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Elekta: Vergiss BioNTech, in der Medizintechnik geht es rund nach Covid

Bildquelle: www.siemens.com/press

In der Manier von Warren Buffett suchen die Analysten von Morningstar nach Burggräben, die ein Unternehmen vor der Konkurrenz schützen. Neulich habe ich den VanEck Vectors Morningstar Global Wide Moat ETF (WKN: AMP6EP) vorgestellt, der die spannendsten Firmen dieser Recherche enthält. Neben einer fairen Bewertung bieten die Konzerne im ETF signifikante Marktvorteilen, die laut Morningstar auch in den nächsten 20 Jahren Bestand haben werden. Das Unternehmen Elekta (WKN: 896279) ist aus diesem Grund in dem ETF enthalten.

Vor einem Jahr notierte die Aktie 3,7 % niedriger (Stand: 04.01.2021). Laut Morningstar gab es Ende Dezember eine Unterbewertung von 15 %. Aus meiner Sicht ein guter Grund, sich den schwedischen Hersteller von Medizintechnik einmal genauer anzusehen. Dazu schauen wir uns zunächst an, was das Unternehmen genau macht.

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Was macht das Unternehmen, Entwicklung und Kennzahlen

Elekta ist ein führender Anbieter von Geräten für Bestrahlung und die entsprechende Software. 60 % der Umsätze werden mit den Lösungen erzielt. Mit dem Dienstleistungsgeschäft im Anschluss erzielt man wiederkehrende Umsätze, die für 40 % der gesamten Erlöse stehen. Der globale Marktanteil liegt bei 35 %. Damit ist man in allen Regionen entweder die Nummer 1 oder 2. Damit teilt man sich fast den vollständigen  Markt mit dem Branchenführer Varian (WKN: 852812).

Bei diesem strebt Siemens Healthineers (WKN: SHL100) einen Kauf für 14 Mrd. Euro an. Der Markt wird in den nächsten Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter stark wachsen. So geht Cancer Research UK weltweit von 27,5 Mio. neuen Krebsfällen in 2040 aus. In 2018 lag die Zahl noch bei 17 Mio. Laut Unternehmensangaben von Elekta brauchen 50 % aller Krebspatienten eine Strahlentherapie. Allerdings sind 95 % der Geräte nur für 20 % der Weltbevölkerung verfügbar.

Durch das erste Halbjahr 2020 ist das Unternehmen einigermaßen stabil gekommen. In Summe ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2020/21 nur leicht um 1 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Das Servicegeschäft hat dabei den stockenden Geräteverkauf zu einem großen Teil kompensiert. Die Geräte für die Strahlentherapie sind mit hohen Kosten verbunden, es ist nur natürlich, dass die Krankenhäuser hier mit neuen Anschaffungen zögern.

Burggraben von Elekta und Einschätzungen

Laut den Analysten von Morningstar verfügt Elekta über einen breiten Burggraben. Der Markt von Elekta und Varian ist durch hohe Eintrittsbarrieren geprägt. Daher hat es in den letzten Jahren auch keine neuen Marktteilnehmer mehr gegeben. Da die Geräte auch noch stark mit dem Service und IT verzahnt sind, fallen hohe Wechselkosten an. Daher werden Kunden auch nur in den seltensten Fällen den Anbieter nach einer Installation wechseln.

Die Nettoverschuldung ist absolut überschaubar und soll bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres komplett abgebaut sein. Die erwartete operative Marge zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres liegt bei über 14 %. Durch die angestoßenen Effizienzprogramme schafft das Unternehmen in der Krise wohl sogar eine Steigerung. Die Free-Cashflow-Rendite liegt für das Geschäftsjahr 2020/21 voraussichtlich bei ca. 3,8 %. Das Unternehmen scheint damit nicht mehr ganz günstig bewertet.

Elekta wird ein starker Profiteur von einer Zeit nach Corona sein, wenn der Kampf gegen andere Krankheiten wieder größere Beachtung findet. Aktuell bekommen die Impfstoffhersteller wie BioNTech (WKN: A2PSR2) einen Großteil der Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer. Es lohnt sich meistens, eher abseits vom Scheinwerferlicht zu suchen. Die größte Gefahr sehe ich durch den Konkurrenten Varian. Laut Evaluate Vantage soll Varian bis 2026 um jährlich 7 % wachsen, während Elekta nur auf 2 % kommt. Vor einem Kauf sollte man die Ursachen hierfür recherchieren.

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Florian Hainzl besitzt Anteile am VanEck Vectors Morningstar Global Wide Moat ETF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Wertpapiere.

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