Hat Amazon einen Netzwerkeffekt? Auf jeden Fall. Je mehr Produkte zum Beispiel auf der Plattform angeboten werden, desto mehr Kunden sind daran interessiert, auf Amazon einzukaufen. Je mehr Kunden auf Amazon einkaufen, desto mehr Einzelhändler werden davon angezogen, ihre Produkte auf der Plattform anzubieten.

Was die hohen Wechselkosten angeht, denke man an das Ökosystem von Amazon. Kunden melden sich für Prime an, um Zugang zum kostenlosen Versand zu erhalten. Aber Prime bietet auch andere Vorteile wie Prime Video und Prime Music. Es ist einfach, Produkte bei Amazon über Alexa zu bestellen. Je mehr ein Verbraucher in dieses Ökosystem eingebunden ist, desto höher sind die Kosten, um es zu verlassen.

Mehrere Möglichkeiten zu wachsen

Eine weitere großartige Sache, die ich an Amazon liebe, ist, dass es mehrere Möglichkeiten gibt zu wachsen. Die Geschichte des Unternehmens ist voller Beispiele dafür. In den frühen Tagen war Amazon nur als Onlinebuchhandlung bekannt. Dann expandierte das Unternehmen und bot weitere Produkte online an. Später stieg das Unternehmen in das Cloud-Hosting-Geschäft ein und wurde zum größten Akteur in diesem schnell wachsenden Markt.

Auch wenn Amazon heute den E-Commerce dominiert, hat das Unternehmen noch viel Raum für Wachstum. Im dritten Quartal 2020 machten die E-Commerce-Verkäufe laut dem U.S. Census Bureau nur 14,3 % des Gesamtumsatzes aus. Auch im Bereich Cloud-Hosting gibt es viele Expansionsmöglichkeiten, da immer mehr Unternehmen ihre Anwendungen und Daten in die Cloud verlagern.

Besonders gespannt bin ich jedoch auf Amazons Vorstoß in brandneue Märkte. Das Unternehmen hat im November in den USA offiziell die Amazon Pharmacy eingeführt. Kunden können verschreibungspflichtige Medikamente online kaufen. Amazon-Prime-Mitglieder erhalten enorme Ersparnisse (bis zu 80 % auf Generika) und eine kostenlose Lieferung in zwei Tagen. Für die Zukunft ist eine noch schnellere Lieferung zu erwarten, insbesondere wenn Amazon sein Apothekengeschäft mit der Lebensmittelsparte Whole Foods zusammenlegt.

Es gibt auch Berichte, dass Amazon im Begriff sein könnte, in den Markt der Telemedizin einzusteigen. Das Unternehmen bietet seinen Mitarbeitern in der Region Seattle bereits telemedizinische Dienste an. Die Ausweitung dieser Dienste auf andere Arbeitgeber und Verbraucher wäre ein logischer nächster Schritt.

Mit der Übernahme von Zoox zu Beginn 2020 hat Amazon auch in autonomes Fahren investiert. Zoox hat kürzlich ein „Robotertaxi“ vorgestellt und will in absehbarer Zukunft einen App-basierten Ridesharing-Service starten.

Aber was ist mit …

Zwei potenzielle Stolpersteine werden häufig genannt, wenn Amazon als Investitionsoption diskutiert wird: die Bewertung und die Möglichkeit, dass das Unternehmen von den Kartellbehörden aufgespalten werden könnte. Ist das ernsthaft besorgniserregend? Ich denke nicht.

Sicher, Amazon ist keine Value-Aktie, wie Buffett sie in der Vergangenheit bevorzugt hat. Die Aktie wird derzeit zum fast 60-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Aber Amazon hat in der Vergangenheit sogar noch höhere Kurs-Gewinn-Multiplikatoren erzielt und trotzdem ein starkes Wachstum geliefert. Einer meiner größten Fehler ist, dass ich mit dem Kauf von Amazon gewartet habe, weil ich die Aktie für zu teuer hielt. Das hat sich als echter Fehler erwiesen.

Was die kartellrechtliche Bedrohung angeht, habe ich zwei Gedanken. Erstens: Ich glaube nicht, dass Amazon aufgespalten wird. Meiner Meinung nach ist es wahrscheinlicher, dass das Unternehmen einige Änderungen an der Art und Weise vornehmen muss, wie es sein Geschäft betreibt. Zweitens: Selbst wenn Amazon gezwungen wäre, sich in mehrere Unternehmen aufzuspalten, glaube ich fest daran, dass die Summe der Teile mehr wert wäre, als Amazon heute wert ist.

Ich weiß nicht, ob ich Warren Buffett auch in Zukunft erneut schlagen werde. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass Amazon weiterhin die Performance von Berkshire Hathaway schlagen wird. Es ist eine großartige Aktie, die man langfristig kaufen kann – genau die Art von Aktie, die Buffett liebt.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

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The Motley besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Berkshire Hathaway. Keith Speights besitzt Aktien von Amazon und Berkshire Hathaway. Dieser Artikel erschien am 31.12.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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